Das Buch "Von Allah zum Terror" von Hans-Peter Raddatz ist in diesen Tagen wichtiger denn je. Gestern wurde das vorläufige "Kopftuchurteil" des Bundesverfassungsgerichtes verabschiedet. Die Stimmen in der Bevölkerung zum gestrigen Urteil sind recht kontrovers und oft mangelt es den Befragten auch an fundierter Information. Gestern kam es in einem TV-Streitgespräch zwischen der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer und der deutschen Konvertitin Maryam Brigitte Weiß sowie dem Grünenpolitiker Cem Özdemir und Frau Weiß zu sehr aufschlußreichen Kontroversen. Frau Weiß, die dem Zentralrat der Muslime, einer fundamentalistisch ausgerichteten Organisation angehört, behauptete allen Ernstes, daß das Kopftuch nur Teil ihrer Kleidung sei und keine politische Bedeutung habe. Frau Schwarzer hakte nach und erkundigte sich bei Frau Weiß danach, ob die Diskussion mit dem Erlauben eines Kopftuches für Lehrerinnen zu Ende sei oder ob dies dann dazu führe, daß eines Tages Lehrinnen forderten, in der iranischen Verschleierung oder gar in der Burka unterrichten zu dürfen. Frau Weiß antwortete, daß dies dann überprüft werden müsse. Spätestens an dieser Stelle müßte jedem Zuschauer klar geworden sein, daß Frau Weiß und ihre Vereinigung, der auch Nadeem Elyas angehört, nicht für das Recht auf freie Wahl von Kleidung streiten, sondern für einen fundamentalistischen Islam und dessen Rechtsordnung, in der die Verhüllung der Frauen nur eine Facette darstellt. Frau Weiß sagte, daß sie keiner Frau aufzwingen wollte, ein Kopftuch zu tragen und daß ein männlicher Verwandter, der eine Frau dazu zwingt, sich eigentlich unislamisch verhalte. Cem Özdemir fragte sie daraufhin, ob der Imam in ihrer Moschee auch diese Auslegung vertrete, was natürlich in keiner Moschee in Deutschland oder auch irgendwo anders der Fall sein dürfte.
Abgesehen davon, daß dieses Urteil sehr unlogisch ist in Hinblick darauf, daß Kruzifixe in Schulen ohne Weiterreichung der Entscheidung an den Gesetzgeber verboten wurden, stellt sich für mich und viele andere die Frage, ob sie ihre Kinder in eine Schule schicken möchten, in der eine Lehrerin unterrichtet, die Kindern, oft in einem prägenden Alter, den Eindruck vermittelt, daß ein Kopftuch für Frauen normal und insbesondere ausgesprochen würdig und anständig ist. Ich bin selbst Mutter zweier Töchter und wünsche dies für meine Kinder nicht. Das Kopftuch wird in Deutschland oft losgelöst von anderen Aspekten islamischer Kultur betrachtet. Beachtenswert ist auch die Tatsache, daß in allen islamischen Ländern außer der Türkei und Tunesien Frauen ihr ganzes Leben lang nicht voll geschäftsfähig werden, sondern ihren Ehemann, Vater oder sonstige nahe männliche Verwandte als Vormund haben und somit vor dem Gesetz keine mündigen Erwachsenen sind!!!
Um die Hintergründe all dieser Gesetze verstehen zu können, sollte man Raddatz'Buch lesen. Er weißt auf die Grundlagen im Koran und in der Prophetentradition hin und zeigt an wissenschaftlich belegten Beweisen, wie intolerant und frauenfeindlich diese Religion ist und wie rabiat sie in der Geschichte ihren totalitären Machtanspruch durchzusetzen wußte.