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Vom Wasser: Roman [Taschenbuch]

John von Düffel
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. August 2000
Die Geschichte einer Papierfabrikantendynastie, erzählt von einem, der wie magisch angezogen immer wieder zum Wasser zurückkehrt. Vor unseren Augen lässt dieser Mann die Porträts seiner Ahnengalerie auferstehen.

Er erinnert sich an die sommerlichen Szenen seiner Kindheit und stellt sich vor, wie es gewesen sein könnte: damals, als im letzten Jahrhundert der Ururgroßvater auf seinem Landgut zwischen den Flüssen Orpe und Diemel entdeckte, wie sich Wasser in Papier und Papier sich in Geld verwandeln lässt; damals, als der Sohn des Firmengründers die Fabrik mit seinem nüchternen Zahlenverstand durch den ersten Krieg rechnete und rettete; damals, als die traditionsreiche Geschichte der erstgeborenen Fabrikherren mit dem nächsten Krieg und einem den Musen zugewandten Direktor zu Ende zu gehen drohte. Damals, als seine Frau die vorläufige Rettung brachte.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Vom Autor durchges. N.-A. (1. August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423127996
  • ISBN-13: 978-3423127998
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,9 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 223.373 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dem Dramatiker ist mit seinem Romandebüt ein großer Wurf gelungen. In einer Prosa, die... weit ausgreift und erzählerische Bögen zu schlagen weiß, entwirft Düffel Figuren, die im Gedächtnis haften bleiben wie der im fremden Reich der Zahlen gefangene Malerkrüppel oder seine unglückliche Tochter, in deren Kopf eine extreme Doppelbegabung - das absolute musikalische Gehör und ein maschinenhafter Zahlensinn - zum Wahnsinn führt.«
Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Verlag über das Buch

»Dem Dramatiker ist mit seinem Romandebüt ein großer Wurf gelungen. In einer Prosa, die... weit ausgreift und erzählerische Bögen zu schlagen weiß, entwirft Düffel Figuren, die im Gedächtnis haften bleiben wie der im fremden Reich der Zahlen gefangene Malerkrüppel oder seine unglückliche Tochter, in deren Kopf eine extreme Doppelbegabung - das absolute musikalische Gehör und ein maschinenhafter Zahlensinn - zum Wahnsinn führt.«Hubert Spiegel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

»Das Taschenbuch ist ein Gewinn für jeden, der das Ungewöhnliche sucht.«›Harburger Anzeigen und Nachrichten‹


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Metaphysik vom zweiten Element 9. April 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der schriftstellerische Anfänger habe die Neigung, schrieb Vladimir Nabokov im Nachwort seines Erstlings, dem Leser in seinem ersten Roman sein Privatleben aufzudrängen. Dies rühre weniger von einer fertigen Handlung als vielmehr davon, erst einmal sich selber loszuwerden. Auf der Suche nach einer Geschichte wurde auch John von Düffel bei sich fündig: Es ist seine Familiengeschichte, die er hier ein wenig abgewandelt wiedergibt.

Das Thema des Debütromans ist traditionell, die Durchführung ist es nicht. In „Vom Wasser" wird auf den ersten Blick die Geschichte einer deutschen Familie dargestellt. Der Gründer des Unternehmerclans hat auf einem Landgut zwischen den Flüssen Diemel und Orpe eine Papierfabrik gebaut. Dort, im Ostwestfälischen, verwandelt er „die Ströme des Wassers in Papier und das Papier in Geld". Ein Ich-Erzähler, der wie alle Hauptfiguren namenlos bleibt, aber unschwer als Alter ego Düffels zu erkennen ist, versucht Aufstieg und Niedergang der Familie über mehrere Generationen zu schildern.

Berichtet wird vornehmlich von den Oberhäuptern. Vom Clan-Gründer, einer dominanten Persönlichkeit, für den das halbe Dorf arbeitet, jedoch ein jähes Ende findet: er fällt blau in den Fluß und ertrinkt. Oder vom Urgroßvater, der den Krieg nach Kosten und Gewinn rechnet und seine Arbeiter beschwatzt, nicht gegen Frankreich zu ziehen, sondern seinen Reichtum zu mehren. Die eigentliche Hauptfigur ist schließlich der Großvater: ein Mann von enormer Größe, kahlköpfig und mit steifem Bein, der lieber malen als den Geschäften nachgehen würde....

Doch die Schnittpunkte mit der Zeitgeschichte spielen nur eine kleine Rolle. Es sind bloß Momentaufnahmen, um die Familiengeschichte vor der Kulisse einer realen spielen zu lassen. Statt dessen widmet sich Düffel seinem liebsten Element - dem Wasser. Das Wasser spielt für den Erzähler wie auch für die Familie einen besondere Rolle. Es ist nicht nur Leitmotiv des Romans, es ist mehr: Ausgangspunkt für ihren Wohlstand und zugleich deren Ende (der Großvater erstickt an einer Gräte). Düffel hat sich eine Ersatzmetaphysik zusammengeschustert: „Wir kehren immer wieder zum Wasser zurück." Und: „Diese Macht ist eine sehr wahrnehmbare, wirkliche Macht..." Das Wasser also als bestimmende Kraft. Einen breiten Raum nehmen die langen Naturdarstellungen ein. Sie gehören zweifellos zu Stärken dieses Autors, dessen bilderreiche Schilderungen der Flußlandschaft poetische Kraft besitzen. Doch die Neigung zu ausufernden Beschreibungen steht dem Erzähler Düffel im Weg. Von Erzählen kann man hier auch nicht mehr sprechen. Tragische Charaktere werden zwar eingeführt aber nicht entwickelt. So beim Bruder des Großvaters, der als seelisch und körperlich Gebrochener aus dem Krieg heimkehrt und auf dem Dachboden vegetiert. Der Roman krankt daran, daß der Stoff bestenfalls für eine Erzählung reicht und der Autor zudem mit seinen Figuren nichts anzufangen weiß. Jedes Interesse an den Figuren, die ohnehin eher schemenhaft dargestellt sind, wird durch Naturschilderungen oder willkürliche Zeitsprünge unterbrochen und damit gänzlich abgetötet. Es werden Dinge beschrieben statt Schicksale erzählt.

Ungewöhnlich ist, daß ein Autor, der als Dramaturg arbeitet und Stücke veröffentlicht hat, so wenig Gespür für das hat, was nicht nur für ein Schauspiel wichtig, sondern auch für erzählende Prosa unentbehrlich ist: Figuren, Handlung, Szenen. Düffel gestaltet die Geschichte nicht, er schildert wie sie von Ferne („Ich stelle mir vor wie es gewesen sein könnte"): Das vermittelte Geschehen wirkt wie aus zweiter Hand. So bleibt die Geschichte frei von Unmittelbarkeit, jeglicher Überzeugungskraft und Anschaulichkeit.

Düffel, Jahrgang 1966, erhielt beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb für seinen Roman einen Nachwuchs-Preis. In „Vom Wasser" blitzt trotz allem gelegentlich ein intelligenter Autor auf. Wenn er seinen biographischen Ballast erst einmal losgeworden ist, darf man durchaus von ihm erwarten, daß er zu Besserem vordringt. Doch vorerst muß man festhalten: Der spärlichen Geschichte seines Romans „Vom Wasser" zu folgen ist kaum spannender als jemanden stundenlang beim Angeln zuzuschauen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. Öschelbrunn TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses Buch müßte man sich (oder anderen) eigentlich vom ersten Wort auf Seite 1 bis zum letzten Wort auf Seite 286 laut vorlesen, um der Sprachvirtuosität Düffels nur annähernd gerecht zu werden.

Die schwarzen Wasser des Flußes Olpe diktieren das Schicksal einer Papierfabrikanten-Dynastie, die Düffel über viele Generationen begleitet. Als der Firmengründer eines Nachts (im Suff) in den Fluß fällt und ertrinkt, ist die Sage vom "Harkemann" geboren, der im Fluß lauert und vor dem sich noch die Ur-Ur-Enkel 150 Jahre später in Acht nehmen sollen, wenn die Eltern sie vom gefährlichen Flußufer fernzuhalten versuchen. Die Zeiten sind mal besser, mal schlechter, das Wasser der Olpe fließt aber immer gleichbleibend schwarz an den Papiermühlen der Fabrik vorbei und wird in weißes Papier verwandelt. Doch der Fluß ist mehr als nur Rohstofflieferant der Papierfabrik, er ist Ort des Geschehens für weitere Familienschicksale. Der Enkel des Firmengründers ist begeisterter Angler, ißt aber nie den gefangenen Fisch. Bis auf einmal, als er prompt an einer Fischgrete erstickt.

John von Düffel hat seine Liebe für das nasse Element schon mehrfach zum Thema seiner Bücher gemacht: In "Houwelandt" mißt der Roman-Namensgeber täglich seine schwindenden Kräfte an der Schwimmstrecke zu einer vor der Küste gelegenen Insel. "Schwimmen" widmet sich ausschließlich diesem Sujet und auch in "Vom Wasser" ist das Schwimmen die Passion des erzählenden Ur-Ur-Enkels.
... Lesen Sie weiter... ›
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wasser als Motiv und erzählerisches Mittel 30. Juni 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Vom Erzählen

Nicht Staub sind wir Menschen, sondern Wasser, und „wir kehren immer zum Wasser zurück". Das ist John von Düffels These und Motto in seinem Debütroman „Vom Wasser", in dem das nasse Element nicht nur ein vielgesichtiges Motiv des Textes und das Bindemittel der Geschichte um eine Papierfabrikantendynastie ist, sondern gar schon erzählerisches Mittel geworden zu sein scheint. Dementsprechend gebärdet sich der Text des jungen Theaterautors und -dramaturgen von Düffel (Jahrgang '66) selbst als langer, fast immer ruhiger Fluß, dessen Ursprung im Bau einer Papierfabrik und eines zugehörigen Gutes zwischen Orpe und Diemel in Ost-west-falen liegt, vorgenommen durch den Ururgroßvater des Erzählers am Ende des 19. Jahrhunderts. Ein „listiger und lustiger" Mann war er, dessen Schicksal es ist, schließlich in der Orpe zu ertrin-ken, geholt vom Harkemann, dem Wasserdämon des dunklen und gefährlichen Flusses. Ihm nach folgt sein Sohn, dessen ausgeprägter Sinn für Zahlen ihn ver-schlos-sen erscheinen läßt, der sich jedoch als fähiger Direktor erweist. Ihm gelingt es sogar, „den Krieg zu rechnen", denn dank seiner Begabung schlägt er aus der Katastrophe des Ersten Weltkrieges Kapital und überzeugt in einer hochkomischen Szene einen jungen, ungestümen Offizier von der Kriegswichtigkeit der Papierproduktion, die seinen Arbeitern, auf diese Weise vom Militärdienst befreit, gegen deren ursprüng-liche Kriegsbegeisterung das Leben rettet. Doch den größten Raum der Erzählung nimmt die Darstellung des Großvaters ein.... Lesen Sie weiter... ›

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5.0 von 5 Sternen Vom Wasser: Roman John von Düffel
Vom Wasser John von Düffel
Ein wahrhaft außergewöhnliches Budh, welches mich auch nach dem Lesen nicht losgelassen hat. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Tagen von Barbara Longerich veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Vom Wasser-Düffel zum Seh-Pferdchen ...
Ort der Handlung ist eine kleine Papierfabrik im Westfälisch-Nordhessischen Grenzland. Sie war gelegen am Zusammenfluß der beiden Bäche Diemel und Orpe, nahe der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. August 2010 von o-o
5.0 von 5 Sternen Poesie und Geschichte
Diese Sprache umhüllt das Gehirn und zieht einen in den Text, bis man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2009 von C. Kästner
4.0 von 5 Sternen Aufmerksam geworden bin ich auf den Autor John von Düffel
durch seinen Familienroman "Die Houwelandts". Auch sein Erstling "Vom Wasser" ist eine Familiengeschichte - ich finde, nicht ganz so gelungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2009 von Tom Kadi
5.0 von 5 Sternen Poetische Familiensaga
Ich bin wirklich sehr begeistert von diesem Buch! Dem Leser erwartet eine wundervoll poetisch erzählte Familiensaga, die rundum von dem Element Wasser begleitet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2007 von Jens Neumann
3.0 von 5 Sternen Von Billigdrogen.
Von Düffel hat hier das Buch zum Angeln geschrieben, aber nicht aus der Sicht desjenigen, der angelt, sondern aus der Sicht desjenigen, der beim Angeln zusieht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2007 von Ditmar Schnelle
4.0 von 5 Sternen Poetische Wassermalerei
Einfach genial. Der Debütroman von John von Düffel "Vom Wasser" besticht nicht unbedingt durch inhaltliche Finesse, doch sprachliche Gewandtheit und der Stil könnten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Februar 2007 von Antje Burkert
5.0 von 5 Sternen Der Verfall einer Familie
Ein grandioses Buch. Poetisch, verträumt, wahr, ehrlich und rücksichtslos. Eine ergreifende Familien-Tragödie in perfekter Sprache.
Veröffentlicht am 10. Februar 2006 von Andreas Wiebusch
2.0 von 5 Sternen Zu viele Wirbel
Das Buch hat viele beeindruckende Passagen. Ein Ärgernis ist jedoch das Wiederaufwirbeln, das Rezyklieren von bereits Gesagtem mit fast identischer Wortwahl. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2005 von "ekunz22"
4.0 von 5 Sternen ein fest für schwimmer
wenn von düffel etwas schafft, dann ist es eine unglaublich fesselnde beschreibung des wassers. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2005 von nyck
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