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Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein: Roman Gebundene Ausgabe – Dezember 2010


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 615 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 2., Aufl. (Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608939016
  • ISBN-13: 978-3608939019
  • Größe und/oder Gewicht: 46 x 4,5 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 846.974 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hallgrímur Helgason, 1959 geboren, ist einer der meistgelesenen Autoren Islands. Er studierte zunächst Malerei in München, Paris und New York, wo er mehrere Ausstellungen hatte, und fing dann an zu schreiben: Drei Romane sind bisher veröffentlicht und ein Gedichtband. Er zeichnet eine Comic-Serie für eine isländische Zeitung, hat zwei Bühnenstücke geschrieben und macht gern den stand-up-comedian.CCRRMit seinem Roman 101 Reykjavík, der auch als Film in ganz Europa ein Erfolg wurde, gelang ihm international der Durchbruch. Das Buch wurde 1998 mit dem angesehenen Nordic Council Prize ausgezeichnet.CCRRFür seinen Roman Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein wurde er mit den beiden wichtigsten Preisen seiner Heimat ausgezeichnet, dem "Isländischen Literaturpreis" und dem "Literaturpreis der Isländischen Buchhändler".CCRRDie ÜberSetzung wurde als ebenso preiswürdig eingeschätzt: Karl-Ludwig Wetzig wurde mit dem Preis der Dialog-Werkstatt Zug ausgezeichnet.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Friðþjófur, die fette Forelle, kommt zum Ufer geschwommen und blickt auf. Ja, jetzt sieht er aus der Hel zu mir auf. Wir sehen uns in die Augen, und da geht mir ein Licht auf. Ich verstehe. Jetzt wird mir alles klar. Endlich erinnere ich mich. Friðþjófur taut mein Gedächtnis auf. Und ein ganzer Eisklotz liegt vor mir wie ein gefrorenes Mammut: Ein alter Roman. Ein Roman, den ich selbst geschrieben habe. Über Hrólfur in Heljadalur. Wie hieß noch mal der Titel? Es trifft mich wie ein Schlag, und ich muß mich setzen. Ich stütze mich auf eine Bülte und sehe zum Himmel auf: Oh, Gott, mein Gott ... Ist das mein Schicksal? Muß ich hier an den Ufern des Sees schmachten, den ich selbst vor einem halben Leben aus dem Tintenfaß schöpfte? Um Himmels willen, ich bin in meinem eigenen Roman gelandet! Hinterhältiger Humor des Himmels. Treppenwitz der Geschichte. Ich fühle eine nasse Kälte an Hintern und Ellbogen und stehe auf. Meine Hände zittern, und mich schwindelt wieder. Beinahe falle ich hin, kann mich aber gerade noch an den Wiesenhöckern abstützen. Wie kann man sich als Autor in der eigenen Geschichte einen nassen Hintern holen? Und wie kann ein Autor in sein eigenes Buch eintreten? Nur auf eine Weise: Wenn er tot ist. Ich bin tot. Ich muß zugeben, daß mich diese Einsicht ziemlich enttäuscht. Das also ist der Tod. Und alle wissen Bescheid, nur ich nicht. Die Beerdigung ist vorbei, Blumen, Kränze, Leichenschmaus, Nachrufe. Wie viele hat Friðþjófur kürzen dürfen? Wie viele Seiten habe ich bekommen? Tómas Guðmundsson bekam eine ganze Sondernummer. Davíð Stefánsson drei Beilagen. Selbst der Erztrottel Þórbergur bekam nicht minder als sieben ganze Seiten in dieser konservativen Zeitung. Der Kommunist schlechthin. Nur weil er so "komisch" war. Jedenfalls habe ich mich bei der Beerdigung nicht gelangweilt. Ich sollte eine Sondernummer wert gewesen sein, mindestens sechs Bögen. Verdammt noch mal, der bedeutendste Schriftsteller des Landes! Ob die Kirche voll gewesen ist? Oder gab es "noch freie Plätze"? Eins, was ich nicht leiden konnte: leere Sitzreihen. Meine Theaterstücke? Wo waren sie jetzt? Warum lebe ich ausgerechnet in diesem Werk weiter? Acht große Romane habe ich geschrieben und drei kleine. Sieben Schauspiele. Sechs Essaysammlungen. Fünf Bände Memoiren. Und zwei Reisebücher. Und jetzt sitze ich hier in dieser einen Geschichte fest und hole mir einen nassen Arsch! War sie das Einzige, was blieb? Sollte ich nur in ihr weiterleben? - Sofern man das Leben nennen durfte. Und Hrólfur, der Junge, das Mensch, Eivís: Alles meine Geschöpfe. "So entstehen die Berge." Und der Bauer auf Mýri eine exakte Kopie von Strom-Lási. Oh, ja, seinem eigenen Werk gegenüber ist der Autor blind. Aber wie, zum Teufel, hätte ich mich auch an diese Leute erinnern sollen? Ich hatte ein halbes Jahrhundert nicht mehr von ihnen gehört. Ich, der ich doch mein Weiterleben im Jenseits nach all der Plackerei zu ausgiebigem Entspannen nutzen wollte. Ich brauchte Ruhe. "Hier ruht Einar J. Grímsson. 1912-2000". Doch, das sieht proper aus auf einem Grabstein, und Schulkinder können sich die Zahlen leicht merken. Ja, ganz sicher bin ich tot.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 11. August 2005
Format: Gebundene Ausgabe
„Vom zweifelhaften Vergnügen tot zu sein" ist das zweite Werk, das von Hallgrimur Helgason ins Deutsche übersetzt worden ist. Nach dem auch als Film erfolgreichen „101 Reykjavik" liegt mit dem neuen Titel - in Island bereits 2002 erschienen - eine Schatzkiste von Roman vor, in der man sich bereitwillig verlieren kann. Einar Grimson, die Hauptfigur, wacht eines Tages als alter Zausel auf einer Heide auf und kann sich weder daran erinnern, wie er dorthin kam, noch wer er ist. Erst allmählich gewinnt er sein Gedächtnis zurück und entschlüsselt er, dass er, der größte Schriftsteller Islands, gestorben und in einem seiner eigenen, frühen Werke wiedererwacht ist. Was Helgason von diesem Ausgangspunkt weg entfacht, ist ein wahres Feuerwerk an Einfällen, stilistisch und formal brillant umgesetzt: Zeitkritik, Abrechnung mit Irrläufen im eigenen Leben der Hauptfigur, feinsinnige emotionale Passagen, aufwühlende Gewaltakte und darüber schwebt immer das Rätsel, wie sich Einar Grimson im selbst fabrizierten Jenseits zurechtfinden wird.
In Island erregte das Buch, das von Karl-Ludwig Wetzig kongenial übersetzt wurde, großes Aufsehen, da sich in der Hauptfigur einige Facetten des isländischen Literatur-Nobelpreisträgers Halldor Laxness kritisch widerspiegeln. „Vom zweifelhaften Vergnügen tot zu sein" ist ein Werk, das den/die Lesende/n nur schwer los lässt und es schafft, gleichzeitig im Heute angesiedelt zu sein und handlungsmäßig in die Geschichte, nicht nur, aber insbesondere Islands zurückzugehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Biebl Karl-heinz am 25. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe
ich lese seit einiger zeit hallgrimur helgason. bisher erlebte ich ihn durch seine bücher "101 reykjavik", "10 tipps, das morden zu beenden" und "eine frau bei 1000 grad" als isländischen pop-autor wie den briten nick hornby, den us-amerikaner douglas coupland oder den österreicher thomas glavinic. gute, unterhaltsame gegenwartsliteratur.

mit dem "zweifelhaften vergnügen, tot zu sein" hat sich helgason in meiner persönlichen bestenliste unter die top 10 geschrieben, in die liga, in der auch marquez, eco, roth und auster vertreten sind. sowas erlebt man nicht alle tage und will daher bemerkt sein.

helgason verstrickt den bauern hrolfur und seine leute, sich selbst in form seines alter-ego-autors, ein buch und dessen autor halldor laxness, island und nicht zuletzt den rest der welt und deren geschichte der 20. jahrhunderts in die geschichte, in und aus der es kein entrinnen zu geben scheint. die welt und deren läufte sind eine zeitschleife, in der wir gefangen sind und an denen wir wenig ändern können - oder doch? das ende des ende des buches lässt sowas wie eine hoffnung aufkeimen, dass doch etwas anders, besser laufen könnte, oder ist diese hoffnung wieder genau so vergeblich wie das streben der romanfiguren nach -ja nach was eigentlich: glück? das klingt jetzt reichlich verworren, was aber nichts macht, spiegelt es doch die konstruktion dieses facettenreichen kunstwerkes wider.

den inhalt des buches anzureissen hat meines erachtens wenig sinn - zu verkürzend muss der versuch angesichts der fülle und des ebenenreichtums zwingend ausfallen. es geht um nichts weniger als das leben. zugegeben - die ersten 100 seiten des buches sind etwas zähe zu lesen, aber hat man den rhythmus der geschichte erst einmal erfasst, liest es sich und den/die leserin quasi von selbst weg. ein grosses buch von einem grossen schriftsteller.
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gokur am 26. März 2008
Format: Gebundene Ausgabe
So sehr man auch Helgason für sein 101 Reykjavik mag, dieses Buch ist jedoch zu langatmig und setzt sehr detaillierte Kenntnisse der isländischen "Literatur-Verhältnisse" voraus. Dass es um Halldor Laxness geht bekommt man als Nicht-Isländer schon noch mit, der Rest ist eine zähe Suppe.
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