Kurzbeschreibung
Der Hall der Gedanken
Neben seinem literarischen Texten hat Uwe Timm zahlreiche Essays, Vorträge und poetologische Reflexionen geschrieben, die in dem Band "Erzählen und kein Ende" erschienen sind. Auf Einladung der Goethe-Universität Frankfurt hat er im Juni und Juli 2009 im legendären "Adorno-Hörsal" VI fünf Vorlesungen zur Poetik gehalten, die unter dem Titel "Von Anfang und Ende. Über die Lesbarkeit der Welt" erscheinen.
"Timm machte sich entlang aller wörtlichen wie metaphorischen Sinnebenen auf die Suche nach dem schon in den Melodien der Anfangsätze zu verankernden "Urknall" literarischer Schöpfung, aus dem sprachliche Kunstwerke hervorquellen, die im gleichen Zug auch die Wirklichkeiten, unter denen Menschen leben, anschaulich erfassen. Zwischen den Anfängen und Enden spannte Timm einen Bogen vom biblischen Buch Genesis und der Offenbarung des Johannes über Goethe und Camus bis hin zu Adalbert Stifter, erörterte die Elemente poetischen Schreibens und begab sich auf einige atemberaubende Expeditionen ins eigene Romanwerk, das unter solchem Blick seine Offenheit bewies, auch für nachträgliche Konjekturen."
Aus: Volker Breidecker, Der Autor im Hall der Gedanken. Süddeutsche Zeitung vom 10. Juli 2009.
Neben seinem literarischen Texten hat Uwe Timm zahlreiche Essays, Vorträge und poetologische Reflexionen geschrieben, die in dem Band "Erzählen und kein Ende" erschienen sind. Auf Einladung der Goethe-Universität Frankfurt hat er im Juni und Juli 2009 im legendären "Adorno-Hörsal" VI fünf Vorlesungen zur Poetik gehalten, die unter dem Titel "Von Anfang und Ende. Über die Lesbarkeit der Welt" erscheinen.
"Timm machte sich entlang aller wörtlichen wie metaphorischen Sinnebenen auf die Suche nach dem schon in den Melodien der Anfangsätze zu verankernden "Urknall" literarischer Schöpfung, aus dem sprachliche Kunstwerke hervorquellen, die im gleichen Zug auch die Wirklichkeiten, unter denen Menschen leben, anschaulich erfassen. Zwischen den Anfängen und Enden spannte Timm einen Bogen vom biblischen Buch Genesis und der Offenbarung des Johannes über Goethe und Camus bis hin zu Adalbert Stifter, erörterte die Elemente poetischen Schreibens und begab sich auf einige atemberaubende Expeditionen ins eigene Romanwerk, das unter solchem Blick seine Offenheit bewies, auch für nachträgliche Konjekturen."
Aus: Volker Breidecker, Der Autor im Hall der Gedanken. Süddeutsche Zeitung vom 10. Juli 2009.
Über den Autor
Uwe Timm wurde 1940 in Hamburg geboren. Er war der Nachzügler in der Familie und stand bei seinem autoritären Vater im Schatten des 16 Jahre älteren Bruders Karl-Heinz, der sich freiwillig zur SS-Totenkopfdivision meldete und 1943 in einem Lazarett in der Ukraine starb. Geschichten faszinierten Uwe Timm von klein auf. Nach dem Tod des Vaters leitete er 3 Jahre lang das Kürschnergeschäft, machte dann am Braunschweig-Kolleg sein Abitur und studierte in München und Paris Philosophie und Germanistik. Er promovierte mit einer Arbeit über Albert Camus. Anschließend studierte er Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Uwe Timm gehört zu den wichtigsten Vertretern der 68er-Generation, die Aufarbeitung dieser Zeit zieht sich durch sein gesamtes Werk. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen reizen den Autor auch fremde Kulturen: Seine Recherche- und Entdeckungsreisen führten ihn unter anderem bis nach Namibia, Peru und auf die Osterinseln. Heute lebt er in München und Berlin.
Der Vater von vier Kindern verfasste auch vier Kinder- und Jugendbücher und machte in den letzten Jahren als Drehbuchautor auf sich aufmerksam. Für seine zahlreichen Romane und Erzählungen erhielt Uwe Timm verschiedene Auszeichnungen und Preise, zuletzt den Großen Literaturpreis der Bayerischen
Der Vater von vier Kindern verfasste auch vier Kinder- und Jugendbücher und machte in den letzten Jahren als Drehbuchautor auf sich aufmerksam. Für seine zahlreichen Romane und Erzählungen erhielt Uwe Timm verschiedene Auszeichnungen und Preise, zuletzt den Großen Literaturpreis der Bayerischen