Wow, ja da haben die Jungs von Thormesis aus Rothenburg ob der Tauber aus der mittelfränkischen Region unserer Republik aber mal ganz genau meinen Geschmack getroffen. Mit ihrem neusten Werk "Von Leere Und Tod" machen sie es meinem CD-Player nicht einfach und das nur aus dem Grund, weil dieser das neue Album des düsteren Pagan-Quartetts immer und immer wieder anspielen muss. 2006 kamen die Bandmitglieder Travos (Gesang, Gitarre), Keltor (Schlagzeug, Gesang)und Hagolt (Bass) auf die glorreiche Idee eine heidnische Black Metal-Band zu gründen, was ihnen erfolgreich gelungen zu sein scheint. Im April 2007 stieß Berucas als zweiter Bassist zur Band. Nach ersten Demoaufnahmen im September 2007 ergänzte Velsir als zweiter Gitarrist das Line-Up, der von da an zusammen mit Keltor die Zweitstimme hinter Hauptsänger Travos übernahm. Bassisi Hagolt verließ im selben Jahr die Band, was dem Erfolg keinen Abbruch tun sollte. Mit einem Demo, einer Eigenveröffentlichung und einem Album namens "Vergangene Asche", das via Düsterwald Produktionen erschien, gingen Thormesis bereits mit den Apokalyptischen Reitern und Black Messiah auf Tour, so dass die Geburt des zweiten offiziellen Albums, trotz Änderungen im Line-Up eigentlich kein Wunder ist. Harter, mitreißender, kraftvoller Black Metal trifft hier auf ein melodisches Pagan-Gewand und vereinigt sich so atemberaubend und ausgegoren, dass man als Hörer eigentlich nicht mehr von dieser Intensität und brutalen Kraft verlangen kann. Fern vom kitschigen Pagan-Geschunkel ist hier ein Album entstanden, das durch Abwechslung besticht. Die verschiedenen Gesangsstile und Growls variieren gekonnt und angemessen und jeder Songs bekommt durch eigene Rhythmik und durch eigene melodische Besonderheiten, einen ausgefallenen Anstrich, ohne den düsteren, kräftigen Weg des Black Metals gänzlich zu verlassen. Besonders die Songs "Sterbend Herz" und "Des Wolfes letzter Gang" überzeugen durch die ausgereiften Metal-Komponenten. Erwachsen, durchdacht und musikalisch gereift klingt "Von Leere und Tod" und wird so sicher viele Anhänger begeistern können. Wer sich also von den acht neuen Songs dieser Truppe begeistern lassen will, Pagan- und Black Metal Liebhaber ist, und sich auch von Stücken, die sich über neun Minuten hinweg entwickeln, nicht abschrecken lässt, sollte unbedingt bei diesem Album zugreifen. Eine Produktion die mich voll überzeugt. Und so weiß mein CD-Player nun schon, welches Martyrium nun wieder auf ihn zu kommt: "Von Leere und Tod" immer und immer wieder!