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Von wegen nix zu machen: Werkzeugkiste für Weltverbesserer
 
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Von wegen nix zu machen: Werkzeugkiste für Weltverbesserer [Taschenbuch]

Jürgen Becker , Franz Meurer , Martin Stankowski
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (21. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462037951
  • ISBN-13: 978-3462037951
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 79.979 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was tun! Aber wie beginnen? - Geniale Ideen für Weltverbesserer. An vielen Stellen läuft die Entwicklung böse aus dem Ruder, und wir müssen etwas dagegen tun. Dieses Buch soll Appetit machen auf gute Taten, freche Veränderungen und Ideen, auf die noch niemand gekommen ist. Vom illegalen Garten auf einem Brachgelände über den Kleidershop, der kostenlos Business-Kleidung an Hartz-IV-Empfänger verleiht, bis zur rollenden Dorfkneipe, die der Landbevölkerung in strukturschwachen Gebieten endlich wieder die Möglichkeit gibt, gemeinsam zu feiern. »Du bist Deutschland - ich bin einkaufen«. Klar. Doch wie kann man über seinen Alltagskram hinaus etwas bewirken? Kann unsere Gesellschaft es sich wirklich leisten, Menschen mit 50, 60, 70 Jahren Lebenserfahrung den ganzen Tag »Mensch ärgere dich nicht« spielen zu lassen? Darf es sein, dass viele Kinder noch nie im Zoo waren? Dass Studiengebühren bis in die »Unterschicht« durchschlagen - der Meister sagt: »In meinem Betrieb kann man jetzt auch ohne Hauptschulabschluss etwas werden, bei mir haben alle Lehrlinge Abitur«. Der Friedensnobelpreis ging 2006 an die Grameen-Bank, die Kleinkredite an Frauen in der Dritten Welt vergibt und damit Tausenden eine Existenzgründung ermöglicht. Hier hatte jemand eine geniale Idee. Kein Politiker, kein Entwicklungshelfer, keine Mutter Teresa, sondern ein Bankkaufmann. Solche Ideen liegen in der Luft. Oft klein, unscheinbar, aber auch leicht umzusetzen. Dieses Buch soll Lust machen auf kleine Revolutionen. Nicht aus karitativen Erwägungen heraus, sondern mit der ganz egoistischen Erkenntnis, dass Glück und Zufriedenheit entstehen, wenn man für andere wichtig ist. Viele sind mutlos und glauben, nur die Politik könnte die Verhältnisse ändern. Aber wenn jeder erst einmal tief durchatmet und mitbekommt, welche Ideen und Vorschläge im Werkzeugkasten für Weltverbesserer stecken, dann ist der erste Schritt getan. Und vor allem gilt: »Wer was macht, hat Macht.«

Über den Autor

Jürgen Becker erklärt als Kabarettist die Welt, unterstützt durch Benefizauftritte engagierte Projekte und ist über die Vielfalt immer noch überrascht - von Dritte-Welt-Initiativen bis hin zu Jugendzentren, die keiner mehr finanziert. Veröffentlichungen u.a.: »Biotop für Bekloppte«, KiWi 369, 1995, »Da wissen sie mehr als ich«, 2004, »Ja, was glauben Sie denn?«, 2006. Franz Meurer entwickelt als katholischer Pfarrer im Kölner Arbeiterstadtteil Höhenberg-Vingst ein umfangreiches Netzwerk, das die Lebensqualität dort spürbar erhöht; vom Gabelstapler-Führerschein für Arbeitslose bis zur Weihnachtsbeleuchtung in Armenvierteln - »Wir essen das Brot, aber wir leben vom Glanz«. Martin Stankowski beobachtet als Journalist die politischen und sozialen Bewegungen von den 70er-Jahren bis heute. Früher galt das Kollektiv als Motor der politischen Veränderung, heute denkt er, dass der Einzelne oft schneller mehr bewirken kann. Veröffentlichungen u.a.: »Köln - der andere Stadtführer«, 2003. »Tod im Rheinland«, 2004. »Wir Rheinländer von A-Z«, 2006.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich machbare Utopien! 17. April 2007
Von Anja Lutz
Format:Taschenbuch
Bin in einer Zeitung über dieses Buch gestolpert und habe es mir dann gekauft, weil mich die Thematik sehr interessiert.

Das Buch macht schon durch seinen Einband Laune! Bin wirklich begeistert, denn das Buch trifft genau meinen Nerv, es enthält wirklich ungewöhliche und auch witzige, neue Denkansätze und Vorschläge. So beispielsweise unter der Überschrift "Oberwasser durch Untermieter / Rentner sucht Student" die Idee, dass kinderlose oder sonstwie einsame ältere Menschen einen jungen Menschen zur Untermiete aufnehmen, wobei der oder die "Junge" dann einfach den Hund ausführt, mal einkaufen geht, mit dem Älteren Schach spielt, etc. Motto: "Zeit statt Miete".

Es gibt so viele verschiedene Artikel wie beispielsweise "Lernen lernen", in dem die wahre Geschichte erzählt wird, wie ein ehemaliger Schulleiter es geschafft hat, Lesemuffel "umzukehren". Er hat sie ernst genommen, genau hingesehen und Ihnen dann genau das Buch zukommen lassen, was wirklich "ihren Nerv" traf.

Es geht unter anderem um "Boule spielen - ein Kurzurlaub", erblühende Hinterhöfe, Schlafplatztausch als alternative Art, die Welt kennen zu lernen, und, und, und.

Das alles liebevoll und originell gestaltet, mit viel Humor und Humanismus vorgebracht.

Also: Ran an den Speck, denn "es gibt nichts Gutes, ausser man tut es" (Erich Kästner)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Derivator
Format:Taschenbuch
Wer dick ist, hat schlechte Gewohnheiten - davon ausgehend entwickeln die Autoren ihren Ansatz für eine Diät, die keine Diät im eigentlichen Sinne ist, sondern die vielmehr auf die Änderung dieser schlechten Gewohnheiten abzielt. Deswegen enthält das Buch keine Ess- oder Sportpläne sondern einen vier-Wochen-Plan mit einer Aufgabe für jeden Tag, durch die man festgefahrene Handlungsweisen aufbrechen und neues lernen soll. An sich eine gute Idee, aber leider grauenvoll umgesetzt:

- Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit der "Theorie" hinter der Methode. D.h. man liest die ersten 86 Seiten nur, wie toll die keine-Diät-Diät ist und wie schlecht alle anderen Diäten sind. Dazu werden, auch später im Praxisteil, ständig Ausschnitte aus britischen Zeitungen sowie Erfahrungsberichte gebracht, die die keine-Diät-Diät über den grünen Klee loben. Trauen die Autoren ihrer eigenen Methode etwa nicht?

- Die Wiederholung der Erfolgsberichte diverser britischer Frauen ("ich bin ja jetzt so glücklich") schaffen einen Erfolgsdruck beim Leser, ebenso wie die Aufgaben, die man Tag für Tag angehen soll; die Autoren warnen, die Ergebnisse werden nicht so gut ausfallen wie erwartet, wenn man die Aufgaben nicht sofort erfüllen kann. Diese sind jedoch z.T. so gestellt, dass man auf jeden Fall Schwierigkeiten mit ihnen hat. Den Fernseher einen Tag lang auszulassen, ist noch kein Problem, aber was stellen sich die Autoren unter einer Maximierung der Spontaneität vor? Wahrscheinlich sollte man dieses vier-Wochen-Programm im Urlaub machen, aber wer hat schon so viel Zeit?

- Noch dazu kommt, dass sich das Buch an einigen Stellen selbst widerspricht bzw. genau die Fehler macht, die es bei anderen Diäten anprangert, siehe Leistungsdruck.

- Störend ist ebenfalls, dass sich die Autoren oft auf den wissenschaftlichen Unterbau ihrer Methode berufen. Dafür ist das Buch aber reichlich unwissenschaftlich geschrieben; wo auf die Untersuchungen Bezug genommen wird, geschieht das meist, indem einer der Autoren mit seinem Doktor-Titel genannt wird.

- Und zuletzt bauen die Autoren ein meiner Meinung nach gefährliches Ziel auf. Schlanke Menschen sind schlank, weil sie gute Gewohnheiten haben, sagen sie, und stellen also Schlanke als grundsätzlich glücklich, erfolgreich, zufrieden mit sich und dem Lauf der Dinge dar, Schlanke haben im Allgemeimnn keine Probleme, sind flexibel und kommen mit jeder Situation zurecht. Also sind dickere Menschen grundsätzlich unglücklich, erfolglos und führen ein tristes Dasein, während Schlanke ein ideales Leben führen? Mit solchen Pauschalisierungen und Extremen bekommt man es ständig zu tun, vor allem bei der Einschätzung des eigenen Charakters. Die kleinen Fragebögen, die man (mit Punktebewertung) hin und wieder ausfüllen muss, lassen keine gemäßigten Antworten zu. Es gibt stets nur die Möglichkeit zwischen Schwarz und Weiß.

Alles in Allem: Der Ansatz kann sich bewähren, aber die Ausarbeitung in diesem Buch halte ich für eine Katastrophe. Finger weg!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es gibt nichts Gutes, meint Erich Kästner, außer man tut es. Vorliegendes Buch hilft beim Suchen, wenn man nicht selbst genaue Vorstellungen hat, wie man die Welt zu verbessern gedenkt, aber genau weiß, daß man es will und "nix zu machen" nur noch irgendwo zwischen "Gerücht" und "Ausrede, oberfaul" abzulegen bereit ist.

Das Wühlen in dieser gut sortierten Werkzeugkiste macht Spaß. Für ein Meeting damit kann man ohne weiteres auch mal die eine oder andere messerscharfe Problemanalyse links liegen lassen.

Es ist sicher für jede(n) etwas dabei!
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