Pressestimmen
»Viel Glück, viel Glück der schönen Erscheinung! Es ist mein Lieblingsbuch!«
(Sarah Kirsch )
»Mit ihrem bekanntesten und erfolgreichsten Theaterstück,
Sonntagskinder von 1976, gab sie denen eine Stimme, die, wie sie selbst, mit dem Krieg aufwuchsen und deren eigenes Leben gerade dann anfing, als alles in Trümmern lag. Für sie gab es kein Erbe und nicht einmal die Gnade der späten Geburt… Ihr neuester Roman greift noch einmal die Geschichte der Kriegskinder auf. Er liest sich wie die Fortschreibung der
Sonntagskinder, nur erzählt er die Kindheit diesmal im Hinblick auf den Tod: den Tod, mit dem das Erwachsenwerden begann, als ein Brief nach Hause kam und der Vater, Bruder, Geliebte nicht mehr da war…« (Katharina Döbler
Die Zeit )
»Es gibt Bücher, die kommen so unspektakulär, schlicht und ohne Aufhebens daher, dabei behandeln sie gewaltige Themen wie Leben und Tod, Krieg und Frieden. Ein solches Buch ist das von Gerlind Reinshagen … Lebensgeschichten werden erzählt, aber wie sie erzählt werden, das ist das Unverwechselbare. Aus großer Distanz geschrieben und dann doch wieder aus erschreckender Nähe. Das Geschehen läuft ab in großen Wellen, in unglaublicher Stille und einem Sog, der den Leser hineinzieht in das Leben dieser drei Frauen, nein, in das Leben überhaupt.«
('Brigitta Lindemann )
»In der Flut von Erinnerungs-, Bewältigungs- und Betroffenheitsliteratur fehlte bislang ein Porträt der „Schatttenkinder“, der noch unwissenden Heranwachsenden in den vierziger Jahren, deren Kinderwelt so schrecklich zerbrach… Eben das ist Gerlind Reinshagen in ihrem meisterlich gefügten, sprachlich dichten Roman auf hohem Reflexionsniveau eindrucksvoll gelungen. Sie setzt einer langsam entschwindenden Generation ein Denkmal.«
(Werner Schulze-Reimpell
Nürnberger Nachrichten )
»Man möchte meinen, alles sei längst gesagt, und doch findet Gerlind Reinshagen wieder einen eigenen, Interesse weckenden, Wehleidigkeit meidenden, melancholischen, aber nicht verschleiernden, poetischen, aber nicht zuckerhaltigen Ton.«
(Judith von Sternburg
Lesart )
»Es ist eine Stimme der Mäßigung und der einfühlenden Gerechtigkeit angesichts unfassbarer Schicksale. Und mehr noch. Es ist recht eigentlich poetische Geschichtsschreibung. Diese Schriftstellerin hat sie zeitlebens betrieben.«
(Beatrice von Matt
Neue Zürcher Zeitung )
»Gerlind Reinshagen ist ein Generationsbuch gelungen.«
(Jürgen Verdofsky
Stuttgarter Zeitung )
Kurzbeschreibung
Vom Feuer berichtet von einer Freundesgruppe junger Menschen, die im Zweiten Weltkrieg in einer deutschen Kleinstadt (und fern von ihr, als Soldaten, im Gefangenenlager) aufwachsen - aber was heißt unter diesen Umständen aufwachsen? Die sich begeistern und doch entziehen, in ihre eigenen Welten einspinnen. Früh machen sie Erfahrungen mit Liebe und Tod. Wer überlebt, hat den Tod einmal bereits hinter sich, das setzt etwas frei.
Vom Feuer zeigt, wie diese entwurzelten Menschen dann eigensinnig und ungescheut - auch kindlich, mit furchterregender Munterkeit bisweilen - die Zeit nach dem Krieg erleben. Was fangen sie mit dem geschenkten Leben an? Ob im Osten oder Westen, das Wirtschaftswunder ist ihnen fern - und bleibt es. Spielerisch und unbedingt zugleich gehen sie ans Werk. Wobei sie den eigenen Tod gegebenenfalls in Kauf nehmen. Wie der kleine Pauly zum Beispiel, der halbverhungert aus russischer Gefangenschaft kam und, liebevoll aufgepäppelt, ins Leben zurückfand, der baute und heiratete, sich einen Bauch anfraß und bis zur Bewußtlosigkeit trank und wieder abnahm und der sich eines Tages hinsetzt, um ganz gesammelt, wach, mit allen Sinnen, nur für sich ein Mahl zu zelebrieren, das zu seinem letzten wird.
Abseits der einschlägigen Bewältigungs- und Geschichtsbücher führt Gerlind Reinshagen eine Reihe von Lebensgeschichten zu dem bewegenden Kollektivporträt einer besonderen, vom Krieg gezeichneten, bereits entschwindenden Generation zusammen.