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4.0 von 5 Sternen
Papageienfleisch zum Frühstück, 28. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Vom Forscher, der auszog, das Zaubern zu lernen: Meine Erlebnisse bei den Erben der Maya (Gebundene Ausgabe)
Nach der anfänglichen Beschreibung seines Werdegangs, die Rätsch bisweilen im Lichte des ewigen Klassensprechers und -besten erscheinen lässt, und die ein wenig langatmig geraten ist, sollte der Leser das Buch keinesfalls aus der Hand legen. Ich jedenfalls habe es anschließend nicht mehr getan und die Beschreibung der Zeit, die der Dschungelforscher bei den Lakandonen verbracht hat, in einem Stück verschlungen. Die Charaktere (Chan K'in!) sind sehr anschaulich beschrieben. Das Buch teleportiert den Leser für Stunden in den Dschungel Südmexikos. Traurig, dass nun auch diese Kultur beginnt, ihre Bräuche zu verlieren und sich globalisiert. Bis auf den bereits erwähnten Beginn eine absolute Leseempfehlung. Und irgendwann werde ich gebratenen Papagei zum Frühstück probieren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
interessant, berührend, erfrischend und mehrdimensional!, 9. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Vom Forscher, der auszog, das Zaubern zu lernen: Meine Erlebnisse bei den Erben der Maya (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr persönliches, berührendes Buch, das Herr Rätsch da geschrieben hat. Mich hat die Schilderung seines Werdegangs sehr berührt. Besonders spannend und mitreißend sind die trockenen Beschreibungen seiner Erlebnisse in Mexico. Von Anfang an beschreibt Rätsch mehrdimensional, das Außen ebenso trocken oder undramatisch wie das Innen. Auf diese Weise ist man beim Lesen gleich auf mehreren Ebenen unterwegs, was das Lesevergnügen erheblich steigert und eine innere Reise nicht nur nach Mexico ermöglicht. Ein mutiges und lohnenswertes Buch.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit einem Hippie in der Hängematte im Urwald rauchen., 12. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Vom Forscher, der auszog, das Zaubern zu lernen: Meine Erlebnisse bei den Erben der Maya (Gebundene Ausgabe)
Ein meines Erachtens überaus empfehlenswertes Buch.
Ich hatte im Spiegel darüber gelesen, und es mir sofort besorgt. Seitdem habe ich es mehrere Male genossen.
Man kann in eine vollkommen andere, ausgesprochen symphatische und liebenswerte Welt eintauchen, wenn man dafür bereit ist. Rätsch ist ein Hippie, wie er im Buche steht, was Konformisten sicherlich abschrecken wird.
Mir hat es gefallen, auch etwas über die Kindheit und auch die Drogenerfahrungen dieses renommierten und fähigen Wissenschaftlers zu erfahren. Aber man muss sicherlich schon selbst das ungewöhnliche und nicht-alltägliche mögen, um sich von diesem Forscher mitreissen lassen zu können.
Wenn man dazu bereit und in der Lage ist, erhält man Einblicke in eine Welt, die wahrscheinlich leider nicht mehr existiert oder nicht mehr lange existieren wird.
Man vermeint bei der Lektüre wirklich selbst in einer Hängematte zu liegen, mit den Lakandonen zu scherzen, oder sich nach dem Genuss von Papageienfleisch an Balche' zu berauschen. Ich habe mich dabei sehr entspannt, außerdem habe ich die Menschen, denen Rätsch begegnen durfte, fast persönlich lieb gewonnen.
Vom sprachlichen her zwar kein Meisterwerk a la Thomas Mann, aber erzählerisch ein Highlight.
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