Richard Rohr gilt als Vorreiter aller spezifischen Männerspiritualität. Dieses Buch bietet ein kleines Kompendium der franzisikanischen Grundgedanken von Richard Rohr, dem amerikanischen Vorkämpfer für eine spirituelle Erneuerung. Kernig und klar bringt er seine Einsichten sichtlich komprimiert zu Papier. In der Konzentration liegt dabei sogleich die Chance als auch das Wagnis. Doch kommt gerade hierdurch das eigentliche Hauptthema des Buches auch äußerlich angemessen zum Tragen: die Einfachheit, das Unscheinbare und letzten Endes die unverdiente Liebe Gottes zu Menschen, die immer meinen, "wir müssten uns Gottes Liebe verdienen" (S. 31). Die Bejahung von Schwachheit, Unvollkommenheit und Zerbruch im menschlichen Leben zieht sich wie ein roter Faden durch ein lesefreundliches Buch, das Menschen zu eigenen spirituellen Gedanken anregen kann.
Sehr anregend fürs geistliche Leben und angenehm zu lesen. Allerdings fragt man sich doch bei einigen Gedanken, was daran nun so besonders veröffentlichungswürdig gewesen ist. Manche Einsichten sind schlicht ZU schlicht ... meint