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Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern: Berufe aus vergangenen Zeiten
 
 
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Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern: Berufe aus vergangenen Zeiten [Gebundene Ausgabe]

Michaela Vieser , Irmela Schautz
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern: Berufe aus vergangenen Zeiten + Heimatkunde für Fortgeschrittene: Bodenlose Löcher, Lügenmuseen und andere kuriose Sehenswürdigkeiten + Verschwundene Arbeit - Von Barometermachern, Drahtziehern, Eichmeistern, Lustfeuerwerkern, Nachtwächtern, Planetenverkäufern, Rosstäuschern, ... und vielen anderen untergegangenen Berufen
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (15. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570100588
  • ISBN-13: 978-3570100585
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.782 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine höchst interessante und kurzweilig-vergnügliche Geschichtslektion die aufschlussreiche Blicke in die Vergangenheit gewährt." (MDR1 "Drei-Länder-Nacht" )

„Eine schöne, leicht zu lesende und empfehlenswerte Form der Geschichtenvermittlung, weil aus dem vollen Leben gegriffen." (WDR 5 Leonardo – Wissenschaft und mehr )

"Die schrägsten Berufe der Geschichte." (Bild )

Kurzbeschreibung

Die Welt der verschwundenen Berufe – vergnüglich erzählt und prachtvoll illustriert

Von Ammen, Quacksalbern oder Köhlern mag der ein oder andere schon gehört haben. Doch welche Arbeiten sich hinter Namen wie Sandmann, Rosstäuscher oder Beutetürke verbergen, weiß heute niemand mehr. Solchen verschwundenen Tätigkeiten forscht dieser wunderschön illustrierte Band nach. Mit detektivischem Spürsinn haben Michaela Vieser und Irmela Schautz in Archiven, auf Gemälden oder in Romanen ausgestorbene Berufe ausfindig gemacht und ihren gesellschaftlichen Hintergrund beleuchtet. Sie erzählen zum Beispiel, dass der Kaffeeriecher als Teil des preußischen Steuersystems in Häusern nach geschmuggeltem Kaffee schnüffelte, oder berichten vom Abtrittanbieter, der mit Eimern auf Messen eine schnelle Lösung für kleine und große Bedürfnisse anbot.

Eine höchst vergnügliche Alltagsgeschichte der Arbeit und des Wirtschaftens.

• Sittengemälde vergangener Zeiten und zugleich Wirtschafts- und Sozialgeschichte
• Geschenkbuch in liebevoller Ausstattung mit zahlreichen farbigen Originalillustrationen



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Kundenrezensionen

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Berufe aus vergangenen Zeiten 15. November 2010
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Obwohl dies nicht das erste Buch von vergessenen Berufen auf dem Markt ist, so finde ich es immer wieder interessant solchen Berufen nachzuspüren, denn sie zeigen wie sehr sich die Welt wandelt und das auch wir heute mit unseren Berufen nur ein teil eben dieses Wandels sind. Das Buch VON KAFFEERIECHERN, ABTRITTANBIETERN UND FISCHBEINREISSERN von Michaela Vieser & Irmela Schautz bietet eine ansehnliche Auswahl an kuriosen und auch damals notwenigen Berufen an, einige mögen in der einen oder anderen Form noch überlebt haben, anderen trauert man wahrlich nicht hinterher und viele von eben diesen Berufen haben bei ihrem Wegfall Eruptionen und Wellen der Tragik ausgelöst. Darum lerne aus der Vergangenheit um der Zukunft zu begegnen.

Kennen Sie folgende Berufe oder können Sie sich etwas unter folgenden Begriffen vorstellen?

Abtrittanbieter, Ameisler, Fischbeinreißer, Märbelpicker, Sandmann oder Zeidler.

Bei diesen Berufen wissen Sie bestimmt schon eher was sich dahinter verbirgt, oder?

Lumpensammler, Amme, Lithopraph, Quacksalber, Scharfrichter, Wanderprediger oder Silhouettenschneider.

Das Buch besticht durch seine den vergessenen Berufen zugeordneten Erklärungen und die historischen Bezüge. Insbesondere die aus der jeweiligen Zeit stammenden Texte sind zeitweilig sehr erheiternd und berührend. Um einige Berufe ist es schade, das andere verschwanden ist wohl ein Glück, denn sowohl der Mensch wie auch die Umwelt waren dadurch arg gebeutelt worden.

24 unterschiedliche Berufe werden in dem Buch VON KAFFEERIECHERN, ABTRITTANBIETERN UND FISCHBEINREISSERN von Michaela Vieser & Irmela Schautz das auch mit schönen und interessanten Abbildungen das Auge erfreut und die Texte dadurch lebendiger werden lässt.

Den Berufen wurde insgesamt gut nachgeforscht, die Erklärungen und die historischen Textbezüge gefallen und das Buch ist dadurch ein schönes Werk zu historischen Berufen, die fast längst vergessen erscheinen.

Empfehlenswert!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dass ein Köhler zumeist im Wald seiner Tätigkeit nachging und mittels viel Holz und Feuer in Köhlerhütten Holzkohle herstellte, das mag noch weitgehend bekannt sein, obwohl der Beruf seit gut einem Jahrhundert bereits ausgestorben ist.

Dass aber ein Kaffeeriecher nichts mit einem Gourmet zu schaffen hat, sondern als ausgewiesene "Spürnase" im alten Preußen dazu diente, Schmuggelware zu entdecken, dass ein Abtrittanbieter keine Trittleitern vorbeibrachte, sondern mit zwei großen Eimern bewaffnet auf öffentlichen Veranstaltungen Erleichterung in Form einer primitiven Toilette anbot, dies sind sicherlich Informationen, die weitgehend unbekannt im Dunkel vergangener Zeit verschollen sind.

Verschollen waren, müsste man besser sagen, denn Michaela Viesser und Irmela Schautz haben sich auf eine ganz besondere Spurensuche begeben. Längst nicht mehr ausgeübte, vielfach ganz vergessene Berufe haben die Autorinnen auf dieser Spurensuche gefunden und nun mit diesem Buch wieder neu in anschaulicher und lesenswerter Weise ins Bewusstsein gehoben.

Berufe von ganz alltäglichen, lange die Städte begleitender Art wie Lumpenssammler, Rohrpostbeamtin, Scharfrichter und Wanderprediger werden vor Augen geführt, aber auch sehr exotische Tätigkeiten wie der Allesschlucker, der Urinwäscher (der sein eigenes Waschmittel im Körper bereits mitbrachte) und der Kammertürke.

Was genau den Beruf eines Ameislers ausmachte oder was genau eigentlich ein Märbelpicker sein mag, all dies sind bestens aufbereitete Informationen zu insgesamt 24 verschiedenen, alten Berufen, die die Autorinnen im Buch bieten und damit in anregender Form mit einem leicht melancholischen Blick auf längst vergangene Zeiten auch ein Stück historisches und soziales Leben wieder ins Bewusstsein rücken.

Das gesamte Buch ist aufwendig und ästhetisch ansprechend gestaltet, die Texte ausreichend, aber nicht ausufernd gehalten, die ein oder andere augenzwinkernde Betrachtung findet ihren Platz in den einzelnen Kapiteln ebenso, wie zu jedem der Berufe eine ansprechende, farbliche Zeichnung das Wesen des je beschriebenen Berufes in künstlerischer Gestaltung illiustriert.

Ein Buch, das zum Verweilen und Schmökern einfach wie gemacht ist, mit einer Fülle von fundiert recherchierten Details aufwartet und dabei noch leicht und locker geschrieben ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Personen mit Schnüffelnase und wichtigtuerischem Auftreten wurden von Friedrich dem Großen als Kaffeeriecher eingesetzt, 30. Die Autorin Michaela Vieser und die Illustratorin Irmela Schautz stellen in diesem Buch textlich und visuell (mittels witziger Illustrationen) ausgestorbene Berufe vor. Es handelt sich bei diesen Berufen um folgende: Abtrittsanbieter, Allesschlucker, Ameisler, Amme, Bänkelsänger, Fischbeinreißer, Fullone/Urinwäscher, Kafferiecher, Kammertürke, Hofmohr, Inselindianer, Köhler, Lichtputzer, Lithograph, Lumpensammler, Märbelpicker, Paternostermacher/Bernsteindreher, Quacksalber, Rohrpostbeamtin, Rosstäuscher, Sandmann, Scharfrichter, Sesselträger, Silhouettenschneider, Wanderprediger und Zeidler.

Frau Vieser beschreibt die jeweiligen Berufe mit knappen Worten, benennt deren wesentliche Kennzeichen und die aktive Zeit, in der die besagten Berufe ausgeübt wurden. Anschließend erzählt sie die Alltagsgeschichte der Berufe und fügt Anekdoten und Dokumente in diese Geschichten ein. Beigegeben ist immer eine farbige Illustration vom Irmela Schautz, die textlich kurz erläutert wird.

Die exotischen Lakeien an fürstlichen Höfen während der Barockzeit prägten die folkloristische Vorstellung im Hinblick auf Schwarze, Indianer und Türken in Europa für lange Zeit. Zur Entourage der barocken Fürstenhäuser zählten neben Zwergen und Riesen, Kammertürken, Hofmohren und Inselindianer. Die osmanischen Männer machte man zu "Kammertürken", die für das Sieden von Kaffee, das Bedienen bei Tisch, für Botengänge und dererlei Dinge zuständig waren. Man kleidete sie in Pluderhosen und Kaftan. Ähnlich wie mit den "Beutetürken" ging man mit den Schwarzen und Indianern vor. Die Autorin berichtet in diesem Zusammenhang von Angelo Soliman (1721-1796), dem wohl berühmtesten Hofmohr Wiens. Er war der Kammerdiener der Fürsten von Liechtenstein und begleitete seinen Herren auf Audienzen und Feldzügen. Soliman wurde 1781 sogar in die Wiener Freimauerer-Loge aufgenommen. Dieser Loge gehörte auch Haydn und Mozart an, (vgl.: S.87). Kammerdiener, Inselindianer und Hofmohren erhielten ein volles Gehalt für ihre Dienste und waren offenbar keine Leibeigenen. Immerhin.

Es führt zu weit, hier alle Berufe kurz zu skizzieren. Die Mentalität der Rosstäuscher hat sich bis zum heutigen Tag in anderen Berufen erhalten, nicht zuletzt in dem des windigen Verkäufers unterschiedlichster Produkte. Das Erkennungszeichen eines Rosstäuschers ist Redegewandtheit.

Sich in einer Sänfte von A nach B schleppen zu lassen, bedarf einer gewissen Mentalität, die Humanisten in allen Jahrhunderten fremd gewesen sein dürfte.

Eine kurzweilige Gute-Nacht-Lektüre, die verdeutlicht, dass die Zeiten sich zwar stets ändern, doch wir uns nicht immer mit ihnen, denn die Scharfrichter und die Rosstäuscher sind leider immer noch nicht wirklich ausgestorben, ebenso wenig wie die Quacksalber und die Allesschlucker...

Empfehlenswert.
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