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Von Beethoven bis Mahler
 
 
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Von Beethoven bis Mahler [Taschenbuch]

Martin Geck
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 475 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349960891X
  • ISBN-13: 978-3499608919
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 15,1 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 768.614 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Grosse Komponisten

rur. Der Ton ist durchweg hoch angesetzt. Heldenverehrung für Komponisten, die schon längstens auf Podesten stehen? Breitspurig hebt es an mit der Behauptung, selten habe es einen Menschen gegeben, «der so stark und konzentriert wie Ludwig van Beethoven sein Werk als das schöpferische Andere dem allgemeinen Sein gegenübergestellt hätte». Wo denn eine Grenzlinie zwischen grossen und weniger grossen Komponisten verlaufe – dies kann nicht deutlich definiert werden. Der Autor Martin Geck räumt immerhin ein, dass man sich lange darüber streiten könne, «ob an einer Komposition Satzweise, ästhetischer Eindruck, semantischer Gehalt, biographischer Kontext, ideengeschichtlicher Zusammenhang oder gesellschaftlicher Sinn vorrangig oder ausschliesslich zu beschreiben seien». Dass ihm «diese Momente insgesamt wichtig» sind, wird nicht bei allen neun Komponisten – ausschliesslich aus dem deutschsprachigen Musikraum – nachvollziehbar. Doch für Unterhaltungswert ist gesorgt, denn der Band ist enorm fakten- und anekdotenreich, flott erzählt und hübsch illustriert. Schliesslich vernimmt man nicht ohne Erleichterung, dass Hitler – «ein persönlicher Verehrer Bruckners» – laut den von Werner Jochmann herausgegebenen «Monologen im Führerhauptquartier» über diesen Komponisten «keineswegs dümmer spricht als andere Bildungsbürger». Offenbar sind grosse Komponisten gegen langlebiges Geplauder über sie nicht gefeit.

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 18.11.2000
Ein überflüssiges Werk, das da Komponisten ehren will, die längst im Olymp ihrer Zunft weilen, scheint Rezensent "rur" uns sagen zu wollen. Erst recht, wenn der Autor sich seiner Beurteilungskriterien nicht durchweg sicher ist, wie wir vernehmen. Doch dann heißt es plötzlich: "Fakten, Fakten, Fakten" und Anekdoten biete das Buch, und wir staunen. Unterhaltsam sei der Band und auch "flott erzählt und hübsch illustriert" - als habe der Rezensent gewechselt oder das Buch.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Liszt, Mendelssohn Bartholdy, Bruckner, Mahler - wer kennt sie nicht, diese Namen - und die fragwuerdigste Angelegenheit, Wagner, obendrauf. Aber haben wir uns alle die Muehe auslotender Reflexion genug gemacht, angesichts dieser auf dem kompletten Globus konsumierten Musik? Der Musikwissenschaftler Prof. Martin Geck wagt sich in das Dickicht kniffligster Beurteilungen, und er geraet im beharrlichen Graben nach Einsicht weit ueber das uebliche Masz an schablonenhafter Information hinaus. Beispiel: das Verhaeltnis Hitlers zu Wagners Parsifal. Vom "PRINZIP ABTOETEN" spricht Geck, - dieses werde in der Parsifal-Figur durchgespielt. Das Kind, der Entwicklung in die Sexualitaet durch Entsagungsgetue aus dem Wege gehend, wird zur Leitfigur aller Maennerbuende, die im eifernden Idealismus von irgendeiner Idee verhext, Vernichtung und Tod produzieren. Was bei den mittelalterlichen, moenchischen Hexenverfolgungen schon eine enorme Kulturkatastrophe war, erreicht in der fast maschinenmaeszigen Toetungsindustrie des Nationalsozialismus den schrecklichsten Hoehepunkt der Menschheitsgeschichte. "Man soll sie (die Traeger verdorbenen Blutes) sterben lassen mitsamt ihren Koenigen wie Amfortas", soll Hitler im Gespraech mit Hermann Rauschning gesagt haben, seine Parsifal-Vernarrtheit besprechend. Martin Geck tanzt wahrlich nicht um den heiszen Brei herum, wenn er der zuweilen sehr unangenehmen Frage nachgeht, in welchem ideologiegeschichtlichen Zusammenhang die jeweiligen E-Musik-Komponisten zu sehen sind, von der deutschen Innerlichkeit bis zur romantischen Ironie, von der Mystik bis zum Monumentalismus, von der Melancholie bis zum Groeszenwahn. Martin Gecks Buch laeszt uns die genialste Epoche deutschen Komponierens in ihrem gewaltigen Auf und Ab intensivst noch einmal nach-, streckenweise sogar noch einmal voellig neu erleben - und verstehen.
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