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Von Potsdam nach Moskau: Situationen eines Irrwegs
 
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Von Potsdam nach Moskau: Situationen eines Irrwegs [Restexemplar] [Taschenbuch]

Margarete Buber-Neumann
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 427 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548363555
  • ISBN-13: 978-3548363554
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 737.614 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sie stammt aus einer bürgerlichen Familie in Potsdam ? aber früh schon schließt sie sich voller Begeisterung der Kommunistischen Partei an. Mit ihrem zweiten Mann, einem der führenden Köpfe der KPD, emigriert sie 1933 zuerst nach Spanien und dann nach Moskau. In den Mühlen des Stalinismus erfährt sie die Desillusionierung ihrer kommunistischen Ideale ? und muss schließlich mit ansehen, wie ihr Mann von der sowjetischen Staatspolizei verhaftet wird. p>Ein zeitgenössisches Dokument des frühen 20. Jahrhunderts und der kommunistischen Bewegung aus der Sicht einer außergewöhnlichen Frau, deren humane und demokratische Grundhaltung sich wie ein roter Faden durch ihre Erinnerungen zieht.

Über den Autor

Margarete Buber-Neumann (1901-1989) wurde im Dritten Reich als überzeugte Kommunistin von den Nazis verfolgt. In den Büchern Als Gefangene bei Hitler und Stalin (1949) und Von Potsdam nach Moskau (1957) schildert sie ihre Wandlung zur Gegnerin des Kommunismus in der Stalin-Ära. Mit der Biographie Sterben allein ist zu wenig erfüllte sie das Vermächtnis ihrer Freundin Milena Jesenská.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Untertitel "Stationen eines Irrweges" ist der rote Faden im ersten Teil dieser bewegten Lebensgeschichte M. Neumanns, die sich voller Begeisterung in den 20 er Jahren der kommunistischen Idee und Partei anschließt. Mit ihrem zweiten Mann Heinz Neumann, einer der führenden Köpfe der KPD, muss sie emigrieren und nach langen Jahren der Emigration und des illegalen Aufenthalts in verschiedenen Ländern müssen sie beide nach Moskau - die einzige verbleibende Möglichkeit zur Zeit des Aufstiegs von Hitler. Hier erfahren sie dann die Desillusionierung ihrer kommunistischen Ideale - H. Neumann wird von der Staatspolizei verhaftet und seine Frau muss mitansehen wie immer mehr "ungemütliche Freunde" der KPD verschwinden. Viele von ihnen trifft sie wieder in dem Fortsetzungsband - Als Gefangene bei Stalin und Hitler.
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Format:Taschenbuch
Es ist unglaublich, dass ein einzelner Mensch das erleiden konnte, was Frau Buber Neumann widerfahren ist. Sie erlebte die Weimarer Republik, die Radikalisierung der Jugend, die Aktivitäten der KPD (z.B. hatte man Dimitroff längere Zeit bei ihr in Potsdam versteckt ), die Intrigen in der KPD, das Exil einer Kommunistin, das (unfreiwillige) Exil in der UdSSR, die Verhaftung ihres Mannes, des Kommunisten Heinz Neumann, dann ihren Leidensweg in sowjetischen Gefängnissen und Lagern. Der erste Band ihrer Erinnerungen endet mit der Verhaftung im berüchtigten Hotel Lux in Moskau. Nach Veröffentlichung hat es viele Versuche gegeben, Frau Buber Neumanns Erinnerungen in Zweifel zu ziehen, sie gar als Lügnerin darzustellen ( Prozeß gegen ihre Bücher durch die KPD in der Bundesrepublik, Krawtschenko-Prozeß in Paris), sie hat das alles in Würde überlebt. Dafür bekam sie später das Prädikat einer "kalten Kriegerin" angehängt. Hat jemals jemand plastischer und trauriger das Scheitern der deutschen Arbeiterbewegung im Jahre 1933 dargestellt ? Da zeigt sie sehr deutlich ihre Sympathien für die einfachen Mitglieder von KPD und SPD, besonders auch mit dem KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, der vom Moskauer "Sozialfaschismus"-Kurs überrollt wird. Kaum jemand hat sein Scheitern so menschlich, so plastisch dargestellt. Auch die Angst im Hotel "Lux", wo immer mehr Emigranten verschwinden, wo Heinz Neumann als Aussätziger behandelt wird, lässt sie förmlich aufleben. Dabei kommen einige Zeitgenossen nicht gut weg - eben jene, die dann gegen ihre Bücher vorgehen wollten. Auch wenn in den Büchern Ungenauigkeiten und Irrtümer vorhanden sind (z.B. Theorien über den Kantoner Aufstand oder den Tod Willy Münzenbergs), bleiben sie doch einzigartige Zeitdokumente.
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