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Vom Gesellschaftsvertrag
 
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Vom Gesellschaftsvertrag [Taschenbuch]

Jean J Rousseau
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Über den Gesellschaftsvertrag
OT Du Contrat social ou Pricipes du droit politiqueOA 1762 DE 1763Form politische Schrift Epoche Aufklärung
Jean-Jacques Rousseau entwickelte in seiner Schrift Über den Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des politschen Rechts, dem Hauptwerk seiner gesellschaftskritischen Schriften, eine Lehre der Volkssouveränität. Er entwirft das Ideal einer freien gesellschaftlichen Vereinigung, in der jeder Bürger und sein Eigentum den ungeteilten Schutz des Staats genießen. Rousseaus Verteidigung des Gemeinwillens gegenüber dem absolutistischen Staat bildete die theoretischen Grundlagen der Französischen Revolution, zu deren wichtigsten Wegbereitern er zählte.
Inhalt: Im Gesellschaftsvertrag, unterteilt in vier Bücher, fasst Rousseau den Staat als einen von freien Bürgern geschlossenen Vertrag auf, in dem sich die freiwillige Vereinigung der Einzelwillen zu einem Gesamtwillen vollziehe. Rousseau fordert eine Verfassung, in der die »natürliche und unveräußerliche Freiheit in Einklang mit dem Maß an Gewalt, das vom Wesen staatlicher Ordnung nun einmal nicht wegzudenken ist, zu bringen ist.«. Die Grundlage rechtmäßiger Herrschaft kann laut Rousseau nur auf Übereinkunft gegründet werden.
Wirkung: Rousseaus Sozialtheorie wurde von den aufgeklärten Vertretern von Großbürgertum und Adel abgelehnt, dagegen nahm die deutsche Aufklärung und vor allem die klassische deutsche Philosophie die sozialkritischen Anschauungen Rousseaus positiv auf. Auf die Rechtsphilosophien von Immanuel R Kant, Johann Gottlieb Fichte (1762–1814), Georg F. W. R Hegel und Karl R Marx übte er großen Einfluss aus. Obwohl Rousseau als Vertreter der Aufklärung für individuelle Freiheit und gegen den Absolutismus von Kirche und Staat eintrat, sahen einige Historiker in seiner Auffassung vom Staat als der Verkörperung des abstrakten Gemeinwillens und seiner Forderung nach striktem Einhalten politisch-religiöser Konformität den Ursprung totalitärer Ideologien.

Kurzbeschreibung

Im Gesellschaftsvertrag, unterteilt in vier Bücher, fasst Rousseau den Staat als einen von freien Bürgern geschlossenen Vertrag auf, in dem sich die freiwillige Vereinigung der Einzelwillen zu einem Gesamtwillen vollziehe. Rousseau fordert eine Verfassung, in der die >>natürliche und unveräusserliche Freiheit in Einklang mit dem Mass an Gewalt, das vom Wesen staatlicher Ordnung nun einmal nicht wegzudenken ist, zu bringen ist.<<. Die Grundlage rechtmässiger Herrschaft kann laut Rousseau nur auf Übereinkunft gegründet werden.

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tartschthomas VINE™-PRODUKTTESTER
Rousseaus "Du Contrat Social" reiht sich ein in die politischen Theoretiker des Gesellschaftsvertrages zur Etablierung einer verfassten Ordnung. Seine Variante kann als demokratischer Kontraktualismus eingeordnet werden, der sich allerdings an den historischen Modellen der Volksversammlungen wie Sparta oder der römischen Repulik orientiert. Und nicht für grosse Länder wie Frankreich gedacht war, wo die Jakobiner ihren "Terreur" mit ihm legitimierten.

Entgegen seinen früheren Schriften, wo er von einem idyllischen Naturzustand ausging, wo der Mensch allein und genügsam lebte, geht es hier nicht mehr um die Rekonstruktion desselbigen. Es gibt kein "retour á la nature."

Vielmehr soll die natürliche Freiheit des Menschen auf einer höheren gesellschaftlichen Ordnung neu errichtet werden, da der Mensch in Ketten liegt.

Dazu benötigt man eine "Vereinbarung", wodurch die Summe der Individuen zum Volk wird. Gleich Thomas Hobbes handelt es sich um einen Veräußerungsvertrag, wobei die Souverenität nicht an einen "Leviathan" übertragen wird.

Es handelt sich vielmehr um eine Form radikaler Volkssouverenität, wo der einzelne sich selbst und seine natürlichen Rechte an die Volksversammlung entäußert. Mithin sich dem Gemeinwillen (volonté générale) unterwirft und seine egoistischen Interessen aufgibt. Damit wird er zum Teil des Gemeinwesens. Er ist Teil der volonté générale und verpflichtet sich gleichzeitig zum Gehorsam als Untertan des Gemeinwesens.

Damit steht Rousseau auf der anderen anthropologischen Seite als Hobbes und Locke, da diese Form der radikalen Volkssouverenität den "tugendhaften Bürger" benötigt, der dazu erzogen werden soll.

Rousseau stellt sich als Antipode der liberalen Demokratietheorie dar, da die radikale Volkssouverenität keine Repräsentation kennt, da der Gemeinwillen über jede verfasste Ordnung thront. Damit kann auch keine Gewaltenteilung existieren. Und die auf Zeit gewählten "Repräsentanten" stellen weisungsgebundene "Beauftragte" dar. Zudem kann es auf Grundlage dieses Demokratiemodells keine Interessenvertretungen und Parteien geben, da Eigeninteressen nicht auf die politische Ebene durchschlagen dürfen.

Gleichzeitig stellt sich das Problem von Menschen- und Grundrechten, da diese ansonsten jeder legislativen Massnahme entzogen sind. Hier kennt der Staat einen solchen Schutzraum nicht. Sondern es gelten die Rechte, die der Staat verleiht.

Trotz der problematischen Konstruktion einer radikalen Volkssouverenität, die keine Menschen- und Grundrechte kennt, bleibt Rousseau ein Klassiker, den man gelesen haben sollte.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Werk "Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts" des Genfer Philosophen Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) gehört sicherlich zu den wichtigsten Arbeiten zum Begriff der modernen Staatstheorie. Neben der deutlichen Unterscheidung zwischen dem "allgemeinen Willen" (volonté générale) und dem "Willen aller" (volonté de tous), die Rousseau in diesem Buch vertritt, untersucht er auch verschiedene Regierungsformen (Aristokratie, Oligarchie, Demokratie usw.) auf deren Vor- und Nachteile, wobei er schließlich zu dem Ergebnis kommt, dass alleine das republikanische System, wie es etwa in seiner Heimatstadt Genf in der damaligen Zeit praktiziert wurde, legitim ist.
Im letzten Drittel des Buches folgen eine Übersicht über Rousseaus Leben sowie kurze Informationen zu anderen bedeutenden Staatstheoretikern der Neuzeit wie Thomas Hobbes, John Locke oder Charles de Montesqieu.
Die Wirkung, die Rousseau mit seinen Werken erzielte, ist kaum zu überschätzen. Mit seinen Ausführungen beeinflusste er sehr stark das Denken und Handeln der Protagonisten der Französischen Revolution (z.B. Robespierre). Allerdings sind die Lehren Rousseaus auch nicht ganz unumstritten, da seine Ausführungen verschiedene Rückschlüsse ermöglichen, bis hin zum blutigen Terror, der sich auf die Erhaltung des allgemeinen Wohls beruft (wie zur Zeit der "Schreckensherrschaft" in Frankreich 1793/94).
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kein Name
In dem aus vier Büchern bestehenden Contrat Social entwickelt Rousseau die Grundsätze, wie ein guter Staat verfasst sein muss. Seine Annahme ist, dass ein legitimer gesellschaftlicher Zusammenschluss nur dann vorliegt, wenn er auf einem frei vom Volke beschlossenen Gesellschaftsvertrag beruht, in welchem ein jeder Bürger seine natürliche Freiheit veräußert und dafür eine bürgerliche Freiheit erhält. Da jeder Mensch im Staat dies tut, werden alle Menschen gleich und folglich kann niemand Herr noch Sklave sein. Um jegliche despotische Herrschaft zu verhindern, lässt Rousseau alle (legislative) Gewalt vom Volk ausgehen und Regierungen, ob aristokratisch oder monarchisch, nur als Beamte auftreten, die die vom Volk beschlossenen Gesetze in die Tat umsetzen. Ein Dogma, welches weder dem Adel, noch den Königen, insbesondere dem französischen Monarchen gefallen konnte; so wurde der Contrat Social sogar in Rousseaus eher als liberal geltenden Heimatstadt Genf auf das Schärfste verurteilt.

Der Gesellschaftsvertrag des Jean- Jacques Rousseau ist eines der großen Werke der politischen Philosophie und in einem Atemzug mit Bodin, Hobbes, Locke oder Montesquieu zu nennen. Leider ist sein Werk, dadurch dass es teilweise recht vage bleibt, oft missverständlich. Außerdem kann man im Contrat Social auch zuhauf Stellen finden, die einen schalen Nachgeschmack hinterlassen, da sie doch sehr totalitär klingen. Eines von vielen Beispielen: „(...) dass, wer immer sich weigert dem Gemeinwillen zu folgen, von der gesamten Körperschaft dazu gezwungen wird, was nichts anderes heißt, als dass man ihn dazu zwingt frei zu sein" (1. Buch, 7. Kapitel). Darüber hinaus ist auch zu bemerken, dass die Kapitel des 4. Buches- zumindest aus der Sicht des heutigen Geschichtswissenschaftlers- eine historisch äußerst fragwürdige Glorifizierung der römischen res publica darstellen; in ihr sah Rousseau den perfekten Staat verkörpert, doch so wie er sie sich vorstellt, existierte sie wohl nur in seiner Phantasie.

Trotz dieser Kritikpunkte möchte ich das Werk jedem, der sich für Philosophie interessiert ans Herz legen, denn nicht nur Rousseaus revolutionäre Gedankengänge an sich, sondern auch die Art und Weise, wie er sie sprachlich darlegt, sind ein geistiger Hochgenuss.

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