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Von Angesicht zu Angesicht
 
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Von Angesicht zu Angesicht

Liv Ullmann , Erland Josephson , Ingmar Bergman    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Liv Ullmann, Erland Josephson, Gunnar Björnstrand
  • Regisseur(e): Ingmar Bergman
  • Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Schwedisch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 17. Juli 2009
  • Produktionsjahr: 1975
  • Spieldauer: 130 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0023ZJP3I
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.170 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Während einer längeren Abwesenheit ihres Mannes zieht die Psychiaterin Jenny Isaksson zu ihren Großeltern, bei denen sie aufwuchs, nachdem ihre eigenen Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Eigentlich ein ausgeglichenes, erfülltes Leben führend, spürt Jenny plötzlich, wie ihre Welt aus den Fugen gerät und ungelöste Konflikte zum Vorschein kommen. Sie hat Wahnvorstellungen und Albträume, erleidet einen Zusammenbruch und unternimmt einen Selbstmordversuch. Schließlich findet sie zum Einklang mit sich selbst zurück.

Video.de

Autobiografisch geprägtes Drama von Ingmar Bergman ("Persona"), dessen Neigung zur Selbsttherapie durch die großartige Leistung von Hauptdarstellerin Liv Ullmann wettgemacht wird. Ullmann brilliert als Frau, die urplötzlich und ohne äußeren Einfluss den Halt verliert und sich das Leben nehmen will. Die auf den missglückten Selbstmordversuch folgende, fast ebenso schnelle geistige Heilung bietet ein Art Happy End. Ursprünglich als TV-Vierteiler entstanden, wurde das Material für die Leinwandversion von 200 auf 135 Minuten gekürzt.

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Kundenrezensionen

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich !! 3. Juli 2009
Format:DVD
Bergmans Filme wurden immer wieder zu Boxen zusammengefasst.

Immer fehlte dieser Film.

Und dabei ist er einer seiner besten.

Was seine Hauptdarstellerin angeht, ist das ihre beste Rolle, in der ich sie kenne. Eine Meisterin ihres Faches.

Die Geschichte,ohne zu spoilern, kurz erzählt.

Jenny, ein Nervenärztin,kehrt vorübergehend in die Wohnung ihrer Kindheit zurück.Die war bei den Grosseltern, weil die Eltern bei einem Unfall verstorben sind.

In dieser Wohnung wird sie von Erinnerungsängsten so überschwemmt, dass sie nicht weiterleben will.

Die zahlreichen Details dieser Geschichte lasse ich weg.

Bergmann gelingt es, diese Rückkehr in die Angst unglaublich intensiv zu bebildern.

Liv Ullmann spielt den Kampf mit ihren Dämonen perfekt. Ihr dabei zuzusehen, wie sie aus dem Reich des Todes langsam ins Leben zurückkehrt,ist nichts weniger als beklemmend.

Auf diesen Film habe ich Jahrzehnte gewartet.Als ich ihn das erste Mal sah, war ich wie benommen.Ich habe ihn dann im Kino mehrfach gesehen. Er lief dann mal im Fernsehen.Endlich kann die alte Video-kopie weggelegt werden.

Das Gefühl ist Dank.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Liv Ullmann 16. Juli 2008
Format:Videokassette
In der Filmographie von Ingmar Bergman fehlt dieser. Man kann ihn seit Jahren nicht erwerben. Dabei ist es eine seiner starken Filme, für Liv Ullmann eine Paraderolle.
"Dr. Jenny Isaksson, von Beruf Psychiaterin, ist zu Besuch bei ihren Großeltern. Ihr Mann ' ebenfalls ein Psychiater ' ist auch gerade auf einer Geschäftsreise in den USA, und sie sucht im Hause ihrer Kindheit ein wenig nach Erholung. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie von bedrückenden Erinnerungen, Halluzinationen und Alpträumen geplagt, die stark mit ihrer Vergangenheit verbunden sind. Nach einer versuchten Vergewaltigung will sie sich das Leben nehmen."
Diese Inhaltsangabe ist nicht ganz korrekt. Jenny ist bei ihren Grosseltern, weil die Wohnung aufgelöst wurde und , wichtiger, versucht sich umzubringen, um den bedrückenden Bildern, die sie in der Wohnung der Grosseltern erlebt, zu entrinnen.

In beeindruckenden,ja beängstigenden Bildern zeigt Bergman, wie ein Leben zerbricht. Die Eltern von Jenny waren bei einem Verkehrsunfall umgekommen. Sterben und Tod begegnen Jenny in ihren Nachtmahren.
Die Ehe ist keine Stütze mehr, der Freund durchaus ( nebenbei, im Konzert, das sie besuchen, spielt die erste Frau von Bergman, Kääbi Laretei eine düstere Fantasie von Mozart,c-moll KV 475).

Liv Ullmann zeigt in diesem Film ihr überragendes Können. Insbesondere die Scene, in der sie langsam nach dem Suicid-Versuch ins Leben zurückkommt, noch immer bedrängt von den beängstigenden Ereignissen ihres Lebens ist höchste Schauspielkunst.

Mir hat sich nie erschlossen, warum dieser Film zu den schwächeren von Bergman zählen soll. Ich habe ihn mehrfach im Kino gesehen, wurde immer wieder in den Bann der Geschichte gezogen und warte seit Jahren auf eine DVD,befürchtend, dass diese nicht kommen wird, weil der Markt mit Bergman-Filmen " gesättigt" ist.

Wer Gelegenheit hat, diesen Film zu sehen, könnte sich davon überzeugen, dass Bergman hier ein höchst intensiver Blick auf die Verwundbarkeit des Menschen gelungen ist. "Ein vielfältige Konfliktsituationen anrührendes Drama über das plötzliche Zerbrechen einer vermeintlich gesicherten Existenz sowie über die Liebe und die Hoffnung, die ein sinnvolles Leben erst ermöglichen".

Für Fans der Schauspielerin Liv Ullmann ohnehin ein Muss.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Angesicht zu Angesicht 7. September 2009
Von murphy68
Format:DVD
Das Los des von vielen als bester Regisseur aller Zeiten gefeierten Ingmar Bergman ist, daß seine Filme so tief in der Seele graben und so voll unbequemer Wahrheiten sind, daß sie im deutschen Fernsehen nur noch selten laufen. "Wie in einem Spiegel" (einer seiner Filme aus den 60ern) reflektiert Bergman dabei oft in seinen Protagonisten eigene Neurosen und Ängste, seine Filme sind ein Stück Selbsttherapie. "Von Angesicht zu Angesicht" habe ich - wahrscheinlich viel zu früh - als Teenie gesehen, ich war total geschockt, aufgewühlt, bekam Kopfschmerzen und konnte meiner Bewunderung erst beim zweiten Sehen etwa 10 Jahre später Ausdruck verleihen. Was Liv Ullman hier an Intensität leistet, wie sehr sie in ihrer Rolle aufgeht, ist nicht mehr zu überbieten, allenfalls Gena Rowlands war zu solchen Darstellungen fähig. Mehr als die Vergewaltigungsszene und Jennys Visionen hat mich - der ich ja noch ein halbes Kind war - eine Schlüsselszene beim ersten Sehen erschreckt und zum Weinen gebracht: als Jenny ihre Tabletten nimmt, legt sie sich aufs Bett und will langsam in den Tod hinübergleiten. Dabei summt sie vor sich hin und fährt mit ihren Fingern über die Muster der Tapete über ihrem Bett. Genau das habe ich als Kleinkind gemacht, wenn ich zuhause allein war im Bettchen und Angst hatte und mich selbst trösten wollte. In den Filmen, die ich von Bergman gesehen habe, tauchen Dutzende solcher Szenen auf, die mich an eigene (Kindheits-)Erlebnisse erinnern. Und "Von Angesicht zu Angesicht" ist seine vielleicht radikalste Aufforderung an uns, sich mit uns selbst auseinanderzusetzen und lange Verschüttetes, nicht Bewältigtes anzugehen. Trotz aller Düsternis ist das - wie viele Bergman-Filme - letztlich ein lebensbejaender Film.
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