Pressestimmen
"Der Autor beschränkt sich nicht auf Worterklärungen (...), sondern erläutert, wenn auch knapp, Hintergründe, Produktionsbedingungen und eben das Wie und Warum des Kulturaustauschs. Vor allem im Zusammenhang liest sich das reizvoll. Etwa wenn man die Einträge zu 'Hasard', 'Kaffee' und 'Schach' vergleicht: Ihre Geschichte trifft sich im verbotenen Glücksspiel - dessen Ort häufig das Kaffeehaus war. Daneben zeigt dieser kultur- und kulinargeschichtliche Überblick, dass die Rede vom christlich-jüdischen Fundament Europas zumindest einseitig ist. Der arabisch-islamische Anteil an der Geschichte des Mittelmeerraumes ist nicht zu vernachlässigen; er findet sich heute überall, in der Marmelade wie in der Mathematik." -- Die Zeit "Andreas Unger hat sich in seinem Band auf die Spur arabischer Wörter im Deutschen gemacht und fördert Überraschendes zutage. Wer hätte gedacht, daß 'Admiral', 'Alkohol', 'Benzin', 'Gamasche', 'Kattun' oder 'Matratze' aus dem Arabischen stammen? So bedeutet etwa das arabische" -- matrah, worauf 'Matratze' zurückgeht, ein 'Ort, wohin etwas geworfen wird'. Die knappen, aber inhaltsreichen Erläuterungen laden zu anregenden kulturellen Streifzügen ein." -- DAMALS "Die Wörter, zeigt Unger, haben ein längeres Gedächtnis als die Menschen, die sie benutzen. Sie gehören niemandem, sind wandlungsfähig wie ein Chamäleon und tragen frei und gesetzlos wie Schmuggler ihre schillernden Bedeutungen durch die Länder und Zeiten." -- Neue Zürcher Zeitung "Andreas Unger (...) gelingt eine Bestandsaufnahme jener frühen Globalisierung, die in der öffentlichen Meinung vom Ausdruck 'finsteres Mittelalter' zugedeckt wurde. 'Von Algebra bis Zucker' ist ein informatives, gut zu lesendes Buch. Und man lernt: Gutes Deutsch kann manchmal durchaus Arabisch sein." -- Schweizer Radio DRS2 "Alkohol, Kampfer, Zucker, Scheck... Für den Reclam Verlag hat Andreas Unger den arabischen Wörtern im Deutschen nachgespürt. 'Von Algebra bis Zucker' zeichnet nicht nur die Geschichte der Wörter nach, die aus dem Arabischen oder anderen orientalischen Kulturen in die deutsche Sprache gelangten; weil mit den Wörtern auch die entsprechenden Kulturgüter in Europa Einzug hielten, ist Ungers Wortgeschichte zugleich eine faszinierende Kulturgeschichte alltäglicher Dinge." -- Westdeutsche Allgemeine Zeitung "Jedem Kulturfreund sind natürlich die handlichen Nachschlagewerke von Reclam ein Begriff (...). In eben diesem handlichen Format ist nun auch ein Verzeichnis von deutschen Wörtern arabischen Ursprungs erschienen. Da kommen ganz erstaunliche Dinge heraus. Sollten Sie mehr und Genaueres wissen wollen, kaufen Sie sich dieses erhellende Büchlein." -- Der Neue Merker "Ein kulturgeschichtliches Kompendium mit beachtlichem Unterhaltungswert..." -- NDR Kultur "Dieses Buch (...) liest sich wie ein Märchenbuch und ist doch höchst real. Und in seiner aktuellen Botschaft nicht gering zu schätzen. Es kann durchaus zum Verständnis und zur Versöhnung von Kulturen beitragen." -- Neues Deutschland "Unger erzählt uns, wie wir wurden, wer wir heute sind. Das ist spannend und unterhaltsam." -- Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. "Bei Gazelle, Giraffe, Harem wundert man sich nicht über ihre arabische Herkunft, bei Matratze, Magazin, Scheck oder Tasse schon. Mit den fast hundert Artikeln leistet Unger aber viel mehr, als die Reisen der Wörter zu verfolgen, ihn interessieren schließlich auch die Sachen selbst, weshalb der Leser kleine kulturgeschichtliche Abhandlungen genießen kann, die ihn über Karat, Schach oder Alchimie aufklären. Da Unger dasselbe mit den Worten Islam, Kadi, Koran oder Moschee tut, wird sein Buch nebenbei zum Nachschlagewerk über die islamische Welt." -- Fränkischer Tag "Die kulturhistorische Einbettung der Wortgeschichte macht die Lektüre von Andreas Ungers außergewöhnlichem Wörterbuch zum informativen Lesevergnügen." -- Oberösterreichische Nachrichten