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Von Herzinfarkt bis Schlaganfall
 
 
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Von Herzinfarkt bis Schlaganfall [Gebundene Ausgabe]

Annette Bopp
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Herz und Kreislauf bestimmen unser Leben – können wir es uns leisten, Raubbau damit zu betreiben?Erkrankungen kommen nicht aus heiterem Himmel – Warnzeichen zu erkennen kann also lebensrettend sein. Frauen sind inzwischen ebenso gefährdet wie Männer – aber sie werden oft nicht angemessen behandelt. Effektive Therapien sind verfügbar – Bescheid wissen hilft Ängste abbauen.

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Jede Neuerscheinung auf dem Markt der schon zahlreich vorhandenen Gesundheitsratgeber in Sachen Herz/Kreislauf leistet auch einen mehr oder weniger effizienten Beitrag zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes.

Das vorliegende Buch versteht sich mit seinen 335 Seiten Umfang nach eigener Aussage als Nachschlagewerk für moderne Behandlungskonzepte, als Wegweiser zu einer optimalen Behandlungsqualität sowie als Begleitbuch für das Leben nach überstandener Krankheit.

Als Herausgeber fungiert die Stiftung Warentest, Verfasserin ist Anette Bopp, eine Diplombiologin, die auch schon andere Ratgeber verfaßt hat. Den wissenschaftlichen Sachverstand haben führende Experten der Herz-Kreislauf-Medizin eingebracht, wobei das Buch selbst sich nicht vordergründig wissenschaftlich geriert.

Schon das umfangreiche Inhaltsverzeichnis signalisiert eine breit angelegte Darstellung der alltäglich-praktischen Kardiologie, die beinahe schon Lehrbuchcharakter annimt. Dem Thema Schlaganfall wird zusätzlich viel Platz eingeräumt. Das Werk ist reich bebildert und die prägnanten Texte sind abwechslungsreich gegliedert.

Wir haben uns die Kapitel " Koronare Herzkrankheit" und "Herzinfarkt" intensiver angeschaut und Ausschau danach gehalten, inwieweit sie uns geeignet scheinen, mitzuhelfen, der Krankheit Einhalt zu gebieten. Zunächst bleibt festzuhalten, daß die alleinige Ursache für 168 000 erlittene Herztode im Jahr 2000 in diesem Buch beinahe ausschließlich auf Koronarsklerosen zurückgeführt wird.

Auch die akut auftretenden Beschwerden der stabilen und instabilen Angina pectoris finden damit eine einfache Erklärung. Erstere werde eher duch stabile Verkalkungsvorgänge hervorgerufen, während letztere durch instabile Plaques ausgelöst werde, die eine verhängnisvolle Gefäßverschluß-Automatik in Gang setzten. Die gesamten Ausführungen dazu sind praktisch identisch mit der Leitlinie: Koronare Herzkrankheit / Angina pectoris der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Als "Böser Bube" fungiert natürlich unverändert das erhöhte Cholesterin. Immerhin wird zugestanden, daß es zusätzlich einer Reihe anderer Voraussetzungen bedarf, bis es zur Katasstrophe kommt. Breiter Raum wird den manipulativ-chirurgischen Verfahren gewidmet. Eine ganze Bypassoperation wird im Geiste mit dem Leser durchgespielt.

„Wer eine koronare Herzkrankheit hat" behauptet die Autorin gleich zu Beginn des Kapitels HERZINFARKT, „lebt ständig unter dem Damoklesschwert des Herzinfarkts".Das allerdings stimmt nun wirklich nicht. Ausführlich erläutert sie dann noch einmal die Theorie vom aufgebrochenen Plaque, der konsekutiven Thrombenbildung mit finalem Gewebsuntergang. Intensivstation, Lysetherapie und alle anderen Behandlungsmöglichkeiten werden ausführlich dargestellt. Mit der Schilderung von Rehabilitation und einem Leben nach dem Infarkt endet das Kapitel.

Zum Schluß erhebt sich die Frage, ob in diesem Buch auch auf andere Meinungen zum Thema hätte hingewiesen werden sollen. Denn nicht alles, was als therapeutisch richtig dargestellt wird, ist auch unumstritten. Das betrifft gleichermaßen das medikamentöse, manipulative und chirurgische Vorgehen. Insbesondere aber gibt es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Infarktursachen. Es mehren sich die Stimmen, die es für möglich halten, daß ein gestörter Myokardstoffwechsel in der Mehrzahl der Fälle als Hauptverursacher des Herzinfarkts in Betracht gezogen werden muß.

Wenn es so wäre, bliebe das nicht ohne Konsequenzen für die Betroffenen, die dann ganz anders behandelt werden müßten. Sehr wahrscheinlich ließen sich dann auch die Sterberaten senken. Verpflichtung genug für den Autor eines jeden Buches, das sich mit dem Thema Herz und Herzinfarkt beschäftigt, auf solche Zusammenhänge hinzuweisen und den Betroffenen Gelegenheit zu geben, sich ein eigenes Bild zu machen.

Näheres dazu läßt sich den folgenden Büchern zum Thema entnehmen, die im Literaturverzeichnis des hier besprochenen Buches keine Erwähnung finden:

Hans Schaefer u.a. als Hrsg.
Herzinfarkt-Report 2000
Urban & Fischer
1.Aufl.2000
ISBN 3-437-21776-3

Dr.Peter Hain, Werner J.Wilhelm Wicker
Die neue, sanfte, ganzheitliche Kardiologie
Neue Wicker Kliniken, 61231 Bad Nauheim
1.Aufl.2001
ISBN 3-00-008276-X

Rolf-Jürgen Petry
Strophanthin, die Fehlbeurteilung
eines außergewöhnlichen Medikaments
Verlag Florilegium
1.Aufl.2003
ISBN 3-00-010149-7

Sroka Knut
Herzinfarkt vermeiden
Psychosozial-Verlag
2.Aufl.2003
ISBN 3-89806-139-6

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