Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Film der zum Nachdenken anregt, 30. Oktober 2008
Robert Redford hat mit seinem Film "Von Löwen und Lämmern" ein Werk geschaffen, dass eine brisante politische, sowie soziale Thematik behandelt und unterschwellig Kritik an den Handlungen der USA übt.
Die Handlung des Films setzt sich aus drei, anfangs unabhängig voneinander erscheinenden Episoden zusammen. Erst im weiteren Verlauf wird die Abhängigkeit der einzelnen Geschichten zueinander deutlich, die nicht nur zeitlich, sondern auch thematisch miteinander verbunden sind.
In Washington trifft Senator Irving (Tom Cruise), angehender Präsidentschaftskandidat, auf die engagiert-routinierte Journalistin Janine Roth (Meryl Streep). Er eröffnet ihr eine neue Strategie der USA im Kampf gegen die Taliban im afghanischen Hindukusch. Während er versucht, Janine von der neuen Strategie zu überzeugen, kommen der Journalistin bereits Zweifel an der Glaubwürdigkeit ihres Interviewpartners.
Parallel dazu werden die beiden Soldaten Arian und Ernest eingeführt, die zeitgleich ihren ersten Einsatz im Hindukusch absolvieren. Die beiden Studenten haben sich freiwillig gemeldet, um ihrem Land zu dienen.
Als dritte Episode läuft wiederum ein Gespräch in der Uni zwischen Professor Dr. Malley (Robert Redford) und seinem Studenten Todd, der sein Studium in letzter Zeit schleifen lässt. Todd vertritt die Meinung, dass jeder persönliche Einsatz im Leben, sei es für die Politik oder das soziale Zusammenleben, keinerlei Veränderungen herbeiführt. Um seinen Schützling wieder in die richtige Bahn zu lenken, erzählt ihm Dr. Malley die Geschichte von Arian und Ernest, für die er selbst verantwortlich ist.
Redford thematisiert in seinem Film Fragen rund um die ethische Verantwortung jedes Einzelnen, sowie die Glaubwürdigkeit von Politik und Medien. So kommen schnell Zweifel an der enthusiastisch vorgetragenen Strategie des Senators Irving. Die ihm zu seinem entscheidenen Aufstieg verhelfen soll. Cruise und Streep liefern sich dabei ein ansehnliches Wortduell. Vor allem Tom Cruise gefällt einem unerwartet gut, in der Rolle des jungen, charismatischen, aufstebenden Politikers, der seine Gesprächspartnerin mit Charme versucht um den Finger zu winkeln. Meryl Streep überzeugt hingegen mit Gestik und Mimik und gekonnten Reaktionen auf Irvings Äußerungen. Am Ende muss aber sie den Konflikt mit sich selbst austragen, die Story sofort zu senden, obwohl diese in alle Richtungen am "stinken" ist. Werden die Medien doch viel zu oft von der Politik missbraucht.
Der Professor hingegen versucht, einen durch die Medien und durch negative Erfahrungen abgestumpften jungen Mann, wieder auf den richtigen Weg zu bringen und ihn von seinem eigenen Handeln mehr zu überzeugen. Hat er doch einst auch die beiden Studenten Ernest und Arian aufgefordert sich Ziele im Leben zu setzen.
Fazit:
"Von Löwen und Lämmern" zeigt wunderbar auf, wie wenig Wahrheit hinter groß aufgemachten politischen Kampagnen steckt, wie wichtig die eigene Courage ist und wie "leicht" sich Medien manipulieren lassen und manipulieren können. Robert Redford zeigt aber auch das jeder einzelne ein Gefangener des Systems sein kann und das es wichtig ist seine eigene Courage zu entdecken und zu nutzen. Der Film ist keine leichte Kost, aber er regt wunderbar zum Nachdenken an und verdient sich nicht nur deswegen, sondern auch wegen seiner großartigen Darsteller 5 Sterne.
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Entscheide Dich!!, 14. April 2008
Der Film ist, oberflächlich betrachtet, ein amerikanisches Politikdrama über Helden, Militär, Terroristen und jeder Menge Pathos.
Aber lassen wir mal die Taliban, die Kriegsmaschinerie, Politiker, USA-Flaggen und vergleichbares Dekor weg.
Was bleibt dann?
Eine Parabel an das Leben.Die eine Frage, die sich jeder schon (mindestens)einmal gestellt hat.
Was wäre wenn?
Oder:
Wäre ich einen anderen Weg gegangen, wo wäre ich dann?
Es geht hier ganz klar um Entscheidungen.Um die Gewissensfragen vor einer, und die Konsequenzen nach einer Entscheidung.
Wie dieses Thema umgesetzt wurde, ist schon beachtlich.
Excellente Dialoge, kunstvolle Kameraeinstellungen, passender Soundtrack und -nicht zu vergessen- die einmalige Auswahl an Schauspielern.
Natürlich kann sich der Eine oder Andere an Tom Cruise, den Längen im Film oder das Ende stören.
Meiner Meinung nach ist das Gesamtwerk aber nahezu perfekt gelungen.
Für meinen Geschmack ist es nur leider etwas zu kurz geraten.
Mein Fazit:
Wer bei einem Film Wert auf Dialoge und Anspruch legt und auch noch am nächsten Tag über das Gesehene nachdenken möchte, ist bei "Von Löwen und Lämmern" sehr gut aufgehoben.
Bonusmaterial:
Von Löwen und Lämmern" Teaser-Trailer & Kino-Trailer
Walküre" Trailer
Audiokommentare Audiokommentar von Regisseur Robert Redford
Making-Of Von Löwen und Lämmern"
Der rote Faden / Drehbuch, Handlung
Die Wiedergeburt eines Filmstudios: United Artists
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es gibt keine Fakten..., 30. März 2008
...lässt Regisseur Robert Redford seine Reporterin Janine Roth(Meryl Streep) in einem Interview mit dem ehrgeizigen Senator Jasper Irving(Tom Cruise) sagen. Nach 88 Minuten -Von Löwen und Lämmern- müssen wir uns dieser Feststellung(leider) bedenkenlos anschließen. Redford hat mit seiner Inszenierung einen äußerst geschickten Schachzug verfolgt. Das, was vielen Schriftstellern zum Geniestreich verhalf, hat Redford auf das Medium Film übertragen. Er beleuchtet die große Misere Amerikas mit dem Krieg gegen den Irak, in drei Einzelschicksalen. Dabei wird er niemals polemisierend oder rechthaberisch. Redford benutzt die Bilder als Anstoß für den Zuschauer, nicht als vorgefertigte Meinung.
Die Reporterin Janine Roth interviewt den Senator Irving. Der ist der kommende Mann in der Politik und zeichnet für die neue Taktik der amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan verantwortlich. Irving will mit Roth einen Deal abschließen. Sie erhält Informationen und er dafür im Gegenzug eine gute Presse. Dabei versucht Irving alten Wein, nämlich die gescheiterte amerikanische Vietnam-Kriegstatktik, in neuen Schläuchen zu verkaufen. Doch Roth ist nicht dumm. Sie prüft Irving mit geschickten Fragen auf Herz und Nieren und ist erschreckt, über dessen Ansichten. Am Ende muss sie entscheiden, wie sie mit dem Interview umgehht.
Zur gleichen Zeit begleiten wir die zwei Soldaten der amerikanischen Armee, die früher bei Professor Malloy(Robert Redford) studierten. Beide haben sich für die Armee entschieden, um etwas für das Land zu tun. Bei einem Platoon-Vorstoß sollen sie einen strategisch wichtigen Hügel besetzen. Sie ahnen nicht, dass sie in eine verhängnisvolle Falle tappen, aus der es kein Entrinnen mehr gibt...
Zur gleichen Zeit führt Malloy in der Uni ein Gespräch mit dem talentierten Politikstudenten Todd(Andrew Garfield). Todd weiß, wie die Mühlen der Politik mahlen, aber er kann sich nicht entscheiden, etwas zu tun. Malloy versucht mit Geschick und Überredungskunst den Jungen dazu zu bringen, etwas für sein Land zu tun. Und zwar nicht mit der Waffe in der Hand, sondern mit vielen anderen Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. In diesem Gespräch erfahren wir auch, wie der Film zu seinem Titel kam. Im erten Weltkrieg, bei der Schlacht an der Sommme, waren die Deutschen derart von der Kampfkraft der britischen Soldaten beeindruckt, aber auch gleichzeitig von der Unfähigkeit ihrer Führung entsetzt, dass sich das Zitat: "Ich habe noch nie solche Löwen gesehen, die von solchen Lämmern geführt wurden" über den Krieg gerettet hat.
Redford hat mit -Von Löwen und Lämmern- einen erwachsenen, kritischen Film über Amerika und den Krieg gedreht. Als Zugabe für diesen kritischen Stoff ist die Besetzung mit Cruise, Streep und Redford selbst ein absoluter Bonus. Redfords persönliche Meinung, dass die Medien, das Bildungs- und Erziehungssystem, so wie das Militär versagt haben, lässt er uns im Film nicht mit einer Hau-Drauf-Mentalität spüren. Ganz im Gegenteil, wir haben das Recht zu entscheiden, Redford liefert lediglich die passenden Bilder dafür.
Wer Redford auf seiner Promotion-Tour für den Film hören und sehen konnte, der weiß, wie ernst es ihm mit dem Thema ist. -Von Löwen und Lämmern- ist engagiertes Kino für ein breites Publikum. Mitten aus dem Leben und doch manchmal vom menschlichen Verständnis so unendlich weit entfernt. Schön, wenn es mehr mutige Männer wie Redford geben würde.
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