"Jeder kann eine großartige Karriere aufbauen", behaupten Stephen R. Covey und seine Co-Autorin Jennifer Colosimo. Karriere hat dabei nicht ausschließlich mit Macht und viel Geld zu tun. Karriere bedeutet, Erfüllung in dem zu finden, was man tut, egal wie groß oder klein der eigene Verantwortungsbereich ist.
Covey beginnt seine praktischen Empfehlungen mit einer Bestandsaufnahme: Was macht jemand gerne und mit Leidenschaft? Was kann er sowieso gut und schafft damit außerdem einen Nutzen für andere? Danach folgt ein starker Appell: "Werden Sie ein »Freiwilliger« statt nur ein »Angestellter« zu sein. Schließlich würden Freiwillige eben auch selten gefeuert. Seien Sie zudem die Lösung statt das (Arbeit suchende) Problem, denn Karriere bedeutet heute, proaktiv Probleme zu lösen.
Wer all das berücksichtigt, schreibt andere Bewerbungen. Ohnehin kann eine Bewerbung als "freiwilliger erster Auftrag im neuen Job" nicht in Serie mit lediglich neuen Adressen produziert werden. Ein wirklicher Problemlöser hat sich schon in der Bewerbung mit den individuellen Herausforderungen seines möglichen Arbeitgebers auseinandergesetzt. Er begegnet seinem Leser als jemand mit Talenten und Leidenschaften, der Nutzen in belasteten Bereichen schafft. Das ist eine ganz andere Haltung als die Bitte um einen Job!
Eine ehrliche Standortbestimmung, die Identität eines freiwilligen Problemlösers und schließlich das Netzwerken im eigenen "Dorf" als langfristige Strategie sind die Kernelemente des Wegs vom Beruf zur Berufung. Das heißt unter Umständen, für die eigene Selbstverwirklichung neue Mittel und Wege zu finden, mit denen noch niemand gerechnet hat.