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Vom Mythos des Mann-Monats (mitp Business) Taschenbuch – 25. Februar 2008

4 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Klar doch. Im Jahr 2004 scheitern Software-Projekte immer noch an den gleichen Problemen wie 20 Jahre zuvor: zu groß, zu viel vorgenommen, schlecht geplant, Probleme nicht miteinkalkuliert, nicht genau formuliert, was man eigentlich haben will, sich an Features aufgehalten, die der Kunde nicht wollte und schlecht koordinierte Arbeit. Nimmt man dann noch Schwierigkeiten hinzu wie "neue Technologie im Projekt das erste Mal benutzt" oder unerfahrene Entwickler, die niemand anleitet, weiß man, wieso so viele Projekte scheitern.

Das weiß man nun alles nicht erst seit gestern, sondern seit langer Zeit. Frederick Brooks Mythical Man Month ist ein Klassiker des Projektmanagements, das gemeinsam mit Tom DeMarcos Büchern zur Basislektüre jeder Software-Abteilung (und vor allen Dingen dem dazugehörigen Management) gehören sollten. Brooks Klassiker ist jetzt endlich übersetzt bei MITP erschienen -- keine Ausrede mehr, das Buch nicht gelesen zu haben. Bereits mit Erscheinen der ersten Essays 1975 wurden die Probleme der Software-Entwicklung klar benannt. Offenbar unterliegen allerdings Brooks' gute Ratschläge dem gleichen Phänomen wie der Rat, mehr für die Gesundheit zu tun -- sie werden schlicht ignoriert.

Prototypen, Tests, gute Werkzeuge, vernünftige Strukturen, realistische Einschätzung von neuen Technologien (Brooks spricht in frühen Abschnitten noch von Ada und Expertensystemen) und gute Arbeitsorganisation sind keine nagelneuen Wunderwaffen des Projektmanagements, sondern Grundsätze, die man bequem seit 20 Jahren einsetzen und verfeinern könnte -- würde man sie beherzigen. Das Gleiche gilt für die Kunst der Zeitabschätzung und der Planung, wann welches Feature gebraucht wird.

Warum sollte man Brooks heute noch lesen, wenn das doch alles bekannt ist? Weil seine Thesen 2004 nicht weniger hilfreich sind als 20 oder 30 Jahre zuvor, weil seine Beispiele großartig illustrieren, wie viel Unsinn geplant wird, weil man immer noch Software unter Zeitdruck entwicklen muss und weil man es gar nicht oft genug sagen kann. --Susanne Schmidt

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Frederick P. Brooks ist der Träger des A.M. Turing Award der ACM im Jahre 1999 - der Auszeichnung mit dem höchsten Prestige, die es im Computerbereich gibt. Er erhielt diesen Preis insbesondere für seine "bahnbrechenden Beiträge zur Architektur von Computern, Betriebssysteme und auf dem Gebiet des Software Engineering".


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Format: Taschenbuch
Die Essays schlecht hin zum Thema Software-Engineering. Das Buch wurde so oft zitiert und auch so oft auseinander genommen.
Brooks nimmt die typischen Probleme der Software-Engineering durch und stellt Thesen auf. Diese belegt er durch interessante Fakten. Das ursprüngliche Buch, stammt aus dem Jahr 1975. Vieles scheint veraltet, aber das meiste ist immer noch aktuell. Für die Jubiläumsausgabe, legt Brooks nochmals kräftig an Seiten zu. Er läßt die Zeit nochmals passieren und zieht Schlüsse zu seinen alten Thesen, ob diese noch gültig sind.
Ein sehr interessantes Buch.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
An diesem Buch kommt eigentlich niemend vorbei, der sich ernsthaft mit dem Thema Projekte und Software auseinandersetzt. Obwohl manche (technischen) Aspekte heutzutage etwas seltsam daherkommen, sind alle auch aus heutiger Sicht wichtigen Themen bereits in diesem Buch enthalten. Ich persönlich finde es erschreckend, dass Brooks bereits zum damaligen Zeitpunkt alle wesentlichen Aspekte erkannte und wie weinig sich eigentlich bis heute auf diesem Gebiet getan hat: Die Probleme sind die gleichen geblieben (oder durch die Komplexität der Software noch größer geworden), es gibt die gleichen Missverständnisse und nach wie vor existieren Lösungsansätze nur in Teilbereichen oder werden nicht konsequent angewendet. Auch der Glaube an die "Silberkugel" ist immer noch in vielen Köpfen fest eingepflanzt.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
.. dass ein so altes Buch ist immer noch aktuelle Probleme beschreibt und sich daher die Programmierkunst nicht ein kleines Stück vorwärts bewegt hat! Das Buch hat leider ein paar Längen, das machen die spannenden Stellen aber wieder gut.
Ich kann das Buch also auf jeden Fall empfehlen!
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