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Vom Winde verweht [Taschenbuch]

Margaret Mitchell , Martin Beheim-Schwarzenbach
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (71 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, Dezember 2007 --  
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Kurzbeschreibung

Dezember 2007
Die Südstaatlerin Scarlett O'Hara ist jung und vom Leben verwöhnt. Als Tochter eines Plantagenbesitzers lebt sie im Luxus auf dem Familiengut Tara, und es mangelt ihr nicht an Verehrern. Doch der Ausbruch des Bürgerkriegs verändert mit einem Schlag alles. Plötzlich muss Scarlett mit aller Kraft um die Erhaltung ihres Familienbesitzes kämpfen. Ein Mann taucht immer wieder in ihrem Leben auf und steht ihr in den Wirren der Nachkriegszeit bei: der skrupellose Kriegsgewinnler Rhett Butler. Zwischen ihm und Scarlett entwickelt sich eine große Liebe, doch beide sind auch viel zu stolz und eigensinnig, um diese Liebe zu leben... Margaret Mitchells Klassiker wurde sofort nach Erscheinen im Jahre 1936 zum Bestseller und hat seitdem Millionen Leser auf der ganzen Welt begeistert. Die legendäre Verfilmung drei Jahre später machte Vivien Leigh als Scarlett und Clark Gable als Rhett zum berühmtesten Liebespaar der Filmgeschichte.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1120 Seiten
  • Verlag: Ullstein; Auflage: 1. Aufl. (Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548269338
  • ISBN-13: 978-3548269337
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,6 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (71 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 508.354 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Unvergängliche Mythen Hoffmann und Campe-Verlagsleiter Günter Berg über die Hörbuch-Produktion Vom Winde verweht: Als Margaret Mitchell sich 1936 bereit erklärte, David O. Selznick die Filmrechte an ihrem Roman Vom Winde verweht für 50 000 Dollar zu überlassen, wies sie warnend darauf hin, dass sie das Buch wider besseres Wissen verkaufe, da sie fest davon überzeugt sei, es lasse sich unmöglich verfilmen: »Ich habe zehn Jahre gebraucht, es so fest zu weben wie ein seidenes Taschentuch. Falls ein Faden reißt oder sich verzieht, weil Sie zu schnippeln anfangen, bekommen Sie technische Probleme, die Sie sich nie träumen ließen.« Selznick ignorierte diese düstere Prophezeiung, weil er unbeirrbar an den Erfolg seiner »Wahnsinnsidee« glaubte. Er investierte drei Jahre Arbeit und vier Millionen Dollar und präsentierte der Welt am 15. Dezember 1939 einen Film, der alle Zuschauer-Rekorde brechen und als erfolgreichster Film in die Geschichte Hollywoods eingehen sollte. Zudem machte er Clark Gable und Vivien Leigh als Leinwand-Liebespaar unsterblich. Dem Welterfolg des Films steht der des Buches in keiner Weise nach: Nur zwei Monate nach der Veröffentlichung des Romans, der von der amerikanischen Presse hymnisch gelobt wurde, konnten die Buchhandlungen mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Durchschnittlich wurden 3700 Exemplare pro Tag verkauft, und die Druckereien kamen mit der Produktion kaum nach. Vergleichbares hatte es in der Verlagsbranche noch nicht gegeben: Ein Buch über den amerikanischen Bürgerkrieg, geschrieben als Unterhaltungsroman, wird zum Bestseller und löst ein nationales Lese-Fieber aus, das sich schnell über den ganzen Erdball erstreckt. Bis heute hat sich Vom Winde verweht weltweit über achtundzwanzig Millionen Mal verkauft. Im Jahr nach dem Erscheinen des Romans erhielt Margaret Mitchell den renommierten Pulitzer-Preis, und Selznicks Verfilmung wurde 1940 mit zehn Oscars prämiert. Es besteht kein Zweifel: Vom Winde verweht ist ein Meisterwerk, eine Legende - ein Mythos. Die Entscheidung, diesen modernen Klassiker nun als Hörbuch vorzulegen - ungekürzt gelesen auf 34 CDs - mag auf den ersten Blick geradezu waghalsig wirken, doch der nachhaltige Erfolg des Buches spricht dafür. Das Interesse an Vom Winde verweht ist nach wie vor groß, weil in dem Roman Charaktere und Handlungen erschaffen wurden, die zeitbeständig, ja geradezu archetypisch für das zwanzigste Jahrhundert sind. Es geht um Dinge, die jeden Menschen früher oder später betreffen: Liebe und Begehren, Leidenschaft und Angst, Mut, Verzweiflung und Verlust. Vom Winde verweht entwirft ein einzigartiges Panorama und ist zudem hervorragend geschrieben wie nur wenige Romane in diesem XXL-Format. Vom Winde verweht ist in jeder Hinsicht ein opulentes Werk: Historischer Roman, Melodram, Kriegs- und Abenteuerroman, Liebesgeschichte, Endzeitbuch. Vielleicht ist es genau diese Melange, die den ungeheuren Reiz des Buches ausmacht und auch bei jüngeren Leuten Interesse an der Geschichte hervorruft. Vom Winde verweht gehört zum festen Bestandteil unseres kulturellen Kanons; es ist ein Buch, das man kennen sollte, um mitreden zu können - in dieser Hinsicht vergleichbar mit Faust I, den Lederstrumpf-Erzählungen, dem Kleinen Prinzen oder Thomas Manns Buddenbrooks. Mit anderen Worten: Vom Winde verweht ist ein Buch, an dem eigentlich niemand vorbeikommt! Nun hat natürlich nicht jeder Zeit und Lust, den über 1000 Seiten starken Roman selbst zu lesen. Dafür bietet das vorliegende Hörbuch eine wunderbare Alternative. Ähnlich wie bei David O. Selznick und dem Kampf um die Filmrechte gab es bei der Frage, welcher deutsche Verlag die Rechte für das Hörbuch bekommt, ein spannendes Wettrennen und viele Konkurrenten. Dass die Erben Margaret Mitchells sich für Hoffmann und Campe entschieden haben, ist ein großes Privileg und ein Vertrauensbeweis, der sich nicht zuletzt darauf gründet, dass der Verlag 1991 die deutsche Übersetzung von Alexandra Ripleys Roman Scarlett veröffentlichte und im vergangenen Jahr Rhett von Donald McCaig herausbrachte. Noch nie hat es eine deutsche Gesamtlesung von Vom Winde verweht gegeben. Bei dem vorliegenden Hörbuch handelt es sich also nicht nur um einen Meilenstein in der Geschichte des Hörbuchs, sondern um eine echte Premiere! Ulrich Noethen war von Anfang an der Wunschkandidat, als es darum ging, einen geeigneten Sprecher für das Hörbuch zu finden. Bei einem Roman wie Vom Winde verweht, der schon durch seinen gewaltigen Umfang Respekt einflößt, kommt es nicht nur auf stimmliche Eignung, intellektuelles Vermögen und - auch im physischen Sinn des Wortes - einen »langen Atem« an. Diese Voraussetzungen sollte jeder gute Sprecher erfüllen. Was Ulrich Noethen neben seiner überaus wohlklingenden, facettenreiche Stimme zudem auszeichnet, ist seine feinsinnige, differenzierte und dem literarischen Text dienende Vortragskunst. Das Verblüffende an der vorliegenden Gesamtlesung ist, dass Noethen niemals - über 34 CDs und mehr als 40 Stunden - das Spielerisch-Leichte verliert. Seine Art zu lesen verführt den Hörer: Sie nimmt ihn mit auf eine Reise durch Vom Winde verweht, macht ihn mit Altvertrautem und gänzlich Neuem bekannt, bietet ihm gleichzeitig aber noch genug Raum für eigene Phantasien. Ulrich Noethens Stimme drängt sich nie auf, doch sie regt die Phantasie des Zuhörers an, lässt Bilder in seinem Kopf entstehen, die noch nicht durch eigene Lektüre des Buches »festgelegt« sind. Gleichwohl stellte die Vielzahl der handelnden Personen in Vom Winde verweht eine besondere Herausforderung dar. Wofür auf einer Theaterbühne oder auf der Kinoleinwand zahlreiche Schauspieler zur Verfügung stehen, ist beim Hörbuch allein der Sprecher verantwortlich. Ulrich Noethen musste entscheiden, wie er die große Palette seiner stimmlichen und sprachlichen Möglichkeiten einsetzt, um die einzelnen Figuren zu charakterisieren und ihnen individuelle Unterscheidungsmerkmale zu geben. Dass es ihm gelungen ist, wird jeder bestätigen, der sich die Aufnahme anhört. Eine beeindruckende Leistung und höchste Sprachkunst! Mit der Entscheidung, Vom Winde verweht als ungekürzte Lesung zu produzieren, stellte sich die Frage, wie man mit dem heiklen Thema »Rassismus« und dem damit verknüpften Problem der »Negersprache« in der vor liegenden deutschen Übersetzung umgehen solle. Dass heutige Leser Unbehagen verspüren, wenn sie mit dem sprachlichen Idiom konfrontiert werden, das Margaret Mitchell sich für die Sklaven ausgedacht hat, ist nicht allein ein Ergebnis der »Political Correctness«-Debatte der jüngeren Vergangenheit. Schon Martin Beheim-Schwarzbach, der Gone with the Wind 1937 ins Deutsche übersetzte, war unglücklich damit und sah die Probleme, die sich bei dem Versuch ergaben, eine deutsche Entsprechung für den »Schwarzen-Slang« zu finden. Für Ulrich Noethen wäre eine Neu-Übersetzung sicher leichter zu sprechen gewesen, weil ihm die »Negersprache« unzeitgemäß und bisweilen diskriminierend erschien. Der Verlag hat sich jedoch bewusst entschieden, Margaret Mitchells Roman weder sprachlich noch politisch zu »glätten«. Wenn man Vom Winde verweht nicht nur als Unterhaltungsroman begreift, sondern es auch als historisches Dokument sieht, das in seiner eigenen Geschichte verankert ist, wäre eine sprachliche Überarbeitung einer Form von Zensur des Originaltextes gleichgekommen. Ein weiteres Argument sprach gegen eine Neu-Übersetzung: Vom Winde verweht ist der Charakter des Buches als Mythos. An Mythen soll man nicht herumkorrigieren. Man kann sie nur weitererzählen - oder sie sich vorlesen lassen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Autorenkommentar

Regisseur Alexander Schuhmacher:

Fünf Kilogramm Manuskript. Ca.1500 DinA4-Seiten. Fünf Wochen Sprachaufnahmen. 3390 mal hört man den Namen »Scarlett«. 34 CDs. Knapp 43 Stunden Hörbuch! Es war von Anfang an ein Projekt der Superlative...

Der »Wahnsinn« begann damit, dass ich eine Ausspracheliste für Ulrich Noethen erstellte - das alleine dauerte zwei Wochen. Die ersten Aufnahmetage dachte ich noch »Hurra, Uli liest ja wie der Teufel, das geht doch schneller, als wir alle glaubten«. Doch der Manuskript-Turm wurde nur unmerklich kleiner - der riesige Berg Papier schien der Zeit zu trotzen, die wir an ihm arbeiteten. Heute - nach der Fertigstellung - ist klar, dass die eigentliche Arbeit erst begann, als Ulrich Noethen fertig war. Die Aufnahmen waren die Kür - dann erst kam die Pflicht: nur vier Wochen Zeit blieben, um 43 Stunden Audiomaterial aufzubereiten, den Schnitt zu bewerkstelligen, den Feinschnitt, das Entschmatzen zu organisieren, das Mastering durchzuführen, und dann - als Bonbon sozusagen - die 34 Master-CDs alle sorgsam abzuhören und dabei auf eventuelle Fehler zu überprüfen, bevor sie ins Presswerk durften ... Was bleibt nach zwei Monaten dieser chirurgischen Arbeit an einem Text, der zu den bekanntesten der Welt gehört und gemeinhin als »Schinken« durchgeht?! Man fühlt sich wie durch eine Zeitmaschine in die Geburtsjahre der USA zurückversetzt: die Konföderierten des Südens gegen die Yankees des Nordens, Demokraten gegen Republikaner - »Sklavenhalter gegen Negerbefreier « ... Man hat beim Hören oft das Gefühl, dass gerade in dieser Zeit vieles begründet wurde, was das Wesen der USA heute noch wesentlich bestimmt - im Guten wie im Schlechten. Und ganz nebenbei erfährt man durch die sich zeitlupenhaft entwickelnde Dreiecksgeschichte zwischen Scarlett auf der einen und Rhett bzw. Ashley auf der anderen Seite, wie (Lebens-)Träume, die häufig Schäume sind, entstehen - und dann, unglücklicherweise, ein ganzes Leben - wie ein Irrlicht - begleiten können.

Aber - hören Sie selbst! Viel Vergnügen wünscht Ihnen Ihr Alexander Schuhmacher, März 2008 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .


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Kundenrezensionen

4.8 von 5 Sternen
4.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Epos fuer die Ewigkeit 12. April 2010
Format:Taschenbuch
Zu dem Inhalt ist bereits an anderer Stelle ausfuehrlich Stellung bezogen worden, so dass ich mir dieses hier erspare. Vom Winde verweht ist einer dieser klasssichen Schmoecker, durch die man das Lesen entdeckt. Ein Jahrhundertroman, der die Spannung ueber 1000 Seite aufrechterhalten kann. Er beinhaltet Beschreibungen von Schauplaetzen, die so detailliert und genau vorgenommen werden, dass diese Orte vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig werden und in ihm den Wunsch erwecken, diese real zu erfahren. Darsteller, die durch detailliert realistische Charakterisierungen in all ihrem Facettenreichtum literarische Unsterblichkeit erlangten. Eine Handlung, die durch unzaehliche Handlungsstraenge die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers fordert und ihn mit einer Abenteuer- und Liebesgeschichte belohnt, die neben den fiktiven Elementen historische Gegebenheiten einfliessen laesst. Zu keinem Zeitpunkt wirkt die Handlung aufgesetzt, uebertrieben oder gar, bezogen auf die Liebesgeschichte, kitschig. Selbst das Ende der Geschichte unterstreicht die Besonderheit dieses Romans, der zu Recht in einer spaeteren Verfilmung auch ein visuelles Denkmal gesetzt bekommen hat. Ein Roman, der zu begeistern weiss und auch noch in 100 Jahren zu den besten Romane gehoeren wird, die jemals geschrieben wurden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungebrochenes Lesevergnügen! 1. Juni 2005
Von Filmimuru
Format:Taschenbuch
Nachdem ich "Vom Winde verweht" zweimal teilweise im Fernsehen gesehen hatte, reizte es mich, das Buch unter die Finger zu bekommen. Nun habe ich es gelesen und bin noch mehr begeistert als vom Film. Die Geschichte ist einfach nur phenomenal:
Über 12 Jahre hinweg begleitet man die eigensinnige Scarlett O`Hara auf ihrem Weg durch die 1860er Jahre. Aufgewachsen als älteste Tochter eines irischen Einwanderers und einer wohlhabenden Dame mit französischen Wurzeln, wächst Scarlett auf der Baumwoll-Plantage Tara in Georgia auf. Man begleitet dieses eigenwillige, selbstgefällige kleine Biest von ihrem 16. bis zum 28.Lebensjahr und bekommt dabei Einblicke in ihren Charakter, denen den anderen Romanfiguren (mit Ausnahme Rhett Butlers) vorwiegend verborgen bleiben. Man erlebt, wie sie durch 3 Ehen stolpert, 3 Kinder bekommt und ein viertes bereits im Mutterleib verliert, wie sie ihre Eltern beide unter die Erde bringen muß und viele Freunde in den Grausamkeiten des damals tobenden Bürgerkrieges um die Sklavenbefreiung verliert, wie sie im Krieg und auch danach zu leiden hat, wie sie trotz aller Verluste und Ängste sich wieder aufrappelt und etwas auf die Beine stellt, wie sie schließlich nach und nach heranwächst und dann doch alles verliert...
Selten bereitete mir die Lektüre eines Buches solch ein Vergnügen! Mit stolzen über 1000 Seiten hat man auch einige Stunden daran zu lesen und es lohnt sich jede einzelne Seite davon. Die Geschichte ist von vorn bis hinten durchdacht und selbst mit der Erwähnung unzähliger Figuren, behält man wie von selbst den Überblick und entsinnt sich noch am Ende anfänglich kurz erwähnter Personen. Die Familien-Verwandtschafts-Verwirrungen sind ebenfalls so klar und deutlich beschrieben, dass man von Anfang an den Überblick behält. Jeder Charakter ist so stichhaltig gezeichnet, dass man sich jede Figur sehr gut vorstellen kann und zum Teil ihr Handeln voraussehen kann, weil man sie mit jeder Seite besser kennenlernt. Dies raubt aber keineswegs die Spannung, denn dazu gibt es noch viel zu viele andere unerwartete Erlebnisse und Begebenheiten, die teilweise so unverhofft kommen, dass man als Leser den Schlag im Leben der Hauptfiguren direkt miterlebt. Nicht selten treten einem dabei die Tränen in die Augen. Wenn es auch nur sehr wenige Bücher gibt, die es vermögen, einem zum weinen zu bringen, so zählt "Vom Winde verweht" unweigerlich dazu.
Für mich gehört das Buch in jede gute heimische Büchersammlung und ist als ergänzende Lektüre zum Film unverzichtlich.
Margaret Mitchell hat mit diesem Werk eine unvergessliche Geschichte geschrieben, deren Charaktere unvergleichlich sind und niemals ihre Aktualität verlieren werden. Zusätzlich verdient sie die Auszeichnung, die wohl aufregendsten Charaktere geschrieben zu haben, die die Bücherwelt (und schließlich auch Filmwelt) zu bieten hat.
Mit dem knallharten Ende, mit dem man schließlich allein gelassen wird, endet noch lange nicht der Prozess, den man als Leser durchmacht. Man denkt noch einige Zeit über die gelesene Geschichte nach und fühlt auch einige Zeit lang eine gewisse Leere darüber, dass man sich nicht mehr in die Welt Scarlett O`Haras zurückziehen kann.
Auch, wer den Film schon gesehen hat, wird an dem Werk seine Freude haben. Ich kannte etwa die Hälfte der Handlung, die letzte Hälfte, und habe die letzte Hälfte des Buches dennoch verschlungen, als wäre mir die Geschichte vollkommen neu. Der Schreibstil Mitchells trägt wohl unweigerlich dazu bei, denn sie hat einige so ergreifende Sätze geschrieben, wie man sie selten liest.
Für mich ist "Vom Winde verweht" ein unsterblicher Bestseller und die beste historische Familien-Saga, die ich bisher gelesen habe und ich glaube kaum, dass es ein anderes Werk gibt, dass "Vom Winde verweht" diesen Rang ablaufen kann.
Also ran an die Kasse und unbedingt dieses Buch zulegen. Man wird es nicht bereuen!
Zur Geschichte sage ich nichts weiter, denn wem sie nicht ohnehin schon bekannt ist, wird ungern schon im Voraus wissen, was einem beim Lesen genau erwartet.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch der Bücher... 27. Juni 2006
Format:Taschenbuch
... ist und bleibt natürlich die Bibel. Will man aber den Roman der Romane küren, so kommt man an "Vom Winde verweht" sicher nicht vorbei!

Es dürfte wohl niemanden im westlichen Kulturkreis geben, der mit dem Titel "Vom Winde verweht" nichts anfangen kann. Das mag im wesentlichen an dem gleichnamigen Film liegen, der ein nicht zu wiederholender Klassiker ist, der den Zuschauer über fast vier Stunden hinweg in seinen Bann schlägt. In überwältigenden Bildern sieht man die Geschichte der Scarlett O`Hara, gemalt in Technicolor, über Leinwand oder Bildschirm flimmern. Nicht ganz so handlich ist die Lektüre, auf der der Film der Filme basiert. Das liegt zum einen am Wälzerformat, das es braucht die über 900 Seiten an den Leser zu bringen zum anderen an der Story, so randvoll mit mit Handlung, dass es einem schon mal den Atem verschlägt...

Es sei erwähnt dass die Autorin Margaret Mitchell keine Schriftstellerin, sondern Journalistin war. Das schlägt sich im Schreibstil nieder und besonders dann wenn sie in aller Detailverliebtheit seitenlang genaue Schilderungen der Schauplätze abliefert sorgt sie für Längen und Ungeduld beim Leser, da immer dann die Handlung nicht nennenswert vorangetrieben wird.

Worum aber geht es? Die allermeisten Zeitgenossen verbinden mit "Vom Winde verweht" wohl einen schnulzigen Schmachtfetzen, der im Vordergrund eine banale Liebesgeschichte erzählt. Das aber ist weit gefehlt! Scarlett OŽHara ist gegenüber aller ihr anhaftendenden Volksmeinung kein sittsam schmachtendes Naivchen oder gar die gute warmherzige Heldin, die vom Schicksal gebeutelt sich diesem ergibt. Eigentlich ist sie ein ziemlich durchtriebenes Frauenzimmer, das es mit dem Leben aufnimmt, auch über alle gesellschaftlichen Schranken hinweg und alles andere ist als bei ihren Mitmenschen beliebt. Letztlich bekommt sie alles was sie sie sich in den Kopf gesetzt hat und steht nach jedem Schicksalsschlag wieder auf, eine starke Persönlichkeit, die mit allem irgendwie fertig wird. Tragischer Weise hat sie ihr Liebesleben nicht so gut im Griff. Ihre große Liebe wendet sich aus familiärer Heiratspolitik einer anderen zu und den Mann, der sie über alles liebt, wird sie erst zu lieben wissen wenn es zu spät ist... Scarlett O`Hara ist keine einseitige, "platte" Klischeefigur, sondern ein vielseitiger Charakter, der in bis in die Untiefen ihrer Seele hinein ausgefeilt wurde. Auch der Leser wird ihr, trotz der nachvollziehbaren Motovation für ihr Handeln, nicht immer leicht seine Sympathien schenken können... äußerlich zweifelsohne eine Schönheit, lauern in ihr jede Menge Temperament, weibliche List, kühle Taktik, Tatkraft und alle Abgründe menschlichen Seins, einschließlich einer gesunden Portion Vulgarismus.

Da ist die Antiheldin Melanie schon umgänglicher gestrickt. Sie ist der wahre Sympathieträger der Geschichte, fast engelsgleich und doch von erstaunlicher Stärke und Zähigkeit. Sie bestimmt die Handlung aus einer innewohnenden Energie, agiert aus der Zurückhaltung heraus.

Die männlichen Helden könnten unterschiedlicher nicht sein: da ist Rhett Butler, der klassische charmante Draufgänger, mit allen Wassern gewaschen, dem Herz am rechten Fleck und der Tragik sich vor der einen großen, unglücklichen Liebe nicht schützen zu können. Dagegen steht Ashley Wilkes, ein romantischer Träumer- aus heutiger Sicht ein zauderndes Weichei, das sich widerstandslos in alles ergibt.

Der Plot ist aber nicht ein reines Liebesthema. Sollte man den Inhalt auf einen einzigen Begriff zusammenziehen, so muss es "Überleben" sein. Man taucht ein in die ritualisierte Welt des Südstaatenadels, die mit Ausbruch des Bürgerkrieges demontiert wird. Man wird Zeuge des Verfalls einer Gesellschaft, die nach eigenen festgefügten Regeln funktionierte. Allen Mitgliedern dieser Gesellschaft, die dieser eigenen Weltanschaung nach lebten, wird recht brutal der Boden unter den Füßen entzogen. Das Danach ist ebenso mitreißend wie das Leben mitten in einem Krieg, dessen Umstände seiner Entstehung und Alltag anschaulich geschildert werden. Gleiches spielt sich in der Parallelwelt der Neger ab: Sie er- und durchleben die Zeit vor dem Krieg (nämlich als Sklaven) und das Danach natürlich aus einer völlig anderen Perspektive heraus.

"Vom Winde verweht" ist ein historisch genaues Buch , ein Gesellschaftsdrama und zuletzt tatsächlich ein Liebesroman. So vielfältig sind die Ereignisse, die Stränge der Haupt- und Nebenhandlungen, die Zentral- und Randfiguren, dass nicht mal das Fassungsvermögen eines Vierstundenfilms ausreichte sie alle zu berücksichtigen. So wurde das Drehbuch inhaltlich verkürzt und die geschichtlichen und gesellschaftlichen Aspekte zugunsten der Liebesthematik in den Hintergrund verschoben.

Nur dieses großartige Buch ist "Vom Winde verweht" pur und wer nichts davon verpassen möchte, kommt ohne den wirklich wunderbaren Film, nicht aber ohne das Lesen aus... am besten gleich anfangen!
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5.0 von 5 Sternen Fantastisch!
Scarlett O’Hara, jung, wunderschön, und von allen Männern bewundert und begehrt, lebt ein glückliches, sorgloses Leben auf der Baumwollplantage Tara, das alles ist,... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von funne veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich liebe dieses Buch
Wer kennt die Geschichte zwischen diesen beiden nicht?
Das einzige, was mir am Buch nichts so gut gefällt, ist, dass die Orte manchmal etwas zu viel beschrieben werden,... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Fight veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Mehr-Generationen-Werk - Man ist nie zu jung für diesen Roman
Dieses Buch las ich mit 16 Jahren das erste Mal. Jetzt mit fast 30 bin ich davon überzeugt, dass Die Autorin eine Meisterleistung vor beinahe 80 Jahren niederschrieb. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sabine28 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen einfach großartig
habe nun endlich einmal das buch zu einem meiner absoluten lieblingsfilme gelesen, anfangs etwas skpetisch der 1000 seiten wegen, aber von der ersten seite an begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von rosa mund veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen toller Klassiker
Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen, da ich den Film sehr liebe und mehr Details über Scarlett und Rhett erfahren wollte. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Petra Leeb veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach wunderschön!
Der Inhalt dürfte vielen bekannt sein: Scarlett wird erwachsen, findet zu sich selbst und die wahre Liebe, trotz des Krieges, Schwierigkeiten und großer Verluste. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von L. Dumas veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Weltliteratur !
Es ist mir nach wie vor schleierhaft, wie solch ein großes Stück Literatur nach wie vor als trivial abgetan werden kann. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Eschstruth veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wunderbar
Ich habe, nachdem ich jahrelang um dieses Buch herumgeschlichen bin, endlich diese Leselücke geschlossen und es mir zugelegt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Kristin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker
Für Fans der amerikanischen Geschichte ist dieses Buch ein Muss. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt, wobei die einzelnen Charaktere sehr anschaulich dargestellt... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von E. Angene veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Erschütternd
Trotz der Warnung meiner Freundin, sie habe für dieses Buch ein Jahr gebraucht, weil sie beim Lesen immer eingeschlafen sei, habe ich es regelrecht verschlungen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Elaine veröffentlicht
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