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Vom Jenseits. Erzählungen
 
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Vom Jenseits. Erzählungen [Gebundene Ausgabe]

Howard Ph. Lovecraft
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 798 Seiten
  • Verlag: Area (August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899963911
  • ISBN-13: 978-3899963915
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 12,2 x 6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 731.093 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach spitze! 5. November 2005
Die Auswahl ist im doppelten Sinne gelungen, bietet sie doch eine große Bandbreite von Lovecrafts Schaffen, sogar ein Abenteuer auf der Venus, und dazu noch eine spannende Lektüre. Lovecraft hat nie Splattergeschichten erzählt, in seinen Geschichten gibt es auch keine Kämpfe oder gar Action-Szenen im eigentlichen Sinne. Sein Horror dringt bis in die Tiefen der menschlichen Seele und verunsichert den Leser. Es gibt keine strahlenden Helden, bei Lovecraft steht der Mensch einem unfassbaren Horror gegenüber, den er höchstens kurzzeitig aufhalten kann, in der Regel verliert der Protagonist aber Leben, Verstand oder beides.
Und wer sich auf den Cthulhu-Mythos einlässt wird mit einem wirklichen Schrecken belohnt, der Erkenntnis, dass die Menschheit nur ein kleiner Klecks im Universum ist und ganz andere Mächte die Herrschaft ausüben. Derart konsequent in dieser Auslegung war nur Lovecraft, viele andere, die den Cthulhu-Mythos als Inspiration für eigene Geschichten nutzten, wollten ihren Leser nicht das ganze Grauen zumuten.

Nicht alle Geschichten vermögen natürlich gleichermaßen zu begeistern. Aber wer Lovecraft (besser) kennen lernen möchte, kann bei diesem Umfang zu diesem Preis einfach nichts verkehrt machen. Wer die Geschichten schon hat, der muss entscheiden, ob ihm die Bündelung und das Hardcover das Geld wert sind - mir auf alle Fälle.

Einen 800-Seiten-Wälzer mit Kurzgeschichten in der Hand zu halten ist zwar etwas ungewohnt, aber daran gewöhnt man sich schnell, in die Jackentasche passt das Buch natürlich nicht. Das Cover ist dezent, aber passend aufgemacht. Das Schriftbild ist, gegeben durch den Umfang, etwas klein geraten, aber erträglich. Das Vorwort stammt von Hans Joachim Alpers und ist eine gute Einführung in das Leben Lovecrafts, wobei auch teilweise etwas zu den einzelnen Geschichten gesagt wird. Letzteres teilweise für mich persönlich etwas zu weitgehend, bei einer oder zwei Geschichten hätte ich es nicht vorher lesen wollen, sondern nachher. Die Übersetzung stammt von Florian F. Marzin, dessen deutsche Texte sehr gut lesbar sind.

Inhalt:
Pickmanns Modell, Die Katzen von Ulthar, Die Musik des Erich Zann, Die Anderen Götter, Cthulhus Ruf, Der boshafte Geistliche, In der Gruft, Die Ratten im Gemäuer, Hypnos, Iranons Suche, Das Weiße Schiff, In den Mauern von Eryx, Kühle Luft, Jenseits der Mauer des Schlafs, Der Alchemist, Das Mond-Moor, Gefangen bei den Pharaonen, Polaris, Vom Jenseits, Der Schreckliche Alte Mann, Das Grab, Der Baum, Das Tier in der Höhle, Das Verderben, das über Sarnath kam, Das Unbeschreibliche, Celephais, Das Grauen von Dunwich, Der Leuchtende Trapezoeder, Die Aussage von Randolph Carter, Der Silberschlüssel, Durch die Tore des Silberschlüssels, Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kult 3. Februar 2006
Von J. Seibold TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Was soll man über einen Autor sagen, der Bahnbrechendes geleistet hat?
Was soll man über einen Verlag sagen, der erneut sehr geschickt und kenntnisreich seine Reihe erweitert hat?

Fangen wir doch mal beim Autor an:
Howard Phillips Lovecraft müsste grundsätzlich jedem Leser der Horror-, Grusel- aber auch Literaturecke sehr bekannt sein.
Neben seinen genialen Geschichten war er sicherlich Wegbereiter für unzählige zukünftige Autoren - man denke nur an die Hexer-Reihe von Wolfgang Hohlbein, in der Lovecraft neben den Geistern die er rief auch noch eine persönliche Rolle bekam.
Neben ihm gab es nicht allzu viele weitere Autoren, die unserem Genre die Türen öffneten und zeigten, dass sich noch erheblich mehr hinter diesen verbirgt.
Ich möchte jetzt aber keinen Aufsatz über das Leben und die Fähigkeiten eines H.P. Lovecraft schreiben - da gibt es sicherlich schon genug und weit bessere, als es mir vielleicht möglich ist.
Auf einen Nenner gebracht: Lovecraft ist für mich ein absoluter Klassiker, Wegbereiter und geistiger Vater vieler zukünftiger Leseabende. Somit kann ich vor ihm nur meinen Hut ziehen.

Kommen wir nun zum Verlag: Ich habe bereits mehrfach den Area-Verlag über seine schön aufgemachte und inhaltlich überzeugende Horrorreihe gelobt. Mit “Vom Jenseits” konnten sie mich erneut überzeugen. Vor Genuß dieses Buches ging ich davon aus, alles von H.P. Lovecraft zu kennen (mein Bücherregal zeigte mir auch sehr viele Lovecraft-Bände) - nun ist mir durch diesen vorliegenden Band aufgefallen, dass dem wohl nicht so ist.
Der area-Verlag konnte nämlich durch seine Auswahl das ein oder andere Sahnehäubchen drauflegen und nun weiß ich auch, dass Lovecraft sogar im Science-Fiction-Genre aktiv war und dies mit gruseligen Elementen in einer nur ihm vorbehaltenen, virtuosen Art und Weise darlegt (“In den Mauern von Eryx”). Diese Geschichte allein lohnt schon den Kauf dieses Buches. Doch das ist natürlich nur ein Beispiel: Neben altbekannten “Blockbustern” wie z.B. “Pickmans Modell”, “Die Katzen von Ulthar”, “Cthulhus Ruf”, “Die Ratten im Gemäuer” finden sich auch seltener veröffentlichte Werke in diesem Band (sehr schön auch die Geschichte in Zusammenarbeit mit dem berühmten Harry Houdini - “Gefangen bei den Pharaonen”) und man kann getrost jede Seite dieses zu Lebzeiten verkannten Genies genießen.
Sollte also in keinem Genre- und Literaturregal fehlen.
Jürgen Seibold/24.01.2006

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingt kennen lernen! 21. April 2006
Von Ovir TOP 1000 REZENSENT
Der vorliegende Band beinhaltet auf nahezu 800 Seiten eine Vielzahl von Kurzgeschichten Howard P. Lovecrafts, darunter auch viele seiner bedeutendsten Geschichten wie "Pickman's Modell", "Cthulhus Ruf" oder das "Grauen von Dunwich" (um nur einige zu nennen).

Lovecraft, der von sich selbst behauptete, "im falschen Jahrhundert" gelebt zu haben, war stark von E. A. Poe inspiriert. Beleg dafür ist nicht zu letzt die sehr antiquiert wirkende Sprache, derer er sich vor allem in seinen frühen Geschichten bedient. Erst sehr spät fügte er sich der Kritik, die seine Geschichten allein des Stils wegen oft in der Luft zerriss, und passte sich der in seiner Zeit gewohnteren Ausdrucksweise an.

Hinkte er stilistisch seiner Zeit eventuell hinterher, war er thematisch wohl seiner Zeit voraus. So fanden seine Geschichten auch inhaltlich in breiten Kreisen wenig Zuspruch. Die beunruhigende Atmosphäre, die Ahnung von einem so unfassbaren Grauen, dass es nur ungenügend in Worte zu fassen ist, war dem Publikum offensichtlich zu komplex. Schließlich erschienen seine Geschichten ausnahmslos in sogenannten Pulp-Magazines... im Prinzip vergleichbar mit heutigen "Groschenromanen". Dort setzten sich eher Autoren durch, die in ihren Geschichten nicht mit Action und erotischen Sequenzen geizten. Dem hat sich Lovecraft nie angepasst. Glücklicherweise, denn wenn es ihm auch zu Lebzeiten vieles erschwert haben mag, hat es ihm doch verdiente Achtung in heutiger Zeit eingebracht.

Kern von Lovecrafts Werk ist ein sogenannter "Mythos", den er selbst nie so genau definierte. Er ersann die Existenz uralter außerirdischer Mächte mit gottgleichen Fähigkeiten, die sich aufgrund ihrer Überlegenheit dem menschlichen Verständnis komplett entzogen. Die Erde war einstmals Spielball dieser Wesen, die vor der Ära der Menschen von fremdartigen nichtmenschlichen Völkern als Götter verehrt wurden. Wie diese "Götter" selbst, sie werden gemeinhin vor allem als "Die Großen Alten" bezeichnet, exitsieren einige dieser alten Völker auch heute noch. Die nicht selten furchteinflößenden Überreste ihrer einstigen Kulturen sind an entlegenen Orten der Welt, in der Arktis oder in lebensfeindlichen Wüsten zu finden. Diese Thematik, die bis in heutige Zeit eine Vielzahl von Autoren inspiriert hat und auch weiterhin inspiriert, schlägt sich selbst in Geschichten nieder, die eigentlich nichts mit dem "Mythos" zu tun haben: Oft fällt in unbedeutend erscheinenden Nebensätzen der eine oder andere Name eines dieser uralten Wesen - oder der Titel eines "verbotenen" Buches wird genannt.

Heute gilt Lovecraft als für die Kurzgeschichte allgemein wie auch die Horrorliteratur wegweisender Autor. In Deutschland ist sein Bekanntheisgrad noch vergleichsweise gering, wenngleich auch hierzulande regelmäßig Publikationen erscheinen, die sein literarisches Erbe dem Leser feilbieten. Leider begegnen uns hier stets nur dieselben Geschichten, Novellen und Fragmente. Denn ein wirklich produktiver Schriftsteller war Lovecraft nicht - sieht man einmal von der immensen Korrespondenz ab (Lovecraft verfasste schätzungsweise mehr als 100.000 Briefe, von denen jeder einzelne oftmals mehr Seiten füllte als eine seiner Geschichten). Auch im vorliegenden Band wird kein neues Material publiziert. Somit richtet sich das umfangreiche Buch wohl eher an jene, die seine Geschichten noch nicht oder nur zu einem kleinen Teil kennen. Diesen sei es jedoch uneingeschränkt empfohlen, denn zu einem wirklich fairen Preis bietet es eine Fülle fantastischer Geschichten, die von der beeindruckenden Fantasie des Autors zeugen.
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