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Vom Glück durch die Natur zu gehen
 
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Vom Glück durch die Natur zu gehen [Gebundene Ausgabe]

Henry David Thoreau , Meike Breitkreutz (Übers.)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
  • Verlag: Anaconda (31. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866475349
  • ISBN-13: 978-3866475342
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 260.111 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Gang in die Natur als Heilmittel gegen die Unbilden der Zivilisation - Henry David Thoreaus ebenso lebenskluger wie stilistisch brillanter Essay von 1861 ist heute aktueller denn je. Für den berühmten Autor von "Walden" und "Vom Ungehorsam gegen den Staat" sind seine Streifzüge durch die vom menschlichen Eingriff unversehrte Natur Akte der Reinigung von Körper und Geist, die umso nötiger werden, je intensiver der Mensch sich den Auswüchsen moderner Gesellschaft ausgesetzt sieht.

Über den Autor

Henry D. Thoreau, geb. 12. Juli 1817 in Concord/Massachusetts, gest. 6. Mai 1862 ebd. und begraben dort im Sleepy Hollow Cemetery, Sohn eines Bleistiftfabrikanten hugenottischer Abstammung, Literat, Naturforscher, Landvermesser, war ein Entdecker, der zu Hause blieb, sein Ich erforschte und das Heimatstädtchen nie länger als für ein 4jähriges Studium in Harvard verließ. Quittiert seine Lehrerstelle, weil er sich weigert, die 'körperliche Züchtigung' anzuwenden; Freundschaft mit Ralph Waldo Emerson, auf dessen Waldstück am Waldensee er 1845 in einer selbstgebauten Hütte lebt; aus dem Tagebuch entsteht 'Walden'. Auf dem Weg ins Städtchen wird er verhaftet, weil er aus Protest gegen die US-Kriegs- und Sklavenpolitik keine Steuern bezahlt hat; konzipiert im Gefängnis 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat'. Tod an Tuberkulose.Henry David Thoreau (12. Juli 1817 in Concord/Massachusetts - 6. Mai 1862 ebenda, begraben dort im Sleepy Hollow Cemetery), Sohn eines Bleistiftfabrikanten hugenottischer Abstammung, Literat, Naturforscher, Landvermesser, war ein Entdecker, der zu Hause blieb, sein Ich erforschte und das Heimatstädtchen nie länger als für ein 4jähriges Studium in Harvard verließ. Quittiert seine Lehrerstelle, weil er sich weigert, die "körperliche Züchtigung" anzuwenden; Freundschaft mit Ralph Waldo Emerson, auf dessen Waldstück am Waldensee er 1845 in einer selbstgebauten Hütte lebt; aus dem Tagebuch entsteht 'Walden'. Auf dem Weg ins Städtchen wird er verhaftet, weil er aus Protest gegen die us-Kriegs- und Sklavenpolitik keine Steuern bezahlt hat; konzipiert im Gefängnis 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat'. Tod an Tuberkulose.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Günther TOP 100 REZENSENT
Wenn ein Essay 150 Jahre überlebt und heute noch in Buchform neu aufgelegt wird, muß es einigermaßen bedeutsam gewesen sein. Nun ja, "Vom Glück, durch die Natur zu gehen" von H.D.Thoreau heute zu lesen ist mit Sicherheit keine Verschwendung von Zeit, ein Meilenstein der Philosophie, auch im Vergleich zu anderen Schriften Thoreaus, ist es allerdings genauso wenig.
Die Ausführungen des amerikanischen Philosophen, über das für das Menschsein so wichtige Rückbesinnen auf die Natur, das Sich-selbst-begreifen als Teil der Natur und nicht eines von aller Natur losgelösten Verständnisses menschlicher Zivilisation, sind einleuchtend und heute wohl aktueller und notwendiger als im Jahr 1861, als er diesen Essay verfaßte. Thoreau schildert seine Empfindungen und seine Umwelt- und Selbstwahrnehmung bei seinen ausgiebigen Wanderungen und die Vorzüge eines Lebens abseits des lauten, hektischen, reizüberfluteten, zwangüberladenen, fremdbestimmten Lebens inmitten städtischer Zivilisation. Man bedenke, der Autor schrieb den Essay vor 150 Jahren (!), was würde er wohl heute, in unserer vollkommen übergeschnappten und komplett wahnsinnig gewordenen Epoche menschlichen Daseins, schreiben? So weit, so lesenswert.
Wären da nicht ungefähre 20 der insgesamt 70 Seiten, die vor Patriotismus, Amerika-Idealisierung und nahezu dümmlich anmutender Verherrlichung seiner Heimat geradezu bersten. Seine schlußfolgernden Ableitungen aus der naturgegebenen westwärts Bewegung der Sonne und seines inneren Kompasses, der ihn bei seinen Wanderungen tendenziell immer westwärts wandern läßt, daß die menschlichen Kulturformen je westlicher, je jünger, je besser sind, muten reichlich grotesk an. Mag sein, daß dieses überbordende Selbstbewußtsein, diese überlegene Selbstwahrnehmung in der Zeit als Thoreau lebte für die Bewohner der neuen Welt nötig war, um ein eigenes Nationen- und Volksempfinden herauszubilden. Heute liest es sich befremdlich und läßt erahnen, woher das überhöhte Selbstverständnis vieler US-Amerikaner rührt, allen voran der Tea-Party-Bewegung, die USA als Übernation, als Vorreiter einer besseren Welt zu begreifen. Ohne dem Autor unterstellen zu wollen, daß er dazu beitragen wollte, haben die Dichter und Denker Amerikas dieser Generation wohl einen ganz erheblichen Anteil an der etwas zu selbstbewußten USA der letzten Jahrzehnte. Seltsam wirken diese Seiten in diesem Büchlein umsomehr, weil sie ohne Übergang eingewoben sind und mit der eigentlichen Thematik in kaum einem Zusammenhang stehen.
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