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Von Mann & Maus: Die Welt des Walt Disney
 
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Von Mann & Maus: Die Welt des Walt Disney [Gebundene Ausgabe]

Andreas Platthaus
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 255 Seiten
  • Verlag: Henschel Verlag; Auflage: 1 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894874023
  • ISBN-13: 978-3894874025
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 322.546 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andreas Platthaus
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Andreas Platthaus erzählt Anekdoten, Interessantes und Wissenswertes über den Menschen Walter Elias Disney und das Imperium Disney. Walt Disney, das ist einerseits der als gute Mensch von Hollywood geltende Kulturschaffende und Perfektionist (wie er wirklich war, erzählt eine andere Geschichte: Der König von Amerika von Peter Stephan Jungk) und andererseits das Studio Walt Disney. Es war zu Beginn des Zeichentricks -- in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts -- die Wunderkammer, in der 1928 der erste populäre Zeichentrick-Tonfilm entstand, 1932 den ersten Film im Dreibandfarbenverfahren von Technicolor zeigte und damit einen Standard für die gesamte Filmindustrie setzte und zudem 1937 erstmals Zuschauer mit einem abendfüllenden Zeichentrickfilm in die Kinos lockte.

Walt Disney ist bis heute ein Synonym für Zeichentrick geblieben. Disney prägte mehr als eine ganze Generation, Disney hinterlässt Spuren und beeinflusst unser Leben. Autor Platthaus -- "Reduckteur" im Feuilleton der FAZ und Ehrenpräsident der Donaldisten -- wurde im Todesjahr Walt Disneys geboren. Er schreibt in dieser Disney-Biografie über das Ideal des Weltentwurfs des Medien-Tycoons, der zur perfekten Verkörperung des amerikanischen Traums wurde und dessen Maus als Inbegriff Amerikas steht. Arbeitete Disney zeitlebens daran, künstliche Figuren zum Leben zu erwecken und wurde dadurch selbst zur Kunstfigur, so will Platthaus mit dieser Biografie der Kultfigur Walt Disney Leben einhauchen und sie wieder beseelen. Er kehrt dabei im Gegensatz zu Disney den Prozess um und analysiert die Disney-Produktion vom Endprodukt und den einzelnen Fertigungsstufen her, und nähert sich so den Ideen und Idealen, die den Menschen Walt Disney bewegten, beeinflussten und auszeichneten. Platthaus entzaubert den Mythos Walt Disney mittels 256 Seiten geballter Information -- in einem äußerst gut lesbaren Text, der passagenweise durchaus witzig und gelegentlich auch kritisch daherkommt.

Ein Buch, das einen neuen Blick auf die Welt des Walt Disney und seine Zeichentrickfilme ermöglicht und dem Leser jede Menge an Detailwissen vermittelt. Eine Filmografie mit allen langen Trick- und Kombinationsfilmen von 1937 bis 2001 vervollständigt den Text. --Mathias Mahler

Kurzbeschreibung

Niemand hat mehr Oscars für sein Filmschaffen erhalten als Walt Disney. Niemand hat die Welt des Comics so sehr verändert wie er. Doch Walt Disney war weit mehr als ein überaus begabter Zeichner und visionärer Filmemacher. Als einflussreicher Produzent und Chef eines der wichtigsten Hollywood-Studios war er zugleich einer der großen Medien-Tycoone dieses Jahrhunderts. Ihm wurde der Beruf zur Berufung, weil er davon überzeugt war, gleichsam die Seele Amerikas zu verkörpern. In der Biografie von Andreas Platthaus steht weniger der Mensch Disney im Mittelpunkt als das Ideal seines Weltentwurfs. In brillanten Betrachtungen zu den klassischen, aber auch zu weniger bekannten Filmen beschreibt Platthaus die Bedeutung der technischen Innovationen der Zeichentricksprache und deckt die ästhetischen und sozialen Grundmuster Disneys auf: die nie wirklich erwachsen werdenden Figuren etwa oder das Modell Entenhausen. Es ist die unveränderte Aktualität dieser Motive, die dafür gesorgt hat, dass Disney überall auf der Welt Alltag wurde.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle Disney-Fans!, 19. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Von Mann & Maus: Die Welt des Walt Disney (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Buch für alle, die immer schon mehr über die Story von Walt Disney wissen wollten!
Ausführlich werden die schwierigen ersten Jahre des jungen Walt bis hin zu einem Millionenunternehmer beschrieben!
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen... Es lässt einen nicht los!

Wirklich gut!

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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Anti-dyonisische Fleißarbeit der Ehren-PräsidEnte, 13. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Von Mann & Maus: Die Welt des Walt Disney (Gebundene Ausgabe)
„Der griechische Gott Apollo, der die Artikulierbarkeit der Welt
verwalten sollte, war ursprünglich auch der Gott, der das Getreide vor
Mäusen schützte. Mickey Mouse, zentrale Figur der Disneyschen
Mythologie, symbolisiert deshalb auch ein anti-apollinisches
Prinzip."
Dieser Unfug von Boris Groy erschien 1991 in der
samstäglichen FAZ-Beilage „Bilder und Zeiten", und wenn der
Donaldist, Philosoph, Betriebswirt, Rhetoriker und verantwortliche
Redakteur dieser Beilage, Andreas Platthaus, eine Walt
Disney-Biographie schreibt, hofft man auf vergleichbar durchgeknallte
Analysen. Immerhin ist er gemeinsam mit Patrick Bahners für das
Einschmuggeln von Erika-Fuchs-Deutsch in FAZ-Überschriften bekannt
geworden. Die im Henschel-Verlag erschienene Biografie „Von Mann
und Maus. Die Welt des Walt Disney" ist allerdings frei von
donaldistischem Sinngut. Er selbst beschreibt sie als Versuch, Disney
jenseits der Dämonisierung durch Marc Eliot als „Hollywoods dunklem
Prinzen", auf der Grundlage seines Werkes zu analysieren. Das
Ergebnis ist eine detaillierte, aber lieblos bebilderte Chronologie
der disneyschen Wirtschaftsgeschichte und technischer Innovationen,
und daß ist interessant, aber wenig.
Disney lädt Leni Riefenstahl
ein und trifft sie einen Monat nach der Reichspogromnacht? Okay, aber
er schätzte auch Sergej Eisenstein. Er liefert Senator McCarthy
Mitarbeiter ans Messer? Naja, er war halt von Gewerkschaften
enttäuscht und ein wenig paranoid. Außerdem vertraute ihm das FBI
nicht einmal, obwohl alle Agenten freien Eintritt in Disneyland
erhielten. Schwarze, Juden, Gewerkschafter und Frauen in
Führungspositionen mochte Disney nicht, aber er päppelte streunende
Katzen auf und war auch sonst ein feiner Kerl: „Walt Disney
errichtete ... sein eigenes Imperium, aber er begründete es nicht auf
Blut und Boden, sondern auf Träumen. Er wurde dadurch zum
erfolgreichsten Eroberer seiner Zeit, weil er Herzen und Hirne
besetzte. Doch im Gegensatz zu anderen Diktatoren seiner Epoche
verfolgte er machtpolitische Ziele, die sich auf das Imaginäre
beschränkten."

Disneys Träume wurden allerdings Realität. Nach
dem Erfolg der Stabilbauweise gegenüber dem Atem des bösen Wolfs
wurden in Kalifornien ganze Siedlungen aus Ziegeln errichtet und die
Parks des Patriarchen sind keine Erholungsstätten, sondern begehbare
Prototypen einer besseren Welt in der eine vernünftige Detektiv-Maus
Verbote verfügt. Letzten Endes propagierte der Kontrollfreak Disney
keine magische Demokratie, sondern ein Königreich und seine Welten
dienten der Umwandlung von Besuchern in - gelegentlich aufsässige -
Untertanen. Mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt Platthaus die
tiefe Enttäuschung Disneys über den Erfolg Donald Ducks, dessen
Beliebtheit bald die des disneyschen Alter Egos Micky Maus
übertraf. Eine Identifikation, die so weit ging, dass Disney den Oskar
für einen Donald-Film im Jahre 1940 als persönlichen Affront der
Academy empfand, derweil seine kreuzbrave Maus ins Abseits geriet. Als
Donaldist hätte Andreas Platthaus gewarnt sein können, die längst
anti-dyonisische Maus zu präferieren.

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