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Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens: Prosa und Szenen 2002-2004 [Taschenbuch]

Max Goldt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. August 2006
Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren. Es liegt zwischen der Ruhe Ernst Jüngers und dem sanften Wahn Robert Walsers. Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt. (Gustav Seibt) Mit «jüngeren» meint Seibt vermutlich «jünger als Grass und Walser». Aber das kann man ja schlecht dazuschreiben. Allerdings, wenn ich es mir recht überlege: Man könnte es durchaus dazuschreiben. (Max Goldt)

Hinweise und Aktionen

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Wird oft zusammen gekauft

Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens: Prosa und Szenen 2002-2004 + Ein Buch namens Zimbo: Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird. Texte 2007-2008. Einer von 2006. Vier von 2009 + QQ
Preis für alle drei: EUR 25,93

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 6 (1. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499242540
  • ISBN-13: 978-3499242540
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.373 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Was würde wohl die Nachwelt über den inzwischen 46-jährigen, begnadeten Titanic-Kolumnisten Max Goldt so Tolles denken, wenn er stürbe? Natürlich kann man das nicht wissen, aber für die Beantwortung von derlei skurrilen Fragen haben wir ja einen, der sie besser als jeder andere beantworten kann: Max Goldt selbst natürlich. In der wundervollen Erzähl- und Dialogsammlung Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens hat er das getan, mit Hilfe des Mundes eines Freundes, in einer Geschichte mit dem anspielungsreichen Titel „Das süße Nichts (Ich weiß noch, über was wir gestern Abend geredet haben)“, die von wunderschönen Konjunktiven nur so wimmelt. Wenn Max Goldt stürbe, sagt da der Freund, dann würde als toll im Gedächtnis bleiben, dass er eine „angenehm ungroße Pfeffermühle“ besessen hätte „und nicht, wie heutzutage beinahe bei allen, ein Ungetüm im Maßstab einer Grabbeigabe aus phallokratischer Vorzeit.“

Vermutlich wird die Nachwelt an Max Goldt toll finden, was er nach der Tollfindäußerung des Freundes an Erklärungen für die Daseinsberechtigung hässlicher übergroßer Pfeffermühlen auffährt. Wie er aus der Absage, „eine wunderbar satirische Weihnachtsgeschichte“ zu schreiben, eine herrlich ironische Story über Weihnachtsbräuche und die Psychologie satirischer Weihnachtsgeschichten schnitzt. Und wie es ihm immer wieder gelingt, den Finger auf all jene scheußlichen Dinge unserer Alltagswelt zu legen, an denen man „in friedlichem Desinteresse“ und „dank der guten baupolizeilichen Bestimmung in Deutschland“ auch einfach seitlich vorübergehen könnte.

Würde der Nachwelt nach Goldts Dahinscheiden nur Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens überliefert werden, so stünde es der Nachwelt gut an zu behaupten, Goldt sei niemals ein begnadeter Kolumnist gewesen. Denn mit diesem Buch hat er sich endlich von diesem einengenden Attribut emanzipiert. Er sollte den Nachgeborenen als begnadeter Humorist und Wortzauberer in Erinnerung bleiben. Dass er das und nichts anderes ist, hat er mit Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens eindrücklich bewiesen. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er «Ein Buch namens Zimbo. Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird» (2009) und «QQ» (2007). Goldt, der seit 1989 Kolumnen für «Titanic» schreibt, ist außerdem Musiker und verfasst Hörspiele und Comics. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 2008 der Hugo-Ball-Preis und der renommierte Kleist-Preis.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Texte in Goldts neuem Buch... 26. Februar 2005
Von C. Holst
Format:Gebundene Ausgabe
... sind von sehr unterschiedlichem Niveau. Noch nie zu seinen Stärken gehörten in meinen Augen szenische Texte. Die Szenen in diesem Buch haben daran nichts geändert, lediglich »Vom Munzinger-Trash zum Drall nach QQ« hebt sich positiv heraus. Manche Texte wirken etwas bemüht wie z.B. »Äpfel im Bett, Ärzte im Bergwerk« oder »Zwei Texte über Klumpen«; das Verspielte, Dahin-Improvisierte wirkt hier aufgesetzt und gestelzt.

Insgesamt scheint mir Goldt mittlerweile in den Texten am besten und authentischsten, wo er (ernsthafter als früher) engagiert Stellung zu mehr oder weniger aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen bezieht. Diese Texte sind wirklich großartig, weil Goldt nicht in fernsehkabarettistischer Weise die Absurditäten des Alltags, die angeblich jeder kennt, einem massentauglichen Humor preisgibt, sondern genau beobachtet und intelligent und gewitzt beschreibt und bewertet. Die diesbezüglichen Höhepunkten des Buches sind z.B. »Der Sprachkritiker als Unsympath und Volksheld versiegender Minderheiten« oder »Die Verachtung«.

Alles in allem ein nettes, anregendes, wenngleich recht teures Buch.

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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Munzinger-Trash zum Drall nach QQ 1. Februar 2005
Von junior-soprano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist ein typisches Max Goldt Buch. Eine gelungene Mischung aus sehr witzigen Dialogen („Munzinger-Trash"), ernsthafteren, leicht humorvoll angehauchten Einblicken in Goldts Biographie („Schulisches"), aberwitzigen, hervorragend beobachteten Geschichten („Das alte Kabel") und nur wenigen verpatzten Beiträgen („Der Hugo"). In diesem Buch dreht sich wieder alles um die Lieblingsthemen des Wahlberliners: Musik, den Umgang mit Sprache, gutes Benehmen, Jugendkultur, das Älter werden, die Liebe und Bildung. Erfreulicherweise betritt Max Goldt dieses Mal Neuland und steuerte einen Reisebericht, seinen ersten überhaupt, wie er bei seiner Lesung 2004 in Hannover sagte, über Katar bei. Ein Land, das ihm überhaupt nicht gefiel. Herbert Feuerstein kann hier noch einiges dazulernen, wie man eine witzige Reisegeschichte schreibt!
Wer nicht recht weiß was das Großartige an Max Goldt ist, dem möchte ich mit zwei meiner Lieblingszitate aus „Vom Zauber..." einen kurzen Einblick geben:

„Es gibt ja schließlich Unmengen trivialer Romane, in denen im Hintergrund sinnlos der Nationalsozialismus herumwabert, weil das eben in manchem Multiplikatorenauge automatisch einen literarischen Mehrwert herbeiführt."

„Was wird eigentlich die (...) Bild tun, wenn eines Tages die deutsche Fußball-Nationalmannschaft einen Sieg davonträgt und am gleichen, zufällig rekordverdächtig heißen Tag ein allseits beliebter Volksschauspieler stirbt? Brüllt sie dann: ‚Ganz Deutschland jubelt, schwitzt und trauert!'?".

„Vom Zauber.." ist ein guter Einstieg für neue Goldt-Leser, als auch für langjährige Fans.... Lesen Sie weiter... ›

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz außergewöhnliches Geplauder. 18. Februar 2009
Format:Taschenbuch
Das ist meine erste Lektüre von Max Goldt. Als Sammelsurium von Texten, Dialogen und Reiseberichten kann man sich von Goldts feiner Beobachtungs- und Sprachkunst überzeugen. Die Ära von Kommerzreligion, Medienmassenwahnsinn und hoher Lebensgeschwindigkeit hat uns bereits infiltriert. Eine Fremdbestimmung, die weit außerhalb des eigenen Lebensmittelpunkts liegt und deshalb unglücklich macht. Hier hilft nur Höflichkeit, Disziplin und QQ - "Quiet quality".

"Ganz Deutschland wird im Geschmacksdiktat der unteren Mittelschicht ersäuft"... Ja, hier handelt es um besonders treue Medienkonsumenten. Ungeahnte Folgen wird das haben, wenn einer ganzen Generation von Heranwachsenden suggeriert wird, daß "Sängerin in einer Band" ihre berufliche Zukunft sein kann. Nur schade, daß es bei diesen armen Seelen dann zwangsläufig uncool ist, einen normalen Beruf zu lernen.

Goldt ist ein Fürst der deutschen Sprache. Er formuliert nach seiner Denklinie und macht vor den Grenzen einer Enzyklopädie nicht halt. Interessante Neologismen sind die Folge. Die Wort- und Satzkomposition (reich an Anglizismen) zeigt aber, was Goldt wirklich ist: ein Kind der Gegenwart. Und so habe ich "Der Sprachkritiker als Unsympath" auch nicht als zu arrogant empfunden. Als Leser wird es ganz besonders bewußt, daß Sprache veränderlich und lebendig ist. Toll, Max Goldt hat einen Kreativpreis dafür verdient. Hier ein paar schöne Beispiele: Kleintalentverweser, Konkavrückenschinken, Gehabefluß, ersatzgräflich.

Max Goldts Text ist reich an klugen Sätzen, hier nur zwei, die ich für gegeben hielt zu notieren:
"Understatement ist letztlich nur eine kenntnisreichere Form der Prahlerei".
... Lesen Sie weiter... ›
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts neues, aber will man neues? 23. Februar 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Ganz seltsam ging es mir am Anfang des Buches. Driftet der große Stilist Max Goldt in Richtung ironiefreie Edelprosa ab? Vielleicht war es nur das nervende Präteritum im ersten Text, zusammen mit einigen Konjunktiven und dem Wort "innert" statt "innerhalb". Jedenfalls dachte ich: Hm, das Aroma ist irgendwie anders. Finde ich das gut? Dann glitt es langsam wieder in den vertrauten Tonfall, die übliche Feinheit des Geschmacks, vielleicht eine Spur erkaltet, eine Spur reproduziert und nicht mehr so ganz affektfrisch. Finde ich das jetzt besser? Gut, ich fand mich zurecht, habe gelacht und manches Mal tief genickt. Aber das Gefühl, dass es doch irgendwie auch mal anders weiter gehen muss mit Goldts Schreiben - vielleicht nicht unbedingt im Präteritum, bitte nicht -, wurde ich nicht los. Ich fand das mit dem Tagebuch ("Wenn man einen schwarzen Anzug anhat") ja nicht schlecht, warum nicht einmal größere Dimensionen anpeilen? Dass er die Kurzprosa beherrscht wie kaum ein anderer, ist bekannt. Doch er wird den längst verdienten Büchner-Preis nicht erhalten, wenn er größere, weitere Zusammenhänge nicht versucht. Max Goldt, ich glaube an Sie!
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Vor 8 Monaten von W. R. Frieling veröffentlicht
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Veröffentlicht am 2. April 2006 von Brigitte Aust
5.0 von 5 Sternen ein Sokrates für Deutschland ...
"Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens" - dieses in den Titel emporgekletterte Fragment stammt aus der Besinnung, die Max Goldt bezüglich der lauten Weihnachtsmärkte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2005 von FrizzText
3.0 von 5 Sternen Resteverwertung zwischen Buchdeckeln...
...kauft man mit diesem teuren schmalen Büchlein, das es nur mit Hilfe der verschiedenen eingestreuten Illustrationen (von wem sind die eigentlich?) auf 172 Seiten bringt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Februar 2005 von isy3
3.0 von 5 Sternen Wird Onkel Max alt...?
Zweifellos ist Max Goldt einer von Deutschands hellsten (und vielleicht auch unterschätzten) Köpfe. Lesen Sie weiter...
Am 23. Januar 2005 veröffentlicht
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