Ein interessanter Bericht über die Organisation, den Ablauf sowie die Gefahren und Eindrücke einer Entdeckungsreise. Mit fachlichen Erklärungen über das damalige Segeln und die Art und Weise, wie Neuland erkundet und kartografiert wurde. Für alle, die schon in Tahiti, Neuseeland oder an der Ostküste Australiens waren, ein interessanter Einblick, wie diese Gegenden auf die damaligen Eroberer gewirkt haben und wie die Namen der Küstenabschnitte zu Ihrem heutigen Namen gelangten. Die gute Recherche und die Tagebücher von verschiedenen Mitreisenden erlauben ein objektiveres Bild über das Zusammentreffen mit den Kulturen der Ureinwohner, als es in Reisebüchern zumeist in Kürze wiedergegeben wird. Auch die Situationen, in denen die Entdecker sich häufig befanden, wird sehr schön wieder gegeben.
Leider war die damalige Entdeckungsreise nicht auf die ausführliche Erkundung des Inlandes ausgelegt, sondern reduzierte sich auf die küstennahen Bereiche. Eine Buch-Fortsetzung der Erkundung Australiens oder Neuseelands auch im Inland wäre jetzt wünschenswert.
Leicht und spannend zu lesen, in kleinen Teilen etwas zu detaillierte Beschreibung der astrologischen Gegebenheiten und Messungen, als wichtiger Bestandteil der Reise aber auf jeden Fall interessant.
Was das Schiff angeht, werden etwas viele Segelbegriffe verwendet, die der Nicht-Segler nicht zuordnen kann - wo welches Segel hängt und wozu es dient, muss der Laie selbst nachforschen oder nimmt die Geschehnisse einfach zu Kenntnis. Jedoch ein toller Einblick in das Leben der Besatzung an Bord zur damaligen Zeit.
Ein Buch, das nicht der Verherrlichung der Entdecker dient sondern einen die Entdeckung miterleben lässt.