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Vom Gottesstaat (De civitate Dei): Vollständige Ausgabe in einem Band Buch 1 bis 10, Buch 11 bis 22 [Taschenbuch]

Aurelius Augustinus , Wilhelm Thimme
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2007
Nach seinen berühmten ›Bekenntnissen‹, in denen Augustinus seine Bekehrung zum Christentum erzählte, entstand in den Jahren 413-426 die zweite philosophisch-theologische Abhandlung ›Vom Gottesstaat‹. Sie umfaßt 22 Bücher und ist als Verteidigungsschrift angelegt, weil man dem Christentum den Untergang des römischen Reiches anlastete.Die Zurückweisung dieses Vorwurfs und Rechtfertigung sind Gegenstand der ersten 10 Bücher. In den folgenden aber entwickelt der große abendländische Kirchenlehrer seine Theorie vom Gottesstaat, der als moralische Instanz dem von Selbstliebe und Eigennutz geprägten Weltstaat überlegen ist. Basis dieses weltgeschichtlichen Erklärungsmodells, das das Geschichtsbild und alle Geschichtstheorien bis in die Neuzeit wesentlich mitgeprägt hat, ist die Offenbarung.

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Vom Gottesstaat (De civitate Dei): Vollständige Ausgabe in einem Band Buch 1 bis 10, Buch 11 bis 22 + Bekenntnisse - Confessiones + Liebe fürchtet nichts (insel taschenbuch)
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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Aurelius Augustinus, 354-430 n.Chr., stammte aus Nordafrika und war Rhetoriklehrer in Karthago, Rom und Mailand. Nach seinem Bekehrungserlebnis 387 ließ er sich von Bischof Ambrosius in Mailand taufen. Rückkehr nach Afrika; nach Klosterleben und Priesterweihe wurde er Bischof von Hippo. Schon zu Lebzeiten war er im gesamten Abendland berühmt als Prediger, Berater und Kämpfer gegen verschiedene Sekten. Heute gilt er als der größte lateinische Kirchenlehrer des christlichen Altertums.

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5.0 von 5 Sternen Verteidigungsschrift des Christentums 15. Januar 2008
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein Mammutwerk der christlichen Theologie: Auf weit über 1000 Seiten beschreibt Kirchenvater Augustinus die Entwicklung des „göttlichen“ Staates im Vergleich zum „irdischen“. Ausgangspunkt ist der Vorwurf, das Christentum treffe eine entscheidende Mitschuld am Untergang des Römischen Reichs. Augustinus streitet dies vehement ab und stellt die These auf, Rom - mitsamt seinem heidnischen Götterkult, seiner Verrohung der Sitten und seiner Abkehr von einstigen Werten - sei selbst schuld am eigenen Verfall und das Christentum vielmehr die eigentliche Rettung. Immer wieder kritisiert er heidnische Kulte und Bräuche aufs Schärfste, um im Gegenzug die Überlegenheit des Christentums herauszustellen. Die Gemeinschaft der wahrhaft Gläubigen, den „Gottesstaat“, trennt er von der Gesamtheit des irdischen Lebens. Für jeden Menschen, so Augustinus, ist es nicht nur erstrebenswert, am Gottesstaat teilzuhaben, sondern auch möglich - wenn er den Weg des rechten Glaubens beschreitet. Alles in allem eine herausfordernde Lektüre, die einem interessante Einblicke in die Frühzeit des christlichen Denkens beschert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Civitas Dei: Maßstab aller Dinge 19. April 2012
Format:Taschenbuch
Es ist unbestreitbar, daß der Kirchenlehrer Aurelius Agustinus in seinem Werk "Vom Gottesstaat" (De Civitate Dei) das Christentum gegen heidnische Polemik verteidigt. Jedoch entwickelt er aus seiner Verteidigung (Apologie) heraus ein eigenes christlich-fundiertes Weltbild. Dieses lässt sich kurz und präzise wie folgt skizzieren: Der irdische, römisch-heidnische Staat (Civitas terrena) bleibt per se immer von Gott entfernt und wird als Antithese dem vollkommenen Gottesstaat (Civitas Dei) gegenüber gestellt; jeder zukünftige irdische Staat soll sich am Gottesstaat orientieren, um der gottgegebenen Ordnung so nahe wie möglich zu kommen (Corpus Christianum = Civitas Dei auf Erden). Augustinus folgt dem pessismistischen Geschichtsbild Sallusts und der Staatsdefition Ciceros und verdammt die Idee der ROMA AETERNA als "irdischen Messianismus". Im Untergang des Machtstaates Rom sieht Augustinus einen sich zwangsläufig abwickelnden Naturprozeß [Quelle: Die Welt der Römmer, Hrsg. Otto Leggewie, Aschendorff Verlag/Münster 1991, 6. Auflage, S. 47, 119, 172 ff.]. Entscheidend ist der Gedanke, daß der Mensch durch seine Zuwendung zu Gott schon zu Lebzeiten an diesem Gottesstaat Anteil haben kann und damit zum "Volk Gottes" bzw. zum "Leib Christi" (Corpus Christianum) gehört. Die Civitas Dei ist somit höchster Ausdruck der gottgewollten Ordnung, die schon in allen irdischen Wesen und Dingen erkennbar wird. Lesen Sie weiter... ›
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der eschatologische Begriff des Politischen 2. Juni 2007
Von Tartschthomas VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Augustinus "De civitate dei" gehört ohne Zweifel zur politischen Theorie- und Ideengeschichte. Denn mit seinem Werk legitimiert er den eschatologischen Begriff des Politischen. Danach ist Politik nur gerechtfertigt, wenn sie einen Beitrag zur diesseitigen Erlösung des Menschen leistet und nur so ihre Rechtfertigung findet.

Somit dient politisches Handeln der Verwirklichung göttlicher Gerechtigkeit und untersteht somit dem Willen Gottes, der jedem politischen Prozess entzogen ist. Damit überwindet sich von Menschen betrieben Politik im Endeffekt selbst, da das Ziel der menschlichen Erlösung transzendenter Natur ist.

Bei Augustinus existieren der irdische Staat (civitas terrena) und der Gottesstaat (civitas dei) in einem Spannungverhältnis. Denn der irdische Staat bleibt immer unvollständig und unzulänglich, da er genuin "Böse" Gottes Gerechtigkeit nicht erfüllen kann. Er definiert sich somit als ein notwendiges Übel, um im Diesseits wenigstens eine Annäherung an Frieden und Gerechtigkeit bietet. Dagegen ist der Gottesstaat ohne menschliche Legitimierung bei denen präsent, die Gottes Gebote in der Gemeinschaft des irdischen Staates nacheifern. Insbesondere durch Missionierung, um die Gemeinschaft im Sinne der göttlichen Gebote zu beeinflussen. je mehr sich der irdische Staat an den Gottestaat orientiert, desto eher erhält dieser die Legitimation seines Handelns als eschatologische Politik.

Aber in der Welt stehen sich Vertreter beider "Staaten" (die miteinander im irdischen Staat verflochten sind) immer in einem Konfronationsverhältnis gegenüber. Wobei die Zugehörigkeit zu einer der beiden Gruppen eine Frage der Handlungsmotivation und der Glaubensüberzeugung darstellt.
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