Dieses Buch ist in drei Teile gegliedert, welche alle ihre Berechtigung und Bedeutung haben: Der erste Teil enthält fiktive lyrische Konzepte, Fragmente, Erzählungen, Gedichte und Balladen die sich des Vamirmythos annehmen. Diese stammen aus den verschiedensten Schaffensepochen (Antike bis Romantik) und so illustre Namen wie Goethe, Stoker, Polidori und Lord George Byron sind unter den Autoren vertreten. Im zweiten Teil wurden non-fiktionale authentische historische Schriftstücke zusammengetragen, die z.B. wahrheitsgetreue Berichte eines Stadtgardisten von einer Exhumierung oder die Darstellung des Vampirismus als pathologisches Phänomen aus der Sicht der damaligen Wissenschaftler enthalten. Im dritten Teil schließlich wird das Thema vor einerseits historischem, andererseits literaturwissenschaftlichem Hintergrund auf sehr kluge und eloquente Weise beleuchtet. Die tiefe und schwerwiegende Bedeutung, die unermeßliche Tragik und die auf den ersten, oberflächlichen Blick gar nicht erfaßbare Tragweite dieser Thematik entfaltet sich, unter der kundigen Anleitung des Autors, klar vor dem Leser. Der Autor verweist auf eine Vielzahl von lyrischen Figuren, welche ebenfalls vampirische Züge tragen und trägt damit dazu bei, bei den berühmtesten, dieser Charakter (z.B. Faust und Melmoth) eine ganz neue Dimension der Tragik offenbar zu machen. Dieses Werk ist unbedingt empfehlenswert für jeden, der sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinanderzusetzen wünscht, denn es ist nicht eine Hommage an den klischeeüberladenen, zahmen und abgenutzten "Pop-Vampir" (sattsam aus diversen Filmen bekannt) sondern eine teils ergreifende, teils sachliche Schilderung der Faszination und der Grundlagen dieses uralten Mythos. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)