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Von der Freundschaft [Taschenbuch]

Michel de Montaigne , Herbert Lüthy
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 2005

Kreisrund ist der Raum im dritten Stockwerk des Schlosses von Montaigne. Hier ließ der Herr des Hauses seinen Geist in sich selbst kreisen, gerichtet auf das eigene Innere.
Der französische Philosoph Michel de Montaigne (1533-1592) geht in diesen Essays den Tugenden und Schwächen der Menschen nach. Dem Geist der Renaissance verpflichtet, zeichnet er ein Bild des Menschen in all seiner Widersprüchlichkeit und plädiert für eine ruhige und gelassene Lebensführung und eine unvoreingenommene Hinwednung zum Mitmenschen.

Mit einem Nachwort von Uwe Schultz.

http://www.bibliothek-der-weltweisheit.de


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Über den Autor

Michel de Montaigne wurde am 28. Februar 1533 auf Schloss Montaigne im Périgord geboren. Er stammte aus einer reichen Kaufmannsfamilie und genoss eine humanistische Erziehung. Nach dem Studium der Rechte fungierte er von 1557-1570 als Parlamentsrat, zog sich aber nach dem Tod seines Freundes La Boétie in das Turmzimmer seines Schlosses zurück, um zu schreiben. Es folgten Reisen durch Italien, die Schweiz und Deutschland. Von 1582-1585 war er Bürgermeister von Bordeaux. Der große Gelehrte, der sich bewusst von der Schulphilosophie fernhielt, starb am 13. September 1592.


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Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der französische Schriftsteller Michel de Montaigne ( 1533- 1592) legte seine Reflexionen über Philosophie, Geschichte, Politik , Literatur u.a. in seinen " Essais " nieder.
Damit schuf er eine eigenständige Form, die im Gegensatz zu Traktat eine subjektive, lockere, vielseitige Darstellung ermöglichte.
Montaigne knüpfte an den antiken Skeptizismus an, den er dogmatischen Wahrheitsansprüchen entgegenstellte.

Seine " Essais " zeigen Montaigne als typischen Sohn seiner Zeit: ein weltlicher Geist, kritisch, skeptisch - bemüht sich von Vorurteilen frei zu machen - .
Im Mittelpunkt seines Denkens steht der Mensch. Der Mensch der Renaissance, befreit von vielerlei Bindungen und im Bewusstsein ungeahnter neuer Räume und Möglichkeiten möchte das Rätsel seiner selbst ergründen.

Was ist der Mensch? Was ist unser Leben?

Seine Reflexionen gehen auf Staat und Politik, auf Geist und Wissen, Erziehung, Tugend und Tapferkeit, aber sie kehren doch immer wieder zurück zu Leben und Tod.
" Leben heißt sterben zu lernen" , so die Worte des Philosophen.
Der Tod scheint Bedingung und Teil unseres Wesens, das Werk unseres Lebens ist unseren Tod zu bauen.

Im vorliegenden Büchlein finden sich seine " Essais " Von der Freundschaft", " Dass unsere Empfindung des Guten und Bösen großteils von der Meinung abhängt, die wir davon haben ", " Philosophieren heißt sterben lernen", " Von der Einsamkeit" und " Von der Schonung des Willens ".
Die Texte sind wie viele andere Essais von Montaigne von großer gedanklicher Tiefe, scharf in der Beobachtung und dabei elegant im Ausdruck.
Um zu zeigen , wie der Philosoph schreibt möchte ich zwei Zitate anfügen, zum einen einen Gedanken aus seinem Essay " Von der Freundschaft" :" In der Freundschaft ist es eine allgemeine und alles erfüllende Wärme, milde überdies und gleichmäßig; eine beständige und ruhige, ganz Innigkeit und Zartheit, die nichts Brennendes oder Durchbohrendes hat. Mehr noch als dies, in der Liebe ist nur ein ungestümes Verlangen, nach dem, was flieht....... Sobald das Freundschaftsverhältnis eintritt, dass heißt die Übereinstimmung zweier Willen, verraucht sie und erlahmt. Der Genuss zerstört sie, weil seine Absicht körperlich und deren Sättigung unterworfen ist. Die Freundschaft wird in eben dem Maße genossen, indem sie begehrt wird, und keimt, nährt und wächst nur mit ihrem Genuss, weil sie geistig ist und die Seelen sich in ihrer Ausübung verfeinern."
Zum anderen eine Passage aus " Philosophieren heißt sterben lernen " : " Es ist ungewiss, wo der Tod uns erwartet: erwarten wir ihn überall. Die Besinnung auf den Tod ist die Besinnung auf die Freiheit. Wer sterben gelernt hat, der hat das Dienen verlernt. Sterben zu wissen, befreit uns von aller Unterwerfung und allem Zwang. Das Leben hat keine Übel mehr für den, der recht begriffen hat, dass der Verlust des Lebens kein Übel ist."

Ich hoffe, ich konnte Ihre Neugierde hinsichtlich des klugen Franzosen wecken.

Empfehlenswert!
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1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundschaften sind das Wichtigste 31. Dezember 2009
Format:Taschenbuch
man kann nie genug über Liebe, Freundschaft, Weisheiten und Phlilosophie erfahren, speziell in unserer heutigen Zeit, braucht man dieses Wissen!
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1 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Gemütliches" Buch 7. April 2009
Format:Taschenbuch
Ein Buch für "gemütliche" Stunden - vielleicht anfangs nicht ganz einfach zu lesen (man beachte die Zeit, zu der Montaigne gelebt hat), vor allem, wenn man Montaigne noch nicht kennt, aber ansonsten ganz in Ordnung!
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