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Vom Jammer des Lebens: Einführung in Schopenhauers Ethik
 
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Vom Jammer des Lebens: Einführung in Schopenhauers Ethik [Taschenbuch]

Michael Hauskeller

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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Leben im Jammertal

upj. Wenn man durchaus will – und Michael Hauskeller will es –, kann man Arthur Schopenhauer tatsächlich als einen der letzten Systemphilosophen sehen; als einen Denker, der die Welt «aus einem Guss» zu betrachten und zu verstehen gewillt ist. Dasjenige Prinzip, das dem Denken die entsprechende Einheit verleiht, ist auf der negativen Seite des emotionalen Zahlenstrahls zu sehen: die Welt ist «Leid», sie ist voller Übel. Enttäuschte Hoffnungen und niemals zu erfüllende Sehnsüchte begleiten den Menschen auf jedem seiner Alltagsgänge; Trauer, Grausamkeit und das unvermeidlichste aller Übel – der Tod – sind die stummen Hausgäste des vermeintlichen Weltbürgers. Schopenhauer, der wortreiche Verächter jeder «Spassphilosophie», wird von Hauskeller vorgestellt als einer der wenigen Denker, die die Tatsache menschlichen Leidens als ernsthafte Herausforderung für die Ethik betrachtet haben. Hauskeller versucht, Schopenhauers Dilemma zu klären: dass es eine moralische Unlauterkeit wäre, jene metaphysische Ungerechtigkeit, die mit dem Übel verbunden ist, nicht zu brandmarken. Dass aber andererseits die Existenz der metaphysischen Ungerechtigkeit eine moralische Unmöglichkeit sei. Nun denke!

Kurzbeschreibung

Schopenhauers Werk ist als eine der letzten Systemphilosophien der Versuch, die Welt nicht nur in Teilaspekten, sondern als ganze zu verstehen. Die Welt bietet sich uns aber dar als voller Leid: voll enttäuschter Hoffnungen und verzehrender Sehnsüchte, mit Schmerzen, Verlust, Trauer, Grausamkeit und dem unvermeidlichsten aller Übel, dem Tod. So wie sich die Welt darstellt, ist sie ein miralisches Skandalon. Doch wir müssen tiefer blicken, um den Sinn des Leidens zu erkennen und ihm schließlich zu entkommen. Michael Hauskeller zeigt in seiner kritischen Redonstruktion von Schopenhauers Philosophie nicht nur, wie sehr diese von Anfang an von ethischen Fragestellungen durchdrungen und beherrscht wird, sondern auch, wie sich die von Schopenhauer entwickelte Ethik der Erfahrung - trotz mancher Widersprüche und Aporien - für die gegenwärtige Ethik-Diskussion fruchtbar machen läßt.

Autorenportrait

Michael Hauskeller, geboren 1964, studierte Philosophie in Dublin, Berkeley und Bonn und lehrt derzeit an der Universität Darmstadt. 1997 erhielt er den Schopenhauer-Preis. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Naturphilosophie, Ethik, Ästhetik und Geschichte der Philosophie - u. a.: 'Alfred North Whitehead zur Einführung', 'Was das Schöne sei', 'Atmosphäre erleben. Philosophische Untersuchungen zur Sinneswahrnehmung'.
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