Kunst & Therapie, Winterausgabe 2004
Für mich ist Krautz' Buch in zweierlei Hinsicht lesenswert: Es brachte mir John Bergers unkonventionelle Person, sein Denken und künstlerisches Handeln noch näher, und gerade die Besprechung seiner Fotoerzählungen hat mir neue Impulse für meine eigene kunsttherapeutische Arbeit mit dem Medium der Fotografie gegeben. Nicht zuletzt weckt Krautz die Lust, Berger (immer wieder) zu lesen!
BDK-Mitteilungen, 4/2005
[...] Aus Bergers vielfältigen Schriften destilliert Krautz eine stringente Argumentationsstruktur zu Ethik, Ästhetik und insbesondere Fotografietheorie. Deren fundamentale Bedeutung für einen an den Grundlagen der Humanität und der existentiellen Konstitution des Menschen orientierten, aktiv kulturkritischen Unterricht leuchtet unmittelbar ein. [...] Man braucht die politische Grundeinstellung von Berger und Krautz nicht zu teilen, um der Intensität und Konsequenz Respekt zu zollen, mit der Krautzdurch Bergers Ethik und Ästhetik an die Wurzeln von Pädagogik und Kunstpädagogik geht. Mit seiner Studie - vor allem aber mit seinen Beispielen von Schülerarbeiten - verdichtet Krautz eine jenseits von Relativismus und Konstruktivismus begründete pädagogische Theorie und Praxis, die zumindest als Korrektiv derzeit modischer Strömungen Lehrerinnen und Lehrern Orientierungsimpulse und ganz praktische Hilfen zur Vorbereitung einer personalen Rollenfindung und Unterrichtspraxis öffnen kann.