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Vom Recht zur Geschichte: Akten aus NS-Prozessen als Quellen der Zeitgeschichte
 
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Vom Recht zur Geschichte: Akten aus NS-Prozessen als Quellen der Zeitgeschichte [Taschenbuch]

Andreas Wirsching , Jürgen Finger , Sven Keller


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Produktinformation


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Kurzbeschreibung



NS-Prozesse in der zeithistorischen Forschung

Der Band gibt einen Überblick über Grundlagen und Durchführung juristischer Strafverfolgung von NS-Verbrechen und eröffnet Einblicke in die zeitgeschichtliche Nutzung juristischen Aktenmaterials.

Die juristische Aufarbeitung war ein zentrales Element des Ringens um einen adäquaten Umgang mit der NS-Vergangenheit. Die aus der Strafverfolgung von NS-Verbrechen hervorgegangenen Justizakten werden von der zeithistorischen Forschung längst als unverzichtbare Quelle für die Erforschung der nationalsozialistischen Verbrechen und der Vernichtungspolitik des NS-Regimes herangezogen.
In diesem Band schildern ausgewiesene Historiker Hintergründe der Strafverfolgung von NS-Verbrechen. Auf der Basis ihrer eigenen Forschungsinteressen stellen sie quellenkritische und methodische Überlegungen an, reflektieren Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung juristischen Aktenmaterials aus NS-Prozessen als Quelle und geben Anregungen und praktische Hinweise für künftige Forschungen.

Inhalt
Jürgen Finger, Sven Keller und Andreas Wirsching: Einleitung

Grundlagen der Prozesse

Freia Anders
Kontinuität oder Diskontinuität? - Plädoyer für eine rechtshistorische Perspektive bei der Nutzung von Strafakten als Quelle

Ludwig Eiber
Nach Nürnberg. Alliierte Prozesse in den Besatzungszonen

Edith Raim
Der Wiederaufbau der Justiz in Westdeutschland und die Ahndung von NS-Verbrechen in der Besatzungszeit 1945-1949

Annette Weinke
Strafverfolgung von NS-Verbrechen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Diskussion und Perspektiven

Claudia Kuretsidis-Haider
Die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen durch die österreichische Justiz

Amedeo Osti Guerrazzi
Italiener als Opfer und Täter. Kriegsverbrecherprozesse in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg

Quellenkritik, Methode, Darstellung

Jürgen Finger
Quellen- und Aktenkunde von Strafprozessakten

Jürgen Finger und Sven Keller
Täter und Opfer - Gedanken zu Quellenkritik und Aussagekontext

Dieter Pohl
Sowjetische und polnische Strafverfahren wegen NS-Verbrechen - Quellen für den Historiker?

Werner Renz
Tonbandmitschnitte von Prozessen als Quelle

Katrin Stoll
Selbst- und Fremddeutung von NS-Tätern im Bielefelder Bialystok-Prozess. Angeklagte und Richter zu den Deportationen aus Grodno

Stephan Lehnstaedt
Mehr als nur die Verbrechen. Kulturgeschichtliche Fragen an Justizakten

Sven Keller
Geschichte aus Gerichtsurteilen. Perspektiven auf die Gesellschaft der Kriegsendphase

Kerstin Brückweh
Dekonstruktion von Prozessakten - Wie ein Strafprozess erzählt werden kann

Sabrina Müller
Zum Drehbuch einer Ausstellung. Der Ulmer Einsatzgruppenprozess von 1958

Beiträger
Freia Anders (Bielefeld), Kerstin Brückweh (London), Dick de Mildt (Amsterdam), Ludwig Eiber (Augsburg), Andreas Eichmüller München), Jürgen Finger (Augsburg), Wolfgang Form (Marburg), Martin Gruner (Augsburg), Sven Keller (Augsburg), Andreas Kunz (Freiburg), Claudia Kuretsidis-Haider (Wien), Stephan Lehnstaedt (München), Sabrina Müller Stuttgart), Amedeo Osti Guerrazzi (Rom), Dieter Pohl (München), Edith Raim (München), Werner Renz Frankfurt a.M.), Christiaan F. Rüter (Amsterdam), Katrin Stoll (Bielefeld), Annette Weinke (Jena), Andreas Wirsching (Augsburg)

Jürgen Finger ist Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg.
Sven Keller ist Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg.
Dr. Andreas Wirsching ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg.

Über den Autor

Andreas Wirsching, geboren 1959, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte.

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