Eine Prostituierte wird ermordet aufgefunden, dann noch eine. Nach dem dritten Mord vermutet Sir John Fielding einen Serienkiller. Währenddessen verliebt sich Jeremy: zum ersten Mal, hoffnungslos. Seine Angebetete geht ebenfalls auf den Strich, nimmt ihn gnadenlos aus und versucht sogar, ihn zum Stehlen zu animieren. Zwischenzeitlich gerät Mr. Tolliver in Verdacht, der Metzger, der dem Fielding-Haushalt das Fleisch liefert, und früherer Rivale Sir Johns um die Hand von Katherine Durham: Jeremys Loyalitätskonflikt, Lady Katherines Glaube an die Aufrichtigkeit ihres früheren Verehrers und Sir Johns zunehmende, von Eifersucht nicht ganz freie Nervosität steigern sich, als ein viertes Opfer zu beklagen ist. In dieser Situation erbietet sich Jeremy, als Frau verkleidet auf die Straße zu gehen, um den Mörder anzulocken...
Wie die anderen Bände vor ihm hat auch dieser Band seinen eigenen Charakter: die Vielschichtigkeit von Motiven und psychischen Befindlichkeiten der Hauptbeteiligten, gemischt mit einer von den Vorgängerbänden nicht gewohnten Gruseligkeit verleiht der Geschichte etwas Düsteres, das aber nicht ohne Reiz ist.
Die Verlagspolitik, was die Serie um Sir John Fielding angeht, ist undurchschaubar. Ausnahmsweise gilt das sowohl für das amerikanische Original als auch für die deutsche Übersetzung. Vielleicht entspricht es amerikanischer Geschäftspolitik, eine inhaltlich fundierte und spannende Krimiserie nach nur wenigen Jahren vom Markt zu nehmen; daß von der Serie aber nur sechs von zehn Bänden ins Deutsche übersetzt wurden und von diesen schon jetzt keines mehr erhältlich ist, finde ich schwach. Die Serie hätte mehr Beachtung verdient!