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Vom König zum Führer: Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat
 
 
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Vom König zum Führer: Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat [Gebundene Ausgabe]

Stephan Malinowski
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 660 Seiten
  • Verlag: Oldenbourg Akademieverlag; Auflage: 1 (11. Juni 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3050035544
  • ISBN-13: 978-3050035543
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 15,6 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.075.189 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Stephan Malinowski
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"[Eine] bereits zum Standardwerk avancierte Untersuchung" Björn Hofmeister in: Archiv für Sozialgeschichte, 50 (2010)

Kurzbeschreibung

Die erste umfassende Analyse des Niedergangs der jahrhundertealten Herrschaftselite des deutschen Adels. Die Selbstzerstörung adliger Traditionen und Werte, die im Kaiserreich mit der Annäherung an rechtsradikale Bewegungen beginnt, kulminiert in der widersprüchlichen Mitwirkung in der NS-Bewegung. Ausgezeichnet mit dem Hans-Rosenberg-Preis 2004. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Sehr interessantes Buch. Sehr gut geschrieben. Enthält viele wichtige Informationen über den Adel zwischen Kaiserreich und drittem Reich. Der Autor schreibt über ein Gebiet, welches bis dato noch relativ unerforscht war. Die Quellenangaben und Fussnoten enthalten ebenfalls sehr interessante Informationen. Ein Buch, welches jedem zu empfehlen ist, der mehr wissen möchte über die Ursachen des dritten Reiches und der sich nicht mit den gewöhnlichen Informationen abspeisen lassen will.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Adlige Abwege 20. November 2010
Von wester62
Format:Broschiert
Eine schöne Forschungsarbeit über die Nähe des deutschen Adels oder von Teilen davon zum NS-Staat, gut und anhand vieler Beispiele präsentiert.

Besonders lesenswert und unterhaltsam sind m.E. allerdings die von NS-Fragen unabhängigen Passagen auf den Seiten 47-117, wo die über Jahrhunderte unveränderten "Elemente des adligen Habitus" köstlich und höchst unterhaltsam geschildert werden, u.a unter den Kapiteln "Charakter versus Bildung" oder "Landbindung und Großstadtferne".

Eine wichtige Erkenntnis auf Seite 57: "Durch selektive Archivöffnungen und die Vorgaben an ad hoc engagierte, meist bürgerliche Autoren, erstrahlt diesselbe Person je nach Bedarf als aufrechter Kämpfer gegen den Despotismus, als Leitfigut des Konservativismus oder als Vorkämpfer des nationalsozialistischen Staates." So ein bürgerlicher Domestik ist auch ein Herr Schlie, welcher den verurteilten Kriegsverbrecher Weizsäcker weißwaschen hilft.

Bravo, Herr Malinowski, so macht Geschichte Spaß.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Selten war ich so fasziniert von einem wissenschaftlichen Buch. Die Materialfülle, die Malinowski vor dem Leser ausbreitet, ist stupend. Der Autor hätte es sich leicht machen können und nur die Grundlinien der Verfallsentwicklung darstellen können. Er hat sich jedoch die Mühe gemacht, die einzelnen Stränge des Niedergangs und der Reaktion des Adels hierauf, gründlich zu recherchieren und uns Lesern darzustellen. Er scheut sich nicht, die Protagonisten der Entwicklung mit Namen zu benennen. Hierbei bleibt kaum eine Untergruppe des vielgestaltig auftretenden Adels außer Betracht, von den königlichen Prinzen, den Standesherren bis zum Briefadel neuester Zeit. Er zeigt auf, wie die Abneigung, insbesondere des preußischen Adels, gegen Erwerbstätigkeiten in Handel und Finanz fast zwingend zum Antisemitismus führt, was von den Verbandsfunktionären des Adels noch geschürt wird. Er zeigt außerdem das Gefälle zwischen dem protestantisch-norddeutschen und dem katholisch-süddeutschen Adel auf. Ganz wichtig für den Hochadel und seiner Verbundenheit mit dem königlichen Hof Preußens war die Debatte über die "Abreise" oder "Fahnenflucht" Wilhelms II. im Gegensatz zum von manchen Adelskreisen geforderten "Blutopfer" des Obersten Kriegsherrn. Übel hat jedoch auch die Klasse der nicht-adligen, aber zum Adel tendierenden großbürgerlichen Eliten, allen voran Ludendorff, den Verfall des Adels befördert. Dieser Aspekt kommt in der Darstellung Malinowskis zu kurz, ebenso wie die Entwicklung in "Deutsch-Österreich". Dennoch dürfen wir dankbar sein, für die Fülle des Materials, das der Verfasser vor uns ausbreitet, und für die Einsicht in eine vorwiegend von ihren Wahrnehmungen der Realität anstatt von der harten Wirklichkeit geprägten Bevölkerungsschicht, die einen überproportionalen Beitrag zum Führerstaat, der Diktatur Hitlers geleistet hat.
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