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Von den Kriegen: Briefe an Freunde
 
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Von den Kriegen: Briefe an Freunde [Gebundene Ausgabe]

Carolin Emcke
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 313 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 3., Aufl. (Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 310017013X
  • ISBN-13: 978-3100170132
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 542.567 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Carolin Emcke
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Auslandsreporterin reist Carolin Emcke seit Jahren, oft gegen den -- am Ende erfolglosen -- Widerstand ihrer Chefs, immer wieder in die Regionen der Welt, aus der die Meisten, die dort leben, wenn sie irgend können, fliehen. Und weil das, was sie in den Krisen- und Kriegsgebieten bei ihrer Arbeit erlebt, weit mehr ist, als das, was sie in ihren (im Übrigen glänzenden!) Artikeln zur Sprache bringen kann, hat sie irgendwann begonnen, Briefe zu schreiben. Briefe an Freunde.

Aus diesen ursprünglich nicht für eine Veröffentlichung vorgesehenen Briefen hat die Autorin ein beeindruckendes Buch gemacht. Ein Buch für das man ihr danken muss! Es handelt, unter anderem, von der Möglichkeit und der Unmöglichkeit eines menschenwürdigen Lebens -- im Kosovo, dem Libanon, Nicaragua, Rumänien, Kolumbien, Pakistan, Afghanistan und dem Irak. Auch aus New York hat Emcke ihren Freunden geschrieben. Nicht irgendwann, sondern ausgerechnet am 11. September 2001 war sie dort und erfuhr aus einer E-Mail aus Deutschland, was gerade unweit von ihr geschah...

Die Autorin gewährt Einblicke in ihr innerstes Denken, sie schreibt über ihre Ängste und Zweifel, über die Menschen, denen sie begegnet und die moralischen Dilemmata, in die man als Journalist ihnen gegenüber bisweilen gerät. Oder über die Unmöglichkeit als "embedded journalist" neutral zu bleiben, wo doch das eigene Leben vom Erfolg oder Misserfolg der Soldaten abhängt, die man begleitet. Oder sie schreibt, warum sie auch einmal nichts zu erzählen weiß: "Wir glauben gern daran, dass es uns möglich ist, Gefahren zu entschärfen, wenn wir ihnen einen Namen geben können. Rumpelstilzchen verliert seine Macht, wenn wir erraten, wie es heißt. Doch manchmal tobt und wütet Rumpelstilzchen, selbst wenn wir wissen, wie es heißt. Manchmal vermag das Wort nicht zu bannen, und sein Ungenügen verstärkt nur die Trauer über das Erlebte."

Ein bewegendes, tiefgründiges und gedankenreiches Buch, das wir zur Seite legen mit dem Gefühl, eine Freundin habe uns geschrieben. -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Unterwegs in den Krisengebieten der Welt - wie gehen Menschen mit Krieg und Gewalt um, was verändert sich angesichts des fremden Leids im Berichterstatter, welche Rolle kommt dem Zeugen zu? Carolin Emcke schreibt in ihren Briefen von Orten, die aus dem Blickfeld der Medien geraten sind, obwohl Krieg und Leid dort andauern: vom endlosen Bürgerkrieg in Kolumbien, von der Sklavenarbeit in den Freihandelszonen Nicaraguas, vom Überlebenskampf der Straßenkinder in der Kanalisation von Bukarest, von den serbischen Massakern an Kosovo-Albanern und den Vergeltungsanschlägen an Serben, dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September und den Kriegen in Afghanistan und im Irak.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Carolin Emcke arbeitet für den Spiegel und reist seit Jahren als Auslandsreporterin in die unterschiedlichsten Regionen dieser Welt. Sie arbeitet für den Spiegel, aber sie ist im Grunde genommen so ganz untypisch für den Spiegel. Sie berichtet als Kriegsreporterin aus den unterschiedlichsten Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Die Briefe die sie an diesen Orten - Libanon, Kosovo, Rumänien, Kolumbien, Pakistan und Irak - ,bei dem sie oft ihr Leben aufs Spiel setzte, geschrieben hat, sollten ursprünglich nicht veröffentlicht werden. Jetzt ist daraus ein großartiges Buch entstanden.

Sie schreibt aus den Krisengebieten Briefe an ihre Freunde. Die Texte zeigen ein hohes Ausmaß an Erfahrung und Intelligenz. Und sie relativiert darin alles, was man über die objektive Wahrheit der Kriegsberichterstattung denken kann. Sie schreibt über ihre Ängste, Sorgen und Zweifel, verfolgt Opfergeschichten mit äußerster Akribie, erwähnt auch die kleinsten Geschichte, spricht von ihrer Angst die sie befällt, wenn das Vertrauen an die sie begleitenden Soldaten ins Wanken gerät. Und alles das was sie uns sagt ist von einer stilistischen Intelligenz geprägt.

Ein Buch das den Leser beeindruckend überzeugt.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Mehrfach stellt sich die Autorin dieses Buches selbst die Frage, warum man sich in Krisengebiete begeben und sich selbst dabei Mühen und Gefahren aussetzen soll. Wissen wir nicht schon genug vom Leid dieser Welt? Und hat es nicht etwas obzönes, vielleicht sogar pornografisches, menschliches Leid immer wieder zu beschreiben? Aber letztendlich bleibt die Welt hinter dem Fernsehschirm doch immer eine fremde Welt. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt, den eine Kamera von der Wirklichkeit bietet. Und vor allem fehlt den meistens Medien die Interaktion. Ein Gespräch ist - selbst wenn es über einen Dolmetscher geführt werden muss - eine weit bessere Quelle als ein Bild, ein Text oder ein Film.

Will man die Welt und ihre Ereignisse wirklich verstehen, muss man ihnen nahe sein. Und deshalb wird hier von Reisen in die Krisen- und Kriegsgebiete des Irak, Kolumbiens, des Kosovo, Afgahnistans und weiteren Orten berichtet. Und die Berichte sind immer dann spannend, wenn es dabei um das Treffen mit den Menschen vor Ort geht. Wenn diesen Raum gegeben wird, auch eine subjektive Sicht der Dinge darzustellen, die dann doch oft den allgemeinen, verbreiteten Überzeugungen über die Dinge zu widersprechen scheint.

Denkbar ist eine solche Art von Journalismus aber wohl auch nicht, ohne die Betrachterin, ihre Hintergründe und Reaktionen nicht auch in den Mittelpunkt des Buches zu stellen. Es ist eine Frau aus dem fernen Deutschland, die sich mit der Verschleierung in islamischen Ländern auseinandersetzen muss, sich Gefahren aussetzt oder sich anhören muss, dass einige Libanesen das mit Hitler nicht wirklich verstanden haben. Und so schreibt sie auch viel über sich, über ihre Reflektionen des Erlebten und über das Mitgefühl des Journalisten - und dessen Grenzen, wenn man wieder in der Heimat ist und dort ein Leben jenseits von Krieg und Gewalt aufrecht erhalten muss.

Das politische Buch des Jahres, so wirbt der Verlag für das Buch. Ich empfinde es merkwürdigerweise gerade umgekehrt, als ein sehr persönliches Buch. Sein Schwerpunkt scheint mir gerade nicht die politische Analyse zu sein, sondern ein Bericht über das persönliche Erleben von Menschen. Aber vielleicht wäre ja Politik besser, wenn sie diese Perspektive öfters einnehmen würde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Harte Sensibilität 13. Juli 2010
Von Conhoolio
Format:Broschiert
Man könnte das Buch von Frau Emcke wahrscheinlich Stundenlang hochpolitisch, philosophisch und intellektuell besprechen und auseinander dezidieren. Doch in kurzen Sätzen würde ich folgendes sagen:

Wer die Schwierigkeit des Krieges annähernd verstehen will, wer nicht begreifen kann und trotzdem die Realität nicht verkennen mag, wer einem klugen Menschen bei seinen Berichten begleiten möchte und wer eine gewisse Härte ertragen kann sollte dieses Buch lesen. Es ist schwierig bei solch einem Thema zu sagen das "Buch ist toll". Es ist nicht toll, man hat das Gefühl der Wahrheit ein Stück näher gekommen zu sein.
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