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Vom anderen Ende der Welt: Historischer Roman [Taschenbuch]

Liv Winterberg
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Juni 2011

England, spätes 18. Jahrhundert: Von ihrem Vater, einem Arzt und Wissenschaftler, zur Botanikerin ausgebildet, träumt die junge Mary Linley davon, die Welt zu bereisen. Doch als sie nach dem Tod des Vaters verheiratet werden soll, sieht sie nur eine Möglichkeit, ihrer Berufung zu folgen. Sie gibt sich als Mann aus, um an Bord der Sailing Queen im Stab des Botanikers Sir Carl Belham auf Expeditionsfahrt zu gehen. Die Lebensbedingungen auf See erschüttern sie, denn Entbehrungen, Krankheiten und Tod prägen den Alltag. Dennoch glaubt sie, ihr Ziel erreicht zu haben: Sie erkundet fremde, faszinierende Länder. Erst durch die Liebe zu Sir Carl Belham erkennt sie, dass sie sich für ihre Ideale selbst verleugnet ...


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248475
  • ISBN-13: 978-3423248471
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.532 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein malerischer Titel und über 400 Seiten historisch angehauchte Unterhaltung mit einer kräftigen Prise Spannung, Leid und Liebe, eingebettet in ein wunderschönes Cover - wer so etwas schätzt und Fernweh mag, wird von Liv Winterbergs Erstlingsroman ›Vom anderen Ende der Welt‹ mehr als angetan sein.«
Echo - Magazin der REWE Group 09/2011

»  «
Echo - Magazin der REWE Group 09/2011

»Für Liebhaber guter historischer Romane ist dieses Buch ein Muss.«
Ute Maag, UBI BENE/Mannheimer Morgen September 2011

»Opulent«
Superillu 25.08.2011

»Eine wahrlich gelungene Zeitreise.«
literatur.edelight.de 31.08.2011

»Eine spannende Lektüre zum Genießen und Träumen für Balkon und Strand!«
Tiroler Woche 27.06.2011

»Liv Winterbergs Erstlingswerk ist gelungene, flotte, spannenden Urlaubsunterhaltung für diejenigen, die sich für historische Themen und gegen den Strom schwimmende Frauen interessieren.«
Siegener Zeitung 22.06.2011

»Sie hält sich an die historischen Fakten um ihrer Geschichte einen realistischen Rahmen zu geben und vermittelt einen präzisen Einblick in die Entdeckungsfahrten des 18. Jahrhunderts. Dabei gelingt Winterberg eine szenisch dichte Handlung voller Spannung [...]. Dem Leser werden aus unterschiedlichen Erzählperspektiven umfangreiches Wissen über die Seefahrt, kurioses Seemannsgarn und die Entbehrungen an Bord eines Expeditionsschiffes vermittelt.«
Jasmin Nowak, Lesartq 02/2011

»Der Debütroman von Liv Winterberg fesselt den Leser von der ersten Seite an.«
Mini 22.06.2011

»Unterhaltsamer Seefahrerroman mit überraschendem Schluss.«
HörZu 10.06.2011

»›Vom anderen Ende der Welt‹ ist ein gelungener und tiefgründiger Roman.«
Rita Dell'Agnese, histo-couch.de 17.06.2011

»Ein sehr starkes, sehr intensiv und ausführlich recherchiertes und bestens gelungenes Debüt der Autorin.«
klusiliest.blogspot.com 12.06.2011

»Diese Geschichte ist faszinierend, spannend, traurig und wunderbar zu lesen. Ein wahres Lesevergnügen.«
Elisabeth Schlemmer, alphafrauen.org 15.06.2012

Über den Autor

Liv Winterberg, 1971 in Berlin geboren, studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin. Ihr Debütroman 'Vom anderen Ende der Welt' wurde auf Anhieb ein Bestseller und ist bereits in Niederländische übersetzt.


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Forschergeist trifft Abenteuer 10. Juni 2011
Von Skatersally TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Als Marys Vater, der Botaniker Linley stirbt, übernimmt ihre Tante die weitere Erziehung sowie die Auswahl eines geeigneten Ehemanns. Leider gefällt ist Mary von dieser Wahl ganz und gar nicht begeistert. Viel lieber würde sie ihre naturwissenschaftlichen Kenntnisse erweitern und auf einem Forschungsschiff die Welt bereisen. Durch eine Täuschung schafft sie es, auf der Sailing Queen eine Anstellung als botanischer Zeichner zu bekommen. So rückt ihr Lebenstraum in greifbare Nähe.

Ende des 18. Jahrhunderts erfuhren sowohl die Gesellschaft als auch die Wissenschaft einen Umbruch. Neue Erkenntnisse in Geologie, Evolution oder Technik revolutionierten die bisherigen Fakten. Die bisher stark von Religion und ethischen Normen geprägte Gesellschaft passte sich nur schwerfällig an diese Veränderungen an. Genau in hier Zeit platziert Liv Winterberg ihre Protagonistin Mary, die mehr vom Leben erwartet als Ehefrau zu sein. Die von ihrem Vater vermittelte Bildung über Botanik möchte sie in ihrem Leben einsetzen. Für Frauen war das zu dieser Zeit unüblich, sodass Mary zwangsweise auf Verkleidungen zurückgreifen musste, um weiter ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Dieser historische Roman entführt seine Leser mittels liebevoll gezeichneter Charaktere in die Welt der Seefahrt und Forschung. Geschickt verbindet die Autorin sowohl die seinerzeit üblichen gesellschaftlichen Gepflogenheiten mit den Kenntnissen der Medizin, Botanik und Schifffahrt. Der monatelang andauernde Aufenthalt auf einem Schiff wirkt authentisch mit all seinen Entbehrungen auf beengtem Raum. Allein der zur Verfügung stehende Raum erforderte Höchstleistungen an die Logistik. Immer wieder mussten Verletzungen auf See versorgt werden oder auch Krankheiten breiteten sich schnell aus. Die Recherche zu diesen Zuständen spiegelt sich hier sehr plastisch wider.

Die Protagonistin Mary verkörpert die Weltumseglung der historisch belegten Jeanne Baret, die mit ebensolchen Mitteln auf einem Segler angeheuerte. Deutlich werden die Schwierigkeiten sichtbar, die Frauen damals umgehen mussten, da ihre Leistungen auf wissenschaftlichen Gebieten nicht anerkannt wurden. Ihre Tätigkeit auf Tahiti wird obendrein farbig ausgestaltet und gibt einen Einblick in den Umgang zwischen den Eingeborenen und den Europäern. An keiner Stelle wirkte die Geschichte konstruiert, sondern ehrlich und gefühlvoll.

Nicht nur der Erzählstil verblüfft bei diesem Debütroman, sondern auch die Ausstattung des Buches ist bemerkenswert hochwertig. Die Premienausgabe von dtv hat ein auffallend gestaltetes Cover und fühlt sich durch die Klappbroschur stabil an. Das vorangestellte Personenregister erleichtert die Zuordnung der Charaktere. Eine Weltkarte, auf der man die Reise der Sailing Queen verfolgen kann, wurde ebenfalls angefügt. Das Buch ist rundherum gelungen und verdient fünf Sterne.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von allegra
Format:Taschenbuch
Die Autorin ließ sich in ihrem Erstlingsroman inspirieren vom Leben der französischen Botanikerin Jeanne Baret. Im Anhang befindet sich ein kurzes Portrait über diese, bei uns unbekannte Wissenschafterin. Sie ist 1768 als Mann verkleidet in See gestochen, um als Botanikerin an einer Expedition in die Südsee teilzunehmen.
Liv Wintergerg lässt ihre Protagonistin Mary Linley von Plymouth aus als Marc Middleton auf einem Expeditionsschiff im Team des angesehenen Botanikers Sir Carl Belham als wissenschaftliche Zeichnerin anheuern.

Der größte Teil der Handlung des Romans beschreibt das Leben auf dem Schiff. Einerseits wird veranschaulicht, wie die Besatzung untergebracht und vom Smutje Henry mit möglichst gesundem und nahrhaftem Essen versorgt wird. Man erfährt ebenfalls eine ganze Menge über die medizinische Behandlung von Krankheiten und Verletzungen.
Soweit ich das beurteilen kann, ist das alles realistisch beschrieben und gut recherchiert.

Die Reise an Bord der Sailing Queen führt über verschiedene Stationen und endet für Mary und Sir Carl Belham auf der Insel Tahiti. Die Beschreibung der eingeborenen Bevölkerung mag aus heutiger Sicht etwas klischeehaft erscheinen. Ich finde aber, dass die Autorin die Sichtweise der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gut getroffen hat. Sie bringt dem Leser die 'Edlen Wilden' so näher wie Rousseau diese als Ideal beschrieben hat, die aber bereits konfrontiert worden sind mit diversen Mitbringseln aus der europäischen Welt und dadurch schon etwas von ihrer Unschuld verloren haben. Die Autorin lässt genügend Lücken, die man sich in der eigenen Fantasie ausfüllen kann, ohne dass sie den Menschen auf Tahiti Eigenschaften und Verhaltensweisen andichtet, die diese so womöglich nicht gehabt haben.

Die Schiffspassagen, aber auch die Beschreibungen der Landexkursionen sind sehr anschaulich und stimmungsvoll gelungen. Man hört und riecht den Dschungel und spürt auch die Stille des Betrachters der Natur.

Der gelungene Einsatz der Sprache hat mich ganz besonders beeindruckt. Die Ausdrucksweise hebt sich positiv von vielen Romanen neueren Datums ab. Die Autorin schreibt sehr sicher, souverän und schafft es, die Atmosphäre still und leise einzufangen ohne einen Überschwang an langatmigen Beschreibungen oder aufdringlichen Gefühlswallungen. Die erzählte Geschichte ist schlüssig, geradlinig und nicht überladen an Motiven und Themen.

Im Anhang befindet sich ein Glossar, mit vielen Fachausdrücken aus der Schifffahrt, der Medizin und der Botanik. Das hat das Verständnis sehr erleichtert und ich konnte meinen eigenen Wortschatz sogar etwas ausbauen.

Zuerst habe ich mich gefragt habe, warum die Autorin nicht gleich die Geschichte der Jeanne Baret erzählt, wenn sie sie schon als Inspiration bemüht. Inzwischen finde ich aber die Lösung, den Roman anhand einer fiktiven Figur zu erzählen sehr gut. Auf diese Weise kann die Autorin ihre schriftstellerische Freiheit wahren, ohne Gefahr zu laufen, zuviel in eine historische Persönlichkeit zu interpretieren, über die man noch nicht sehr viel weiß.

Fazit:
Dieses Erstlingswerk von Liv Winterberg hat mich sehr positiv überzeugt. Ich hatte erst meine Bedenken, dass es für meinen Geschmack zu klischeehaft und zu sehr Liebesroman sein könnte. Es lässt sich natürlich nicht von der Hand weisen, dass es sich um einen 'Frau-in-Hose'-Roman handelt. Aber ich denke in diesem Fall ist das mehr als verziehen. Da sich die Autorin von einer historisch verbürgten Person inspirieren ließ, war das die einzige Möglichkeit.

Dieses Buch hat für mich persönlich das gewisse Etwas, was ein sehr gutes Buch von einem guten Buch unterscheidet. Es hat einen gewissen Zauber, den ich nicht wirklich benennen kann, und ich hoffe sehr, dass die Autorin noch mehr so gute Romane schreiben wird.

Für mich ist Liv Winterberg eine Entdeckung und ich vergebe meine ersten fünf Sterne in diesem Jahr.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach großartig 19. Juni 2011
Von Sandra
Format:Taschenbuch
England im Jahre 1785. Mary Linley hat inzwischen nicht nur ihre Mutter verloren, die bei ihrer Geburt starb, sondern auch ihren Vater. Er verunglückte am Kap Hoorn auf einer Forschungsreise doch Mary will sich damit nicht abfinden. Täglich steht sie am Hafen und wartet auf seine Rückkehr. Von ihm weiß sie alles, er hatte sie nicht nur in der Botanik, sondern auch ein Stück weit in der Medizin ausgebildet. Zusammen arbeiteten sie viele Jahre, nun führt Mary schon einige Zeit seine Arbeit allein fort. Sie lebt bei ihrer Tante, die Mary nun schnell verheiraten möchte und ihr ein Ultimatum stellt.
Für Mary ist dies jedoch der Grund, von zu Hause wegzulaufen. Sie möchte als Bontanikerin arbeiten, endlich forschen und das erleben, was ihr Vater jahrelang getan und erlebt hat. Und was bietet sich dafür besser an als Forschungsreise der Sailing Queen mit dem Botaniker Carl Belham, der ein Freund ihres Vaters war? Nachdem sie als Frau keine Chance hatte, schneidet sie ihre Haare kurz, verkleidet sich als Mann und erhält eine Stelle als Zeichner an Bord.
Das Leben auf dem Schiff ist nicht einfach, zumal sie immer wieder fürchten muss, entdeckt zu werden. Der Leser erlebt jedoch nicht nur Marc'S (Mary's) Leben auf dem Schiff, sondern lernt auch die anderen kennen. Da wären zum Beispiel die Geschwister Nat und Seth, den Segelmacher John und andere.
Mary's Traum erfüllt sich, als sie endlich nach vielen Monaten das erste Mal mit auf Exkursion und nicht nur in der Offiziersmesse zeichen darf.

--

Ich habe es schon irgendwann mal erwähnt - historische Romane mag ich gar nicht mehr so gern. Der Plot ist oft sehr ähnlich: "Frau verkleidet sich als Mann und trifft dabei die große Liebe" und das ganze wird gespickt mit viel Schmalz.
So in der Art bin ich an das Buch herangegangen, und befürchtete, dass ich wohl eine kleine Ewigkeit für das Buch brauchen würde. Inzwischen weiß ich wieder ein Mal mehr, wie sehr man sich doch täuschen kann. ...
Neben der optischen Aufmachung sah ich beim Aufblättern des Buches direkt etwas weiteres geniales: Eine Übersicht aller im Buch vorkommenden Personen. Auch wenn es nicht viele sind und man die Liste eigentlich gar nicht braucht, fand ich sie super! Passend dazu ist sogar noch eine Karte mit Reiseroute der Sailing Queen beigefügt.

Der Schreibstil von Liv Winterberg hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Sie schreibt und beschreibt sehr flüssig, fast malerisch. Man fühlt sich fast so, als wäre man direkt dabei und würde alles hautnah erleben. Alle Charaktäre sind liebevoll beschrieben, lassen aber auch noch Platz genug für eigene Gedanken und Fantasien. Die perfekte Mischung.
Es gibt zeitlich mehrere Erzählstränge. Da wären der über Mary bzw. Marc, Carl Belham, Nat und Seth und auch Owahiri von Tahiti. Alle Personen haben zwar ihre eigenen Kapitel und Geschichten, doch sie sind so geschickt miteinander verknüpft, dass man durchaus auch ein Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln zu lesen bekommen.

Liv Winterberg schafft es, mit ihrer Geschichte um Mary zu fesseln. Immer wieder schafft sie es perfekt Spannung aufzubauen, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Keine der Vorkommnisse auf dem Schiff wirkt überzogen, alles perfekt ins Bild passend. Bei 429 Seiten Roman möchte man meinen, dass es entweder langweilig und getreckt oder viel zu vollgestopft und unglaubwürdig ist. Aber der Roman ist einfach nur perfekt. Es ist nichts zu viel, nichts zu wenig. Alle neuen Kapitel beginnen mit dem jeweiligen Datum - manchmal der nächste Tag, manchmal einige Monate später. Selbst das ist stimmig und genau richtig.

Natürlich dürfen Gefühle auch nicht zu kurz kommen. Wer allerdings auf ein Buch volller schmachtender Liebe hofft, wird enttäuscht werden. Hier steht nicht die Romantik, sondern das Abenteuer im Vordergrund. Die Geschichte zwischen Carl und Mary steht absolut im Hintergrund und rückt nur zur gegebenen Zeit nach vorn.

Ich würde liebend gern noch viel mehr erzählen, aber dann müsste ich schon einen Teil der Geschichte verraten. Also lasse ich das. Nur so viel: Ich habe gelacht, geweint und mich prächtig amüsiert. Zum Lesen habe ich weniger als einen Tag gebraucht ... Das Buch beruht übrigens zum Teil auf historischen Tatsachen, "Marc" gab es wirklich.

Dies war Liv Winterberg's erster Roman und ich hoffe auf viele weitere!
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