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Vom Urknall zum Durchknall: Die absurde Jagd nach der Weltformel
 
 
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Vom Urknall zum Durchknall: Die absurde Jagd nach der Weltformel [Gebundene Ausgabe]

Alexander Unzicker
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


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Alexander Unzicker
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Aus den Rezensionen: “... Es hat sich eine internationale Struktur etabliert, die fast schon den fundamentalistischen Charakter hat. ... Zweifellos ist das Buch und die darin angeprangerte ‘absurde Jagd nach der Weltformel‘, so der Untertitel, eine interessante und anregende Lektüre. ... Der Text ist flüssig geschrieben ... Es gibt einige Erklärungsboxen mit einfachen Formeln, Literaturangaben nach jedem Kapitel sowie Namen- und Sachverzeichnisse ...“ (Dr. Wolfgang Steinicke: wissenschaft-online.de Spektrumdirekt, 20. Mai 2010) “... Der Autor informiert ... sehr anschaulich über die aktuellen Inhalte und vielfältigen zentralen Fragestellungen der Kosmologie, der Astrophysik und Teilchenphysik. ... schreibt über die Notwendigkeit der Messgenauigkeit und Dokumentierbarkeit von Beobachtungsdaten ... spricht er offen die verbreitete Energie- und Geldverschwendung in der aktuellen Forschung an. ... Seine Kritikpunkte trägt er in diesem Buch besonders beharrlich, aber auch unterhaltsam und witzig vor. Ein wirklich gelungenes, für interessierte Laien, für Studenten, aber auch für Menschen, die Wissen schaffen wollen, lesenswertes beziehungsweise ‘notwendiges‘ Buch ...“ (Ulrich v. Kusserow: Nachrichten der Olbers-Gesellschaft, Juli 2010) “... Was Unzicker schreibt, hat Hand und Fuß, ist fundiert, informiert und zeugt von großer Belesenheit. ... Das Buch ist eine intelligent ausformulierte Provokation, die man gelesen haben sollte. Es tut regelrecht gut, von einem Physiker die massiven Zweifel bestätigt zu bekommen, die wohl jeden kritischen, dem erkenntnistheoretischen Realismus und Physikalismus verpflichteten Geist befallen, wenn er die hier thematisierten Entwicklungen der theoretischen Physik betrachtet ...“ (Egbert Scheunemann: www.wissenschaft-online.de, 18/August/2010) “... Flott und humorvoll geschrieben und mit zahlreichen Anekdoten aus Wissenschaftsgeschichte und -betrieb bespickt, bereitet die Lektüre ... dem jenseits des Konsens denkenden Zeitgenossen Vergnügen, es knarzt gewaltig im Gebälk des wissenschaftlichen Establishments!“ (raum & zeit, Bd. 29/Heft 167, Sept./Okt. 2010) “... In witziger und allgemeinverständlicher Weise kritisiert Unzicker die Methoden der heutigen modernen Physik, hält aber dennoch gleichzeitig auch ein flammendes Plädoyer für die Wissenschaft. ... nimmt sich ... alle wichtigen Gebiete der modernen theoretischen Physik vor. Immer garniert mit vortrefflich passenden Anekdoten und Zitaten, die auch als ein Zeichen einer ungeheuren Belesenheit Unzickers zu werten sind. … ein Buch, das man gelesen haben muß ... eine hervorragende Anleitung zum kritischen Umgang mit der modernen Wissenschaft und dabei doch wissenschaftsbegeistert zu bleiben.“ (Dr. Thomas Schröfl: WAA Newsletter, 2010/Heft 6) “Dieses Buch ist in einem renommierten, seriösen Verlag erschienen. ... Das Buch ist eine intelligent ausformulierte Provokation, die man gelesen haben sollte. Es tut regelrecht gut, von einem Physiker die massiven Zweifel bestätigt zu bekommen, die wohl jeden kritischen, dem erkenntnistheoretischen Realismus und Physikalismus verpflichteten Geist befallen, wenn er die hier thematisierten Entwicklungen der theoretischen Physik betrachtet. Diese Zweifel ergeben sich auch aus meiner distanzierten, von der Sprach- und Naturphilosophie geprägten ... naturwissenschaftlich wohl informierten Perspektive ...“ (Egbert Scheunemann: Spektrum der Wissenschaft, 18/August/2010)

Rezension

Stimmen von Kollegen zum Buch: "Ich habe mich gleich festgelesen, wie es mir sonst nur in Krimis passiert" Michael Drieschner "Hab's gelesen und find's super!"  Vince Ebert "Jeder, der den Mut besitzt, versuchsweise an den Fundamenten neuer und sogar anerkannter Theorien der Physik zu rütteln, wird in diesem frechen Buch wichtige, interessante und vergnügliche Ansatzpunkte dafür finden." Karl Fabian "Ein zugleich amüsantes und informatives Buch." Ernst Peter Fischer "Der traut sich was!" Dieter B. Herrmann "Sie haben ein tolles Buch geschrieben. Gratulation!" Thomas Lippert "Dies ist ein für Laien als auch für Studenten sehr interessant und unterhaltsam geschriebenes Buch über die Probleme der heutigen Physik und Kosmologie. Ich bin beeindruckt." Pavel Kroupa "das Buch wird innerhalb der Physik zu kontroversen Diskussionen führen, aber aus Reibung entsteht nun einmal Wärme ..."  Peter Thirolf "Eine erfrischende, von keinerlei Rücksichtnahmen getrübte Kritik an einem aus dem Ruder gelaufenen Zweig der Physik." H. Dieter Zeh


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gospieler
Format:Gebundene Ausgabe
Unzickers neuestes Werk balanciert auf dem schmalen Grat zwischen Populärwissenschaft und "professioneller" Physik. Das Buch war für mich als naturwissenschaftlicher Laie nicht leicht zu lesen, wenngleich mit einer guten Portion Humor durchsetzt.
Unzickers Buch ist eine pointierte Abrechnung mit den Auswüchsen des "Standardmodells" in der Teilchenphysik sowie mit der Urknalltheorie in der Kosmologie, die beide insbesondere vom CERN in Genf repräsentiert werden. Zugespitzt könnte man den Inhalt des Buches mit der Frage umschreiben: "Was bedeutet in der Physik schön: einfach oder symmetrisch?"
Der kaum noch hinterfragte Grundsatz, eine "allumfassende physikalische Theorie" müsse "symmetrisch" sein, hat uns einen unübersichtlichen Teilchenzoo beschert, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Dem stellt Unzicker eine "fraktale" Physik gegenüber, die mit möglichst wenigen Naturkonstanten "einfach" bleibt. Unzickers Ideen sind hier sehr stark von den physikalischen Vorstellungen des Physikers Paul Dirac beeinflusst, einem Zeitgenossen von Albert Einstein. Die Stringtheorie lehnt Unzicker als empirisch ungesicherte, ins Religiöse abdriftende Modeerscheinung ab.
Dem Mainstream in der Kosmologie wirft Unzicker vor, dass die Gültigkeit seiner Postulate nur in unserer Galaxie nachgewiesen sei, jedoch keineswegs für das gesamte Universum beansprucht werden darf. Unzicker geht hier so weit, die Lichtgeschwindigkeit als unabänderliche Konstante in Frage zu stellen. Empirisch nicht gestützte Hilfskonstrukte wie "Dunkle Materie" und "Dunkle Energie" finden bei Unzicker keine Gnade.

Besonders gefallen haben mir die Darstellungen der Forschungsergebnisse, die in den letzten Jahren durch Weltraumsonden von NASA und ESA erbracht wurden. In der populärwissenschaftlichen Literatur erfährt man ja sonst wenig über die kosmologischen Erkenntnisse der letzten 20 Jahre.

Vermisst habe ich klare Worte des Autors zur Verantwortung der Wissenschaftler für die Unversehrtheit unserer Erde durch Experimente. Wer freilich wie Unzicker Stringtheorie, Dunkle Materie und Schwarze Löcher als Scharlatanerie abtut, braucht sich auch um deren Gefahrenpotential nicht zu sorgen.

Dem naturwissenschaftlich unbelasteten Leser empfehle ich, sich zuerst in die "symmetrische" Physik einzulesen, um Unzickers Kritik an dieser Physik besser zu verstehen.
Als Einführung hierzu bietet sich das kleine Büchlein von Ralf Landua "Am Rand der Dimensionen - Gespräche über die Physik am CERN" an.

Unzicker gelingt es mit seinem Buch, die Atomphysik und Kosmologie vom Nimbus der absoluten Wahrheit, Objektivität und Unfehlbarkeit zu entkleiden, indem er aufzeigt, dass hier auch nur von Interessen geleitete Menschen mit ihren individuellen Eitelkeiten am Werk sind. Dafür vergebe ich gerne gute 4 Sterne.
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47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von stefanw190 VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Zum größten Pluspunkt zuerst: das Buch ist flott geschrieben, man kann es in einem Zug durchlesen; und zwar auch ohne besondere naturwissenschaftliche Vorbildung. Da es ziemlich scharfe Angriffe enthält, scheint es beinahe jeden zu einer klaren Position zu zwingen (entweder einen Stern oder fünf Sterne). Der Inhalt läßt sich auf folgende Kernthesen zusammenfassen:
- viele gegenwärtige theoretische Veröffentlichungen zur Kosmologie/Elementarteilchenphysik haben keinen Bezug zur physikalischen Wirklichkeit; und
- der Wissenschaftsbetrieb ist von Seilschaften dominiert, die ihre soziale Macht nutzen, um unsinnige Theorien zu etablieren und abweichende Ansichten zu unterdrücken.
Beide Punkte sind sicher nicht ganz falsch. Es stellt sich natürlich jeweils die Frage nach Alternativen: beim ersten Punkt vertritt der Autor einige eigene Ideen (abweichende Gravitation bei sehr kleinen Beschleunigungen, möglicherweise nichtkonstante Lichtgeschwindigkeit), die natürlich genauso als Spekulation abgetan werden könnten wie die von ihm kritisierte Stringtheorie. Einen wirklichen Verbesserungsvorschlag zur Organisation der Wissenschaft sehe ich im ganzen Buch nicht (eine bessere Zugänglichkeit der Rohdaten zu fordern, ist natürlich in Ordnung).
Manche Physiker werden sich beim Lesen sicherlich auch massiv ärgern und das Buch als großmäulige Kritik von jemandem empfinden, der keine eigenen Forschungsleistungen vorzuweisen hat, aber einer größeren Anzahl von Nobelpreisträgern unterstellt, sie hätten ihren Preis zu Unrecht erhalten. Auch das ist nicht ganz falsch, widerlegt aber noch nicht die Kritik.
Hauptschwäche des Buches sind m.E. einige Inkonsistenzen. Der Autor scheut sich nicht, Autoritäten zu kritisieren; aber er beruft sich dabei oft selbst auf Autoritäten, die ihm sympathisch sind. Viele der heftig kritisierten Veröffentlichungen stammen von arXiv.org; es wird nicht klar, ob sie danach je in eine Fachzeitschrift gelangt sind; falls nein, wäre das gerade ein Argument zugunsten der "herrschenden Seilschaften" und ihrer Tätigkeit beim peer review. Physikalische Theorien sollen nach der Anzahl der freien Parameter beurteilt werden (!?), aber das Standardmodell, das den Teilchenzoo einigermaßen geordnet hat, scheint auch nicht geheuer zu sein. Physiker sollten mal in Erwägung ziehen, dass die Lichtgeschwindigkeit vielleicht nicht konstant ist - aber dass sie von der Wellenlänge abhängen könnte (quantum loop gravity), wird auch als Unsinn lächerlich gemacht.
Insgesamt ein gut geschriebenes Buch, das in der Tendenz recht hat, aber zu vieles zu pauschal kritisiert - offenbar wollte sich da einer mal richtig Luft machen.
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49 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Heinz Brill VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Als ich den merkwürdigen Titel des Buches zum ersten Mal las, dachte ich, das kann wohl keine seriöse Diskussion physikalischer Themen enthalten. Doch nach dem Lesen muss ich festhalten, das Buch ist ernst zu nehmen, obwohl es angenehm locker, unterhaltsam und teilweise sogar spannend geschrieben ist. Die vielfach etwas übertrieben aggressiv formulierten und subjektiven Ausführungen reizen manche Leser vielleicht zum Widerspruch. Aber zugleich spricht der Autor sicher vielen Laien und wahrscheinlich auch Profis, die Zweifel hinsichtlich der Fortschritte der theoretischen Physik der letzten Jahrzehnte empfinden, aus der Seele. Zusammen mit Büchern von Lee Smolin (Die Zukunft der Physik) und Peter Woit (Not Even Wrong) könnte Unzickers Buch damit zu einer überfälligen breiten Diskussion über mögliche Sackgassen, in die viele Physiker hineingeraten sein könnten, beitragen.

Sind Sie skeptisch, wenn Sie über die Existenz von Paralleluniversen lesen, von denen es fast unendlich viele Exemplare für alle möglichen Ausprägungen der Naturkonstanten geben soll und von denen man kein einziges sehen kann? Oder zweifeln Sie, wenn Sie von der Inflation hören, die innerhalb eines winzigkleinen Sekundenbruchteils zu einer Aufblähung des ganz frühen Universums um 50 Zehnerpotenzen geführt haben soll? Vielleicht sind Sie auch verwundert, dass 85 % der Gesamtmaterie des Universums Dunkle Materie sein soll, deren Natur aber völlig unbekannt ist, obwohl seit über 70 Jahren danach gesucht wird? Oder noch krasser: Wie ist Ihre Meinung zu der dubiosen Dunklen Energie, die für eine beschleunigte Expansion des Universums sorgt und 75 % der gesamten Masse/Energiedichte des Universums beinhaltet? Wie stehen Sie zu exotischen Teilchen wie beispielsweise den hypothetischen, in supersymmetrischen Theorien auftretenden Neutralinos? Was sagen Sie zur Stringtheorie, die im Gegensatz zur Einsteinschen Relativitätstheorie nur in einem Raum von 10 oder 11 Dimensionen funktioniert und für die es keinerlei Nachweis gibt, obwohl sich Hunderte, vielleicht sogar Tausende von Physikern seit Jahrzehnten darum bemühen? Was halten Sie von den Zielen des CERN-Projektes? Wird man dort das mysteriöse Higgs-Teilchen, durch das die Teilchen Masse erlangen und von dessen Existenz viele Physiker überzeugt sind, tatsächlich nachweisen?

Diese und weitere der modernen Theorien hinterfragt Unzicker sehr kritisch, ohne sie aber inhaltlich detailliert zu erläutern. Wer das erwartet, sollte zu anderen Büchern greifen. Man muss über Vorkenntnisse verfügen, wenn man alles verstehen möchte. Natürlich begründet Unzicker ausführlich, warum er an all diesen Theorien erhebliche Zweifel hat und sie nicht als Fortschritt sieht. Er beschreibt die vielen Widersprüche und offenen Fragen. Er lehnt es ab, dass Theorien, die in unserem Sonnensystem getestet wurden, so ohne weiteres auf das gesamte Universum übertragen werden. Und ganz rigoros geht er mit Theorien um, die man nicht einmal dort überprüfen kann. Er provoziert auch mit Zweifeln an grundlegenden Prämissen der Physik, wie z. B. der Konstanz der Gravitationskonstanten, der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, der Homogenität und Isotropie des Weltalls. Und er greift Physiker persönlich an, so z. B. Leonhard Susskind ("Er hat einfach keine Ahnung"), Alan Guth ("Natürlich kann man über alles sprechen. Am besten mit einem Psychologen."), Edward Witten, Brian Greene, Lisa Randall und diverse deutsche Physiker. Andere, zumeist weniger bekannte Outlaws lobt er sehr. Ob zu Recht? Schließlich kritisiert er auch ganze Institutionen wie CERN, Max-Planck-Institute, Fachbereiche an Unis und besonders gern diverse physikalische Institute in USA.

Das Fazit von Unzicker könnte man so zusammenfassen: Vorwärts, Ihr Physiker, Ihr müsst zurück! Und versteht erst einmal die Grundbegriffe Raum, Zeit und Masse richtig!

Ich persönlich habe manches als zu krass und zu kritisch empfunden, aber ich teile in vielen Punkten die Skepsis. Gerade deswegen hat mir das Lesen des Buches Freude gemacht, auch wenn ich jetzt in mancherlei Hinsicht ratlos bin.

Gespannt bin ich, wie Unzicker reagieren wird, wenn im LHC in Genf das Higgs-Teilchen nun doch nachgewiesen werden sollte oder wenn man dabei gar Nachweise für die Stringtheorie finden wird. Unzicker wettet darauf, dass dieses nicht passieren wird. Wir können gespannt sein.
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Vor 10 Monaten von Bücherwurm veröffentlicht
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