Wer an Hoffnung denkt, denkt an ein Gefühl, eine Gestimmtheit, eine Lebenseinstellung - aber sicher nicht an Disziplin. Mit Disziplin" verbinden sich eher Bilder von Ordnung, Drill und militärischer Haltung. Kann man ordentlich" hoffen? Oder auf Hoffnung hin gedrillt" werden? Vielleicht braucht unsere krisengeschüttelte und von Drohbotschaften verunsicherte Welt vor allem eines: Hoffnung. Diese aber wird nicht immer nur geschenkt, sie muss tatsächlich erarbeitet" und erworben" werden.
Die Beiträge dieses Buches wollen Anregungen geben, Gedanken zu entwickeln, wie in einer trotz allen Fortschritts immer noch als aussichtslos, bedrohlich und beängstigend erlebten Welt Hoffnung bewahrt, Hoffnung gelebt und Hoffnung weitergeschenkt werden kann. So betrachtet ist dieses Buch eine kleine Schule, um wieder Spuren der Hoffnung im eigenen Leben und im Leben der Welt zu entdecken und sich in dieser hoffnungsvollen Sicht zu üben. Mehr als ein Lesebuch also! Ein Lehr- und Arbeitsbuch, das auch Ausgangspunkt für das Gespräch in Glaubens- und Bibelgesprächskreisen sein kann.
Thomas Meurer, Dr. theol., geb. 1966 in Olpe, ist Professor für Katholische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Er ist bekannt durch seine Beiträge in der Wochenzeitschrift Christ in der Gegenwart" und seine Rundfunkbeiträge. 2002 erhielt er den Ökumenischen Predigtpreis des Verlags für die Deutsche Wirtschaft (www.predigtpreis.de). In der Edition Die Nische" erschien von ihm be-reits Transfusionen - ein spirituelles Lesebuch".