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Von Angst bis Zwang
 
 
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Von Angst bis Zwang [Taschenbuch]

Sven Barnow , Harald J. Freyberger , Wolfgang Fischer
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, Dezember 2007 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Huber, Bern; Auflage: 2. A. (Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3456839855
  • ISBN-13: 978-3456839851
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 988.574 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Es gibt einen komprimierten Überblick über die einzelnen Symptome und eignet sich für alle, "die sich gezielt fundierte Informationen über einzelne Störungsbilder aneignen möchten" (Psychologie Heute)

Kurzbeschreibung

Ein psychisch Erkrankter kommt durchschnittlich erst nach sieben Jahren in den Genuss der "richtigen" (psychotherapeutischen und/oder psychopharmakologischen) Behandlung. Das mag auch daran liegen, dass es kaum šbersichtsbcher gibt, die Symptome, Ursachen und Behandlung psychischer St”rungen allgemeinverst„ndlich beschreiben. Die Autoren dieses Buches wollen diese Lcke schlieáen. Sie informieren klar und bersichtlich - aber immer auf dem Niveau des heute gesicherten Wissens.Alle Kapitel sind einheitlich in die Abschnitte Allt„gliche Erfahrung/Einfhrung, Fallbeispiele, Diagnostik, Formen und Klassifikation, Ursachen und Behandlung gegliedert. Im Anhang sind einzelne Anlaufstellen mit Adressen und Telefonnummern angegeben; diese sollen vor allem Betroffenen und deren Angeh”rigen die M”glichkeit einer weiterfhrenden Information geben.Fr die zweite Auflage wurde das Buch aktualisiert und durch ein Kapitel ber Traumatisierung und die posttraumatische Belastungsst”rung erg„nzt.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Antigone
Format:Taschenbuch
Das Buch "Von Angst bis Zwang. Ein ABC der psychischen Störungen: Formen, Ursachen und Behandlung" ist in der Zeit, die Herr Barnow als Vertretung an unserer Uni ist (WS 05/06 und SS 06), offiziell Bestandteil der Prüfungsliteratur im Fach Klinische Psychologie. Diese zweite, korrigierte und erweiterte Auflage behandelt auf knapp 300 Seiten überblickartig unter anderem folgende psychische Störungen: Ängste (plus Zwänge), Depressionen (plus Suizidalität), Traumata, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen und Sexualstörungen. Dabei handelt es sich bei "Von Angst bis Zwang" nicht um ein Lexikon, worauf man aufgrund des Untertitels "ABC der psychischen Störungen" hätte schließen können. Stattdessen beinhaltet es einzelne Kapitel zu verschiedenen Störungen, die jeweils von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden. Ein "ABC", sprich eine Auflistung der Störungen (und Therapien) inklusive Seitenangabe, auf der das Thema behandelt wird, findet sich jedoch vor dem Inhaltsverzeichnis.

Das Buch ist laut Rückseite für verschiedene Interessenten geeignet: "Niedergelassene Ärzte, Psychiater, Psychotherapeuten, Klinische Psychologen; Studenten der Medizin, Psychologie und Sozialarbeit; andere in Heilberufen Tätige; Betroffene und ihre Angehörigen". Meiner Meinung nach eignet es sich jedoch weniger für Psychiater und Psychotherapeuten, selbst für Klinische Psychologen, die für die Diplomprüfung lernen, beinhaltet es zu wenig Information. Für diese möglichen Interessenten bildet es eher ein sehr gutes Überblickswerk, in dem alles noch einmal kurz und knapp zusammen gefasst wurde. Zudem spiegelt es den aktuellen Stand der Forschung und der Diskussion und beinhaltet sehr eindrucksvolle Fallbeispiele.

Für Betroffene und deren Angehörige ist das Buch ggf. zu unübersichtlich, da Betroffene ja - trotz Komorbidität - meist nicht von mehreren Störungen auf einmal "betroffen" sind. Für Interessierte aller Art ist das Buch jedoch sehr gut geeignet - auch für Einsteiger in dieses Thema, da Fachbegriffe fast immer in einer nachfolgenden Klammer erklärt werden und auch sonst der Schreibstil sehr angenehm und gut (flüssig) zu lesen ist.

In den einzelnen (insgesamt dreizehn) Kapiteln wird jeweils thematisiert, um was es sich bei der jeweiligen Störung handelt (Definition), welche Arten der Störung es gibt (Formen), wie es dazu kommen kann, dass man diese Störung entwickelt (Ursachen) und was man dagegen tun kann bzw. wie man sich helfen lassen kann (Therapie). Außer den Kapiteln zu den einzelnen Krankheiten, wird darauf eingegangen, was Psychotherapie eigentlich ist und wer sie braucht (Kapitel 1), und was die Möglichkeiten und Grenzen von Psychopharmakatherapie ist (Kapitel 2). Kapitel 1 beinhaltet auch eine Übersicht über die einzelnen Therapiearten (Analytisch und tiefenpsychologisch orientierte Therapien, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Systemische Ansätze etc.). In Kapitel 2 sind die Übersichten über die einzelnen Psychopharmaka lobenswert. Für mich persönlich war es jedoch ein wenig verwirrend, dass jedes Kapitel eigene Autoren hat. Vor allem das Thema "Angst" wird für mich von der Autorin auf ein wenig verwirrende Art und Weise dargestellt (eine weitere bzw. ausführlichere Tabelle wäre ratsam). Da jedoch - wie bereits erwähnt - jedes Kapitel auf die Themen "Formen, Ursachen und Behandlung" eingeht, entsteht wieder soz. ein roter Faden.

Letztendlich empfehle ich das Buch "Von Angst bis Zwang" eher als Überblickswerk oder für Einsteiger. Da es für diesen Zweck aber sehr gut ist (bis auf den Preis, denn als "Übersichtswerk" ist es ein wenig teuer), vergebe ich 5 Sterne. Für Studenten der Psychologie vergebe ich 4 Sterne. Wer mehr über den Inhalt des Buches wissen möchte (dies würde hier den Rahmen sprengen), kann mich gerne kontaktieren.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
„Von Angst bis Zwang" lässt sich wunderbar im Rahmen eines Medizin- oder Psychologie- Studiums verwenden und ist für den modernen Arzt, Psychologen sowie Psychotherapeuten unverzichtbar. Aber auch den Betroffenen und ihren Angehörigen werden klare Informationen auf dem Niveau des gesicherten Wissens adressatengerecht vermittelt. Interessierten vermittelt dieses Werk einen gezielten Überblick und macht sie dafür empfindlich, wie wichtig es sein kann, Signale der Psyche rechtzeitig wahrzunehmen.

Fazit: Selten findet man ein solch ergiebiges, zusammenhängendes Werk, welches so viele Arten von Störungen angemessen zu „behandeln" versteht.
Den Autoren ist es gelungen, auf eine aufschlussreiche, provokative und gewinnende Art für alle Interessentengruppen das Tor zu dem Gebiet der Psychologie aufzustoßen und zugleich ihr Engagement für das Fach sowie Patienten mit psychischen Störungen weiterzutragen.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kristina Scherer TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das vorliegende Werk bildet einen guten Einstieg in die klinische Psychologie. Es soll dazu beitragen, Vorurteile und Pseudowissen über psychische Störungen abzubauen. Als Ratgeber für Betroffene und Nachschlagewerk für Experten ist dieses Fachbuch ein Muss für alle, die an psychischen Störungen leiden oder mit ihnen konfrontiert werden.

Insgesamt werden zehn klinische Störungen von den Autoren genau unter die Lupe genommen: Die posttraumatische Belastungsstörung, Psychosen, Zwangsstörungen, Angststörungen, Alkoholabhängigkeit, Eßstörungen, Depressionen, Suizidalität, somatoforme Störungen sowie psychisch bedingte Sexualstörungen. Alle Kapitel sind einheitlich in die Abschnitte Alltägliche Erfahrung/Einführung, Fallbeispiele, Diagnostik, Formen und Klassifikation sowie Ursachen und Behandlung gegliedert. Einfühlsam werden hier die Schwächen, aber auch die Stärken der Betroffenen herauskristallisiert. Wir erfahren außerdem, in welchen Fällen eine Komorbidität der ausgeführten Dysfunktion zu anderen psychischen Störungen bestehen kann. Angstpatienten beispielsweise sind häufig komorbid, d.h. sie weisen meist mehr als nur eine Störung auf. Bei traumatisierten Patienten repräsentiert der Befund auf Angststörungen meist nur eine Sekundärdiagnose. Primärdiagnose ist hier in der Regel die posttraumatische Belastungsstörung.

Das Kapitel „Anders denken, fühlen und handeln" beschäftigt sich mit der Diagnostik, dem Verständnis und der Therapie von Persönlichkeitsstörungen. Hierbei werden die paranoide, schizoide, dissosoziale, emotional instabile, histironische, zwanghafte, ängstlich vermeidende sowie abhängige Persönlichkeitsstörung unterschieden. Unter Verwendung der beiden Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV versucht Klinikleiter Michael Linden, die aufgeführten Störungen voneinander abzugrenzen. Ein abgedrucktes Affektmodell der Persönlichkeitsstörungen ermöglicht ein unmittelbares Verständnis der Art einer Störung sowie deren Konsequenzen.

Als besonders vorbildlich erweist sich das Kapitel über Psychopharmaka, in dem uns die Angst vor einschlägigen Medikamenten genommen wird. Hier werden unter anderem Wirkungsweise und Indikation der verschiedenen Stoffgruppen (Antidepressiva, Benzodiazepine, Nootropika, Neuroleptika) differenziert. In den 1950er Jahren entdeckte man zwei Arten von Antidepressiva, die depressive Symptome zu dämpfen vermochten: die MAO- Hemmer und die trizyklischen Antidepressiva. Zu diesen Antidepressiva der ersten Generation traten vor einigen Jahren die Selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) als dritte Gruppe. Genau wie die MAO- Hemmer oder die trizyklischen Antidepressiva werden auch die Serotoninwiederaufnahmehemmer nicht nur erfolgreich bei der Behandlung von depressiven Störungen eingesetzt, sondern ebenfalls bei Panikattacken, Angstzuständen oder Zwangsgedanken bzw. -handlungen. Bei einer Psychopharmakotherapie mit Antidepressiva der zweiten Generation treten allerdings weniger unerwünschte Wirkungen auf und wenn, führen diese nicht zu solch starken Beeinträchtigungen wie beispielsweise die der trizyklischen Antidepressiva. SSRI verändern die Serotoninaktivität, ohne dabei andere Neurotransmitter oder sonstige biochemische Prozesse zu beeinflussen. Wenn ein Neuron Serotonin ausschüttet, setzt unmittelbar danach ein pumpenartiger Wiederaufnahmemechanismus ein, der einige Neurotransmittermoleküle einfängt, noch bevor sie von einem postsynaptischen Rezeptor- Neuron aufgenommen wurden. Einige Antidepressiva der zweiten Generation sind in der Lage, diesen Wiederaufnahmeprozess zu blockieren, so dass nun mehr Serotonin an die postsynaptischen Rezeptoren gebunden werden kann. In Folge dessen wird der Serotonin- Spiegel erhöht bzw. normalisiert.
Je nach Art der Erkrankung sollte der Schwerpunkt einer Therapie entweder auf der medikamentösen oder der psychotherapeutischen Behandlung liegen.

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