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Von Ratlosen und Löwenherzen: Eine kurzweilige, aber nützliche Geschichte des englischen Mittelalters Gebundene Ausgabe – 12. August 2008


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: Aufl. 2008 (12. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3431037550
  • ISBN-13: 978-3431037555
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (114 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 195.727 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, studierte Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt mittelalterliche Literatur in Düsseldorf, wo sie anschließend ein Jahr als Dozentin für altenglische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin. Ihr erster Roman "Jagdfieber" wurde 1996 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. 1997 gelang mit ihrem ersten historischen Roman "Das Lächeln der Fortuna" der Durchbruch. Seither folgten 8 weitere historische Romane und ein Sachbuch, die alle SPIEGEL-Bestseller wurden. Für ihren Roman "Die Hüter der Rose" erhielt sie 2006 den Sir-Walter-Scott-Preis. Rebecca Gablé lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca.

Steckbrief von Rebecca Gablé:

Kindheitstraum: Mit Robin Hood durch Sherwood Forest streifen
Lieblingsbuch in der Kindheit: Imri Pembaur "Das Zauberlicht"
Lieblingsbuch heute: J.R.R. Tolkien "Der Herr der Ringe"
Lieblingslied: "Somthing stupid" von Frank und Nancy Sinatra
So entspanne ich: Mit lauter Musik oder einem guten Buch
Worauf ich stolz bin: Wenn ich gelegentlich feststelle, dass ich klüger geworden bin.
Größte Herausforderung: Immer der nächste Roman, den ich schreiben will
Erster Job: Kellnern
Laster: Die gelegentliche Zigarette
Lieblingsfilm: "Der Club der toten Dichter" von Peter Weir
Wen ich bewundere: Rosa Louise Parks
Inspiration: Die Wechselfälle der Geschichte und die menschliche Natur.

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Gönnen wir ihr die kleine Auszeit. Nach sechs fast schon obligatorischen Tausendseitern, mittelalterliche Blockbuster allesamt, mit denen Rebecca Gablé ihre Fangemeinde in den letzten Jahren verwöhnte, folgt nun die wohlverdiente Verschnaufpause. Und wie sieht die bei einer Literaturwissenschaftlerin, Fachfrau in Sachen Mediävistik und passionierten England-Reisenden wohl aus? Richtig! Sie schreibt ein Sachbuch übers Mittelalter in England. Und fängt sogleich an, den etwas verwaschenen Begriff zeitlich zu fixieren: Von der Völkerwanderung Ende des 3. Jahrhunderts bis zur Verbreitung des Buchdrucks Ende des 15. Jahrhunderts. Basta! Kein geringes Vorhaben auf gerade mal 230 Seiten. Doch Frau Gablé erweist sich auch in der kleinen Sachbuchform als Meisterin.

Alles begann im 4. Jahrhundert mit dem Abzug der Römer, die genug Trouble in der Heimat hatten. Wilde Pikten und Scoten hatten sich überdies auf dem neblichten Eiland als lästige Wanzen erwiesen. Die zurückgebliebenen britischen Kelten hatten aber am römischen Lifestyle nicht wenig Gefallen gefunden. So ging’s los. Um sich nun ihrerseits die blauen Barbaren aus dem kargen Norden vom Halse zu halten, engagierten sie Kampfverbände aus Norddeutschland – und schon waren sie da – die Angelsachsen. In diesem Stile lässt sich Geschichte erfolgreich vermitteln. Nicht einschläfernd, forsch bis kess im Ton. Nichts weniger zeichnet eine Bestsellerautorin aus!

Vom „Volk der Angeln“ und ihrem „Engla-Land“, über Alfred den Großen, Englands sagenhaften ersten King, der 878 den Dänen den Garaus machte, bis hin zu Herrschern, deren Namen Sven Gabelbart, Edmund Eisenseite oder Harald Hasenfuß eher unfreiwillig komische Naturen verhießen; oder dem frühen Gotteskrieger Richard Löwenherz, der hinter deutsch-österreichischem Gemäuer vor sich hinfaulte -, Madame Gablé wartet zur Auflockerung ihrer Geschichtsstunde mit allerlei Kuriosa und Skurrilitäten auf. Dies verheißt eine Menge Lesespaß, zugunsten dessen die historische Akkuratesse bei der Fülle des Materials bisweilen schmunzelnd übersehen werden sollte. Kleine, aber hübsche verlegerische Serviceleistung: Das Buchcover lässt sich zum königlichen Stammbaum entfalten. Und nach der Lektüre wird man wenigstens einige der sprichwörtlichen britischen Schrullen etwas besser verstehen. Dermaßen präpariert, freuen wir uns auf den nächsten großen Gablé-Wurf.–Ravi Unger

Klappentext

Schluss mit dem Mythos über die düstere Zeit willkürlicher Kriege, blutrünstiger Hexenverfolgungen und hygienischer Katastrophen - her mit dem Mittelalter, wie es auch war. In ihrem ersten Sachbuch erzählt uns die Bestsellerautorin Rebecca Gablé die Geschichte des englischen Mittelalters neu: kompetent und informativ, herrlich farbenprächtig und mitreißend wie ein Roman - und immer mit einem Schmunzeln. Lesen Sie, wie die Wikinger in Ermangelung anderer Hobbys England eroberten - unabsichtlich unterstützt vom englischen König Æthelred, dessen Ruf seitdem ruiniert ist. Erleben Sie mit, wie Jahrhunderte später Eleanor von Aquitanien die Bühne betritt, eine der unterhaltsamsten und wunderbarsten Skandalnudeln, die je auf Englands Thron gesessen haben. Und erfahren Sie, warum Thomas Becket, Sohn eines Einwanderers, der es zum steinreichen Immobilienspekulanten gebracht hatte, unter der erlesenen Garderobe stets ein Gewand aus kratzigem Ziegenhaar trug. Neugierig geworden? Dann lesen Sie los!

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

165 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dodo HALL OF FAME REZENSENTTOP 10 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 21. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
In Großbritannien wird das Mittelalter traditionell mit der Zeit von 450 - 1485 angegeben (von der Zeit der Angelsachsen bis zur Schlacht von Bosforth, dem Ende der Rosenkriege). Diese Zeit ist in Großbritannien ähnlich verwirrend wie im "Römischen Reich deutscher Nation" - es herrscht ein ständiger Kampf um die Krone, Herrschaftshäuser entstehen und ringen miteinander um die Macht, England liegt im endlosen Clinch mit Schottland und Frankreich.
Der Autorin gelingt in diesem Buch ein Wunder: sie schafft es, die umfangreichen verwandtschaftlichen Beziehungen und abgesprochenen Bündnisse so gut strukturiert wiederzugeben, dass der Leser tatsächlich den Überblick behält und plötzlich ein Verständnis für die "innere Logik" der geschichtlichen Ereignisse entwickelt. Daran, ich erinnere mich gut, ist vor Jahren meine damalige Dozentin für englische Geschichte trotz besten Bemühungen gescheitert: der Großteil des Kurses musste nach den Vorlesungen selbst recherchieren, um etwas Licht in die verworrenen Verhältnisse zu bringen. Gablé dagegen schafft es mühelos, auch einem Laien verständlich zu machen, warum z.B. William the Conquerer einen Anspruch auf den Thron hatte und wie der Zwist zwischen King Stephen und Empress Maude entstand und ablief.

Persönlich habe ich in dem Buch keine falschen Fakten gefunden (beim Vergleich mit mir vorliegenden Geschichtswerken und wikipedia.en). Natürlich ist dies in erster Linie ein populärwissenschaftliches, kein akademisches Buch. Im Sinne der Unterhaltung bewertet Gablé recht flapsig Personen und Ereignisse, damit steht sie in der Tradition unterhaltsamer Geschichtsschreiber wie Joachim Fernau.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Keera TOP 1000 REZENSENT am 3. Oktober 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch war ausgesprochen leicht und amüsant zu lesen. Das Beste ist aber, dass es bei künftiger Lektüre von englischen Mittelalter-Romanen die Einordnung der Handlung und Personen in den geschichtlichen Hintergrund deutlich vereinfachen wird.
Bisher habe ich schon zum Teil Gablés Informationen auf ihrer Internetseite zu diesem Zweck benutzt, oder die Stammbäume in ihren Romanen, mit diesem Buch aber ist es einfacher und umfassender. Und so betrachtet, geht dann auch der Preis in Ordnung.
Beeindruckend an dem Buch ist neben der Leichtigkeit, mit der es lesbar ist, dass Gablé es schafft, Ordnung in die oft chaotisch und unverständlich erscheinenden Thronansprüche und Thronfolgen zu bringen. Insgesamt eine lohnende Anschaffung.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Elena "lesetraeume.net" am 10. Oktober 2010
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Sachbuch beginnt mit einer Eingrenzung des Begriffs "Mittelalter": In England herrschte es ziemlich genau von 450 bis 1485 nach gängiger Definition. Dementsprechend beginnt es mit den Angelsachsen, führt dann über die Normannen zu den Plantagenets, von diesen zu den Lancasters bis es schlussendlich bei den Yorks endet. Das alles wird passend illustriert mit Fotos, Gemälden und Grafiken. Am Ende gibt es dann noch einen chronologische Aufstellung der Könige und einen Stammbaum der Könige von England.

Das Buch konzentriert sich primär auf den jeweiligen König, ansonsten tauchen nur wichtige Unterstützer und Verschwörer und manchmal die jeweiligen Königinnen auf - das Leben des einfachen Volkes wird ungefähr alle 100 Jahre einmal kurz beschrieben. Rebecca Gablé schildert dabei immer mit einen Augenzwinkern die einzelnen Epochen und streut die ein oder andere Aknedote ein, der Ton bleibt dabei immer direkt und umgangssprachlich.

Am Anfang fand ich Rebecca Gablés Ton etwas zu plump, jedoch besserte sich dieser im Laufe der Zeit. Angesichts der Tatsache, dass das schmale Büchlein nur 240 Seiten umfasst und sehr viele Illustrationen - welche fraglos oftmals sehr hilfreich sind - beinhaltet, rast man nur so durch die Zeit und die Jahrzehnte jagen an einen vorbei. Dennoch hilft das Buch enorm dabei, geschichtliche Zusammenhänge zu verdeutlichen oder sogar erstmals zu erkennen. Ich habe nun große Lust, alle Werke von ihr mir noch einmal zu Gemüte zu führen. Insgesamt erfüllt das Buch die an sich gestellten Anforderungen, auch wenn es mir stellenweise etwas zu kurz und zu platt war, und ich vergebe

4 von 5 Sternen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von R. Weller am 22. März 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Wer kennt das nicht...

Man liest eine Geschichte mit historischem Hintergrund. Auf einmal taucht die Frage auf, wie war denn das damals wirklich...
Welche großen Ereignisse haben die Menschen dieser Zeit geprägt. Wer war denn da wirklich an der Macht. Wieso haben sich die herrschenden Engländer mit den Franzosen über die Jahrhunderte immer wieder die Köpfe eingeschlagen.
Klar, all dieses Wissen kann man sich in dicken 1000 seitigen Geschichtsbüchern zusammensuchen, aber das was dann an Information geboten ist, das sprengt sowohl das Interesse des Belletristikkonsumenten" als auch das Zeitbudget eines durchschnittlichen Lesers...
Hier hat Frau Gable das ideale Werk geschaffen!
Es liest sich kurzweilig wie eine ihrer wunderbaren Mittelaltergeschichten und ist trotzdem sehr informativ. Der Aufbau ist hervorragen, so dass man ganz schnell einen Einstieg findet und wenn man mal wieder beim Lesen vor der Frage steht, wie war das jetzt nochmal genau, dann findet man sehr schnell das richtige Kapitel. Ein Kapitel über die passende Epoche und schon hat man das passende Rüstzeug um einen Roman im richtigen Kontext einwerten zu können.
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