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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit Obama zum Erfolg., 31. Oktober 2008
Was kann man aus einem Wahlkampf in Amerika für die deutsche Politik lernen? Wie kann der Wahlkampf des Superstars Obama auch ein Vorbild für die deutschen Politiker sein? Das wird in dem Kerstin-Plehwe-Buch "Von der Botschaft zur Bewegung" herauszufinden versucht. Die Autorin, beschreibt in einfachen Worten und für jeden verständlich die "10 Erfolgsstrategien des Barack Obama" und gibt nach jedem Kapitel auch konkrete Tipps für Politiker und alle PR-Strategen.
Der Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat, so erzählt das Buch ausführlich, das Internet und die modernen Medien genutzt, aber auch die alten Medien nicht vergessen. So hat er mit "Mund-Propaganda" eine Art von richtiger "Bewegung" erschaffen, bei der die Leute auch aktiv daran mitgearbeitet haben, seinen Wahlkampf und ihn freiwillig zu unterstützen.
Neben den 10 einfach formulierten, aber genau erklärten Erfolgsstrategien gibt es natürlich auch eine Obama-Biographie und weitere Materialien und Aufsätze in dem Buch, das eigentlich für jeden, der sich für Politik, Werbung (in Obamas Wahlkampfteam sind sicherlich einige der besten Werbestrategen der Welt) und/oder auch die neuen Medien interessiert, wirklich spannend sein sollte. Das ganze wird, wie schon gesagt, sehr verständlich und ausführlich dargestellt, so dass man kein Studium absolviert zu haben braucht, um das Buch zu lesen und zu verstehen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wahlkampf 2.0, 3. November 2008
Nach jedem US-Präsidentschaftswahlkampf gibt es einiges aufzuarbeiten von Seiten von Politikwissenschaftlern, Kommunikationsstrategen und PR-Beratern. Für das Jahr 2008 darf dies wahrscheinlich in besonderem Maße gelten, denn es war das Jahr, in dem ein Außenseiter namens Obama mit einer Botschaft vom Change eine in der kollektiven Wahrnehmung fast schon sicher im Oval Office residierende Hillary Clinton übertrumpfte und als erster Schwarzer zum finalen Sprint in Richtung des Amts des mächtigsten Mannes der Welt ansetzte. Das verdankt Obama, soweit die überzeugende These dieses vorliegenden Buches der Kommunikationsexpertin und Gründerin des Internationalen Instituts für Politik und Gesellschaft Kerstin Plehwe, vor allem seinem modernen, dynamischen, auf Dialog angesetzten Wahlkampf, den er und sein Team in jeder Hinsicht in eine neue, moderne Richtung gelenkt haben und dabei virtuos vor allem auch auf der Klaviatur der neuen Medien gespielt haben.
In genauer Detailarbeit haben Kerstin Plehwe und Maik Bohne in Von der Botschaft zur Bewegung Die 10 Erfolgsstrategien des Barack Obama den Wahlkampf des vom Außenseiter zum Superstar avancierenden Präsidentschaftskandidaten analysiert und auf 10 griffige Thesen herunter gebrochen (wie etwa Je persönlicher desto besser Die neue Ära des Direktmarketing oder Tue Gutes und rede darüber Die Inszenierung der Inszenierung), die die einzelnen Kapitel des Hauptteils des Buches bilden. Innerhalb dieser Kapitel wird dann jeweils präzise nachgezeichnet, wie genau das Wahlkampfteam und der Kandidat etwa aus einem Namen eine Marke erschaffen haben, mit welchen Slogans, Symbolen und Logos sie gearbeitet haben, wie sie kreatives Fundraising betrieben haben oder wie man eine Wahlkampfkampagne auf in sich geschlossene Kernbotschaften, Narration und Reden aufbaut, die zu keiner Zeit unehrlich sind, sondern immer mit der Botschaft des Kandidaten Hand in Hand gehen. Auch die modernen Medien und das virale Marketing im On- und Offlinebereich werden natürlich genau durchleuchtet: Wie schafft es Obama, Menschen dazu zu bringen, selbstständig weiter Wahlkampf für ihn zu machen? Wie genau werden kreative Menschen als junge, selbstständige Wahlkämpfer rekrutiert und was haben Internet und moderne Medien damit zu tun? Kerstin Plehwe hat auf diese und weitere Fragen einleuchtende Antworten, die in jedem der zehn Kapitel in einer kurzen Zusammenfassung in Form eines Imperativs kulminieren das Buch spricht damit explizit (auch) die Leser an, die von dieser beispiellos erfolgreichen Wahlkampfkampagne etwas lernen sollen.
Das zweihundert Seiten starke Buch enthält darüberhinaus natürlich auch noch eine Kurzbiographie des ersten schwarzen Präsidentschaftskandidaten, einen Überblick über die Mechanismen und Scharniere des Wahlkampfs in den USA im allgemeinen, sowie einen ausführlichen Einstiegs-Essay über den zumindest nach Lektüre des Buches gar nicht mehr so überraschenden Aufstieg des idealistischen Außenseiters von Beginn an. Abgerundet wird die Analyse der Wahlkampfstrategien schließlich von einem schlagkräftigen Aufsatz des Politikberater und PR-Managers Peter Radunski, der in konzentrierter Form erneut die in dem ganzen Buch thematisierte Überlegung anstellt, wie und ob man den Erfolgswahlkampf und die beispielslose Mobilisierungskampagne des Obama-Teams auf deutsche Verhältnisse übertragen könnte. Radunski fragt dabei nach der Zukunft des deutschen Wahlkampfes und kommt zu dem Schluss, dass die beiden Kernpole Mobilisierung und Personalisierung auch hierzulande eine Schlüsselrolle in kommenden Wahlkämpfen spielen werden und dass große Reden, aber im Gegenzug auch sehr persönliche Gespräche mit den Wählern und die Mobilisierung über das Internet auch in den deutschen Wahlkampf eingebaut werden sollten. Die Ziele heißen dabei Dialog und Anregung von politischen Aktivitäten außerhalb der starren und verkrusteten Parteistrukturen.
Es kann zwar abschließend noch nicht beurteilt werden, ob von Obama lernen auch siegen lernen heißt (das wird der Ausgang der Wahl zeigen), eines ist dem Leser nach der Lektüre dieses Buches auf jedem Fall bewusst: Barack Obama und sein Team haben den Wahlkampf in das 21. Jahrhundert geführt, haben Politik wieder attraktiv vor allem auch für junge Menschen gemacht und weniger eine reine Überzeugungskampagne, als eine richtige Bewegung erschaffen. Und Kerstin Plehwe und Maik Bohne zeichnen diesen Weg und die dazu eingeführten Erfolgsstrategien sehr präzise, detailliert und in einer verständlichen, klaren Ausdrucksweise nach, die weder den Eindruck erweckt, dass hier übermäßig simplifiziert würde, noch dass hier Experten in einer nur für sie verständlichen Sprache reden würden. Von der Botschaft zur Bewegung ist ein Buch, aus dem nicht nur Politiker lernen können, sondern das auch für Marketingfachleute und PR-Berater Gold wert ist. Auf jeden Fall lesenswert.
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Buchbesprechung als Video-Clip, 19. Dezember 2008
Länge:: 1:07 Minuten
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