Fußballspieler müssen körperliche Spitzenleistungen abliefern, jeden Samstag, manchen Mittwoch. Nach 90 Minuten Kampf-Sport die mehr oder weniger einfallsreichen Fragen eines Sportjournalisten zu beantworten, erfordert beträchtliches taktisches Feingefühl. Kein Wunder also, dass sich manche Spieler außerhalb des Feldes ebenso ins Abseits begeben wie auf'm Platz, zumindest unter sprachlichen Gesichtspunkten. Diese rhetorischen Fehlleistungen aufzudecken hat sich Klaus Bittermann vorgenommen. Abgründe tun sich da auf, an deren Ende nicht nur eine unfreiwillige Komik steckt, sondern nicht selten eine Lebensphilosophie, deren universellem Charme sich weder Naturwissenschaftler (Andy Möller: "Wir sind an ein Limit gekommen, wo es im Moment nicht drüber geht") noch Geographen (Franz Beckenbauer: "Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen") entziehen können. Und wenn dann unser Bundespräsident zum Vorschlag, Fußballstadien nach Frauen zu benennen, antwortet: "Wie soll das denn dann heißen? Ernst-Kuzorra-seine-Frau-ihr-Stadion?", dann erhält die sportliche Satire sogar höchste diplomatische Weihen. Wer sich diese Wortkatastrophen in derart konzentrierten Form zu Gemüte führt, muss sich irgendwann ausschütten vor Lachen. Garantiert.