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Von der Nacht verzaubert [Gebundene Ausgabe]

Amy Plum , Ulrike Brauns
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (88 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

April 2012
Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785570422
  • ISBN-13: 978-3785570425
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Originaltitel: Die for me
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (88 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 109.893 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Hardcover mit Prägung, Spotlack, Schutzumschlag und Leseband.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich habe begriffen, dass er gut aussieht... 25. Januar 2013
Von ArtfulK.
In einem Londoner Buchladen gab es eine nette Aktion: Kauf ein Buch und zahl für ein zweites bloß ein Pfund. Ich hatte ein anderes Buch im Auge, wollte die Aktion aber wahrnehmen und bemerkte das wunderschöne britische Cover mit dem Eiffelturm darauf. Und in meinem Kopf setzte das rationale Denken aus und eine kleine Stimme begann zu schreien: Paris, Paris, Paris! Aber zu meiner Verteidigung: Es ist so selten geworden, dass diese Art von Roman nicht in den USA spielt und ich liebe Paris so sehr. Und an sich klang die Geschichte auch nach einer netten Romanze für zwischendurch. Ich erwartete mir viel Pariser Flair, ein bisschen Romantik und eine spannende Geschichte um die Revenants - die Untoten. Aber Himmel, lag ich falsch.

Ich habe relativ bald bemerkt, dass ich das eine Pfund vielleicht besser in eine Eiswaffel investiert hätte. Denn obwohl "Von der Nacht verzaubert" nicht in den USA spielt, ist auch vom Pariser Flair nicht viel zu spüren. Zum einen Mal sind Katie und ihre Schwester Amerikanerinnen, die nach dem Tod ihrer Eltern nach Paris kommen. Daran ist nichts Verwerfliches. Aber wieso erzählt mir die Autorin dann lang und breit, dass Katie und Georgia perfekt Französisch sprechen, Paris wie ihre Westentasche kennen und sich in der Stadt niemals verlaufen? Wenn das alles so ist, wieso traut man sich als amerikanische Autorin dann nicht, seine Heldinnen gleich zu Französinnen zu machen? Geht dann der Identifikationsfaktor verloren? Können sich amerikanische Leserinnen etwa bloß mit amerikanischen Figuren identifizieren? Fand ich merkwürdig und oben drauf unstimmig. Eine Cathérine hätte mir im Pariser Setting viel besser gefallen als eine Katie. Aber gut.

Das wäre noch nicht einmal so schlimm gewesen, wenn ich mich wirklich wie in Paris gefühlt hätte. Tat ich aber leider nicht. Das Paris, das Amy Plum hier zeichnet, ist das romantische Paris aus den Hochglanzbroschüren verschiedener Reisebüros. Wir bekommen die Seine, romantische kleine Cafés, Kunstmuseen und von Katie die Beschreibung "that old Paris charme". Was bitte ist "that old Paris charme"? Ich kann mir vorstellen, dass sie die schmiedeisernen Balkone meint, die Boulevards und Häuser aus der Haussmannschen Zeit und das etwas charmant Abgerissene. Aber mit solchen Beschreibungen kann ich mir Paris nicht vorstellen, wenn ich noch nie da war. Auch, dass ein Zimmer aussieht wie aus dem achtzehnten Jahrhundert hilft nicht viel weiter. Wieso beschreibt sie nicht einfach, was sie meint?

Mir wäre es wirklich lieb gewesen, Amy Plum wäre unter die Oberfläche gegangen, hätte die bunten Reiseführer zuhause gelassen und mir das echte Paris gezeigt, kein Klischeebild, das Heldin Katie wirken lässt, als würde sie sich bloß in den Touristenvierteln herumtreiben. Dazu kommt noch, dass einige Dinge schlichtweg falsch sind. So beschreibt Katie die Pariser Metro als sehr still und leise und niemand würde dort reden. Da habe ich mich wirklich gefragt, ob Frau Plum schon einmal in Paris war. Oder überhaupt Metro gefahren ist. Die Metro ist genauso laut wie alle anderen U-Bahnen: Touristen reden in verschiedenen Sprachen durcheinander, Pariser quatschen über die Arbeit und es ist meistens wahnsinnig voll. Nur still ist es nicht. Das fand ich schon schade.

Und dann ist da Katie. Ich-Erzählerin Katie stellt sich selbst als cleveren Bücherwurm dar und behauptet, auch an Kunst sehr interessiert zu sein. Sie erzählt das alles, aber bemerkt habe ich es nicht. Zwar geht sie auch in Kunstsammlungen, aber irgendetwas daran, dass ich alles nur erzählt bekomme und kaum gezeigt hindert mich daran, ihr zu glauben. Und, dass sie sobald Vincent auftaucht zusammenschmilzt wie Schokolade in der Sonne hat nun auch nicht geholfen. Vincent ist an sich ein netter Junge, was mich überrascht hat. Er ist ein Untoter, aber kein typischer YA-Held, sondern ein bisschen unsicher und tollpatschig und alles in allem sehr sympathisch. Ich wünschte immer noch, Vincent hätte in einem anderen Buch mit einer anderen Heldin eine Rolle spielen dürfen.

Katie hingegen? Erzählt mir alle drei Minuten, wie außerordentlich schön Vincent doch ist. Dass sich im Café alle weiblichen Wesen die Hälse nach ihm verrenken, weil er so engelsgleich schön ist. (Das steht da wirklich so, es ist keine Übertreibung.) Ich habe dann auch nach dem ersten Mal verstanden, dass Vincent wirklich sehr gut aussieht, aber Katie scheint zu glauben, ich wäre sehr vergesslich, denn sie wiederholt es extra auf jeder Seite nochmal für mich. Wie lieb von ihr. Bis ich im Zug das Bedürfnis hatte laut zu schreien und das Dummbuch aus dem Fenster zu werfen, weil ich mir zum xten Mal anhören musste, wie toll doch Vincent ist.

Dass Katie sich nur deshalb in ihn verliebt, gibt der Romanze dann den Todesstoß. Charakter? Muss ich nicht kennen, er ist doch so schön! Von einem Moment auf den anderen hat sie sich selbst vergessen, denkt bloß noch an ihn und kennt ihn dabei eigentlich gar nicht. Ich finde das nicht romantisch sondern unrealistisch und es ging mir auch ziemlich auf die Nerven. Es ist eben wieder die typische "Ewige Liebe nach einmal sehen", was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn es mich wenigstens überzeugt hätte. Passt so aber perfekt in das Klischee-Paris, dieses Klischee-Pärchen, das muss man schon sagen. Dabei ist es eben wirklich schade um Vincent, der gar kein Abziehbild ist, sondern mich als Figur abseits von Katie wirklich überzeugt hat.

Das einzige, das ich an Katie mochte war, dass sie erstaunlich wenig jammert und mehr selbst tut. Sie kann sich wehren, sie kann kämpfen und sie kann austeilen. Sie ist nicht darauf angewiesen, dass Vincent sie ständig rettet und sie setzt auch mal Puzzlestücke zusammen, ohne, dass ihr jemand dabei helfen muss. Katie ist, wenn sie will, also schon eine recht starke Heldin. Die Betonung liegt auf: Wenn sie will und nicht gerade dabei ist, zu einer Pfütze zu zerschmelzen, weil Vincent doch so engelsgleich... ach, ihr wisst schon. Leider macht sie sich wieder unbeliebt, indem sie immer wieder betont, wie hässlich sie sich findet, obwohl andere ihr sagen, dass sie hübsch ist. Wieso machen so viele YA-Heldinnen das? Sind die alle doof? Nichts ist unattraktiver als Heldinnen, die sich selbst immer wieder klein machen, obwohl sie überhaupt keinen Grund dafür haben.

Dass ich bisher nichts über die eigentliche Geschichte geschrieben habe, kommt nicht von irgendwo. Denn es gibt kaum eine Geschichte. Fangen wir damit an: Amy Plum hat auf ihrer Internetseite ziemlich deutlich gesagt, dass sie sich von Twilight hat inspirieren lassen. Möchte man das plump ausdrücken, könnte man sagen: "Von der Nacht verzaubert" ist Twilight in Paris, aber ohne das Bluttrinken. Es gibt die Revenants um Vincent, die in einem teuren Haus zusammen in einem guten Pariser Viertel leben. Das sind die guten Revenants. Es gibt aber auch böse Revenants, die es selbstverständlich auch auf Katie abgesehen haben. Es gibt Parallelen zwischen einzelnen Figuren, aber ich fand das an sich nicht so schlimm. Die Handlung kam auch relativ gut in Fahrt, hatte sogar etwas leicht Morbides, das wiederrum gut zu Paris gepasst hätte ... doch dann schwenkte der Fokus auf die Liebesgeschichte um und alles ging den Bach herunter. Spannung? Nein. Eine mitreißende Handlung? Auch nicht. Viel Kitsch, Pathos, Liebesschwüre? Ja, das hätten wir da. Soll ichŽs Ihnen einpacken?

Was bleibt ist Vincent, der mir ganz gut gefallen hat und den ich gern in einem anderen Buch gesehen hätte, und Katies Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen. Ein kleiner Schimmer einer guten Idee und einer guten Handlung. Aber das warŽs. Ich finde es traurig, da ich das Gefühl habe, hier verbirgt sich eine eigentlich schöne Geschichte, doch leider ist diese unter einer kitschigen und unglaubwürdigen Liebesgeschichte und einem Haufen Klischebilder von Paris begraben. Die Heldin ist an sich auch nicht wirklich sympathisch und die Nebenfiguren waren so uninteressant, das ich ihre Namen bereits wieder vergessen habe. Ich behalte das Buch, weil es im Regal wirklich schön aussieht, aber den zweiten Teil "Until I Die" werde ich nicht lesen.

Ich möchte das Buch eigentlich niemandem empfehlen, ahne aber, dass es Fans von Twilight als Lesespaß für Zwischendurch gut gefallen könnte. Für mich war es leider zu viel des Guten und ich musste mich einfach viel zu oft über Katie und dieses blasse Abbild von Paris ärgern, als dass ich den Roman noch als wenigstens unterhaltsam einordnen könnte. Von daher gibt es nur zwei Sterne von mir. Einen für die Mühe, überhaupt ein Buch zu schreiben (das verdient meistens Respekt) und einen für Vincent und die eigentlich schöne Idee, die unter viel Unsinn verschütt gegangen ist.
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82 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Twilight 2.0 31. März 2012
Von Vampyress "Coffee and Books" TOP 500 REZENSENT
Nach dem Unfalltod ihrer Elten zieht die 17-jährige Kate mit ihrer Schwester Georgia zu ihren Großeltern nach Paris. Bald nach ihrer Ankunft sieht Kate ihn in einem Café das erste Mal - den geheimnisvollen Vincent. Sie fühlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Als sie und Georgia ihn eines Nachts dabei beobachten, wie er ein Mädchen vor dem Selbstmord bewahrt und kurz danach in einen ominösen Kampf verwickelt wird, ist für sie klar - Vincent ist kein gewöhnlicher Teenager. Doch ehe sie erkennt, wer Vincent in Wirklichkeit ist und in welche Gefahren er verwickelt ist, hat sie sich unsterblich in ihn verliebt.

Meine Meinung:

Auf ihrer Website erklärt Amy Plum, dass sie sich von "Twilight" zu ihrer "Revenants"-Trilogie inspirieren ließ. Und ganz ehrlich: man merkt es dem Buch mit jeder Zeile an. Sicher, die Geschichte spielt in Paris und es geht nicht um Vampire, sondern eine spezielle Art von "Zombies", aber trotzdem lässt sich die Story beinahe eins zu eins übersetzen. Soll ich mal so böse sein? Also gut:

Kate ist (wie Bella) ein eher introvertiertes (und, obwohl sie es nicht merkt, von allen anderen bewundertes) Mädchen, das sich sprichwörtlich Hals über Kopf in den atemberaubenden Vincent (aka Edward) verliebt, als sie ihn das erste Mal sieht. Anfänglich zeigt Vincent ihr die Kalte Schulter, um sie zu schützen, taucht aber immer wieder in ihrem Leben auf. Er verbirgt nämlich ein dunkles Geheimnis: er ist ein Unsterblicher. Gemeinsam mit einer Gruppe anderer Revenants lebt er in einer uralten Prachtvilla (= Luxusbude der Cullens) in Paris. Außer ihm gibt es da noch die quirlige und immer gut gelaunte Charlotte (= Alice), ihren mit seiner Existenz hadernden Bruder Charles (=Jasper), den Sprüche klopfenden Muskelprotz Ambrose (= Emmett), den charmanten und gut aussehenden Jules, der sich ebenfalls für Kate interessiert (= Jacob), den zurückhaltenden Gaspard, die mütterlich-besorgte Haushälterin Jeanne (= Esme) und das ruhig-kalkulierende Oberhaupt der Gruppe, Jean-Baptiste (aka Carlisle). Als Kate gegen alle Widerstände eine Beziehung mit Vincent eingeht, gerät sie ins Kreuzfeuer einer uralten Fehde. Die Feinde der Gruppe sind ebenfalls Revenants, die allerdings auf anderen moralischen Pfaden wandeln und Menschen umbringen (siehe "vegetarische" und blutsaugende Vampirclans). Ihr Anführer ist mit ganz ähnlichen Attributen ausgestattet wie Twilight's James. Gesagt werden muss auch noch, dass die waffentechnische Ausrüstung der Revenants ausnahmsweise mal nicht an "Twilight" erinnert - dafür allerdings sehr stark an die der Schattenjäger in der "Chroniken der Unterwelt" von Cassandra Clare.

Doch es sind nicht nur die Charakterkonstellationen, die hier auffallend ähnlich sind, auch der Handlungsverlauf ist erstaunlich übereinstimmend und war für mich zu keiner Minute überraschend. Anders als Stephenie Meyer wirft einen Amy Plum aber ohne jede Vorwarnung in die Liebesgeschichte hinein: Kate verliebt sich so schnell in Vincent, dass man als Leser das Gefühl hat, den Anschluss verpasst zu haben. Und wo Meyer es irgendwie noch schafft, (meistens) haarscharf an den Kitsch-Klippen vorbei zu schippern, übergießt einen Plum geradezu mit Schmalz. Sie wird nicht müde, Vincent immerfort als "göttergleich" und "junger Gott" zu bezeichnen. Nach fünfzig Seiten weiß man fast noch nichts über ihn, außer, dass er das Schönste ist, was sich ein 17jähriges Mädchen in ihren kühnsten Träumen ausmalen kann. Weitere Vorzüge kommen auch danach nicht wirklich hinzu (außer vielleicht - das scheint derzeit in Young Adult Romanen ja als sexy zu gelten - sein unermüdlicher Drang zum Stalken). Ziemlich schnell wird außerdem deutlich, dass Kates Durchschnittlichkeit auch höchstens in ihrer eigenen Vorstellung existiert, da jeder andere sie andauernd als "wunderschön" bezeichnet. Und wenn man dann noch liest, wie wohlhabend Kates Großeltern sind und wie viel Kohle erst die Revenants anhäufen, hat man beinahe schon die Nase voll von all dem Überfluss. Und dann ist da noch dieser Showdown, der so ungeheuerlich viele Parallelen zu dem Finale in Twilight aufweist, dass es beinahe schon eine Frechheit ist.

Ich frage mich inzwischen ernsthaft: Welche Wahrheiten sollen Mädchen aus Büchern ziehen, die wie "Von der Nacht verzaubert" derart einen auf "geleckt" machen? Dass man nur dann eine Chance auf den "Richtigen" hat, wenn man selbst wunderschön ist? Dass dieser Freund "göttergleich" aussehen, perfekt gekleidet, steinreich, enthaltsam und auch noch ein toller Schwiegersohn sein muss, der mit Anzug, einer Flasche Wein und einem Strauß Blumen zum familiären Abendessen erscheint? Der einen auf Händen trägt, mit Geschenken überhäuft und in den Nächten wachend an deinem Bett sitzt? Wie langweilig, unrealistisch. Gähn.

Ganz ehrlich: ich liebe Fantasy, aber ich möchte Geschichten lesen, die sich um echte "Personen" drehen, nicht um Götter. Menschen müssen Makel haben, auch, wenn sie inzwischen unsterblich sind. Und es ist auch nicht sonderlich überzeugend, wenn ein übernatürlicher Typ, der schon seit hundert Jahren (enthaltsam) auf der Erde wandelt, sich gerade jetzt das erste Mal unsterblich in die Hauptfigur der Geschichte verliebt. (In diesem Fall reichten ein paar kurze Begegnungen, schon wurde von tiefen Gefühlen gesprochen - vermutlich bezogen auf das umwerfende Aussehen des jeweils anderen.)

Die Vorzüge dieser Geschichte: Plums eingängiger Schreibstil und das Pariser Setting mit exotischem Flair (auch wenn sie sich hier auf die romantische, touristische und klischeebeladene Schokoladenseite der Stadt beschränkt und ihre Umschreibungen wie aus einem Hochglanzprospekt wirken). Alles liest sich zügig, auch wenn es bei mir nicht weiter hängen blieb. Unbedingt erwähnt werden sollte auch noch die wunderschöne Covergestaltung des Buches im Art Nouveau-Stil, für die sich Christian Keller verantwortlich zeigt.

Fazit: Flüssig lesbare Geschichte mit schönem Pariser Flair, die allerdings an einem Übermaß an Kitsch erstickt. Außerdem wurde hier zu viel kopiert und zu wenig eigene Ideen eingebracht, sodass man ständig Vergleiche zieht und zudem nie vom Verlauf der Story überrascht wird. Irgendwie hat man das Gefühl, Ähnliches schon einmal in besserer Form gelesen zu haben. Vom Spaßfaktor her hätte ich noch drei Sterne vergeben, aber gerade zum Ende hin haben mich die dreist abgekupferten Parallelen zu "Twilight" derart aufgeregt, dass ich nur noch zwei vergeben kann.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Zauberei für mich 13. April 2012
Von Ayanea VINE™-PRODUKTTESTER
Was so einen schönen Titel hat, eine so interessante Inhaltsangabe und dann auch noch so eine schöne Aufmachung, kann nur einen perfekten Inhalt haben, dacht ich mir. Leider weit gefehlt. Je weiter ich gelesen habe und so mehr machte sich ein Gefühl von Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Langeweile breit.
Die Geschichte und um Kate, die ihre Eltern verloren hat und fortan bei ihren Großeltern in Paris liebt und den schönen Renevant Vincent begann noch recht viel versprechend.

Die Figuren wurden nacheinander eingeführt und die Atmosphäre rund um den Schauplatz Paris war erfrischend anders. Leider verblasste das alles ziemlich schnell hinter dem ganzen Geseiere der Liebesbezeugungen von Kate zu Vincent und anders herum. Ständig wurden Komplimente ausgetauscht, Gefühle detailliert besprochen. Und als Vincent das Adjektiv gottgleich bekam, war es bei mir endgültig aus.

Die ganze Geschichte drehte sich eigentlich nur um die beiden Figuren und mir ist bis jetzt noch nicht ganz klar, wie es die Autorin geschafft hat, bei den großen Raum, die sie für die Liebesgeschichte genommen hat, dann solch blasse und farblose, ja gähnend langweilige Figuren zu umschreiben? Kate wirkte mit ihren nun doch schon 17 Jahren wie ein pubertierendes Gör, dass ständig von Eifersucht geplagt wurde. Die erste Liebe ist ja schön und gut und dennoch sollte man auch als Autorin etwas näher an der Realität bleiben, oder etwa nicht?

Sicherlich wartet auch dieser Romantasyroman wieder mit einer etwas neuen Idee, der der Renevants auf, so sind es doch lebende Untote, gerne indirekt auch Zombies genannt, aber selbst das konnte mich nicht von dem Herzschmerz und Geschleime ablenken, das ich auf jeder Seite lesen durfte. Es gab keine richtige Handlung (wenn man das gegenseitige Anhimmeln nicht als Handlung ansehen kann) und der kleine Showdown zum Ende konnte es dann auch nicht wieder gut machen. Mir war klar, wie der Bösewicht tickt, was er vorhat, was Geschehen wird und so weiter.

Bei diesem Roman hat mich eigentlich so ziemlich alles aufgeregt, was einen stören konnte. Ich bin mir sicher, der ein oder andere der sehr gerne Romantasy liest oder generell noch wenig bis kaum Erfahrungen in diesem Bereich hat, wird das Buch ganz in Ordnung finden, vielleicht sogar lieben. Wenn man aber, so wie ich mit diesem Genre vertraut ist, stellt man fest das nur altbackende Klischees bedient werden, alles schon mal da gewesen ist und sich die Geschichte daher als sehr zäh und klebrig süß wie Kaugummi zieht. 2 Sterne habe ich dann letzten Endes noch wegen des Covers gegeben und weil mir die Idee der Renevants eigentlich gefiel. Da dies ein Auftakt zur Trilogie ist, weiß ich schon jetzt, ich werde definitiv nicht weiter auf diesen alten Kaugummi rum kauen und ihn daher in die nächste Tonne spucken.

Fazit: Sicherlich ein toller Roman für Romantasyfans, alle anderen, die so was schon zur Genüge gelesen haben: lasst die Finger davon oder bildet euch eure eigene Meinung. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden'
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