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Vom Ausbleiben der Schönheit
 
 
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Vom Ausbleiben der Schönheit [Taschenbuch]

Léda Forgó
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo (2. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499254425
  • ISBN-13: 978-3499254420
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 141.015 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Mit jedem ihrer Sätze erzeugt Forgó die subtile, lauernde Spannung böser Vorahnungen. (Frankfurter Rundschau )

Ein radikaler Abgesang auf geläufige Vorstellungen von Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie. (Deutschlandradio Kultur )

Das Außergewöhnliche an Léda Forgó ist nicht einmal, dass sie so unglaublich begabt ist, sondern wie sie in ihrem neuen Roman zeigt, was Identität ist ? dieser so aufgeblasene wie abgenutzte Begriff wird in ?Vom Ausbleiben der Schönheit? anschaulich als das Einzige, was einen Menschen zu retten vermag (...) Und so ist dieser Roman von Léda Forgó ein Buch über Widerständigkeit und Glück geworden, ein einziges Trotzdem! (Katharina Hacker )

Léda Forgó ist mit diesem Buch ein Meisterstück gelungen ? eine poetische Choreographie der Lust, kleiner Schrecken und tiefer Wahrheiten. (Michael Stavaric )

Kurzbeschreibung

Fremd im eigenen Leben. Lále, eine junge Frau voll überbordender Phantasie, hat das Alleinsein fast perfektioniert. Doch dann lernt sie Pit kennen, bekommt ein Kind mit ihm und zieht zu seiner Familie in die Provinz. Dort erfährt die feenhafte fremde Frau, die Bücher liebt und mit ihrem Sohn ungarisch spricht, nichts als Ablehnung. Lále bemüht sich, aber die Familie hat längst beschlossen, dass Pit sich von Lále trennen und den gemeinsamen Sohn behalten wird. Schließlich flieht sie mit dem Kind zurück nach Berlin – aber sie hat nicht damit gerechnet, dass der von ihrem Verrat tief gedemütigte Pit Rache nehmen will ... «Das Außergewöhnliche an Léda Forgó ist nicht einmal, dass sie so unglaublich begabt ist, sondern wie sie in ihrem neuen Roman zeigt, was Identität ist — dieser so aufgeblasene wie abgenutzte Begriff wird in ‹Vom Ausbleiben der Schönheit› anschaulich als das Einzige, was einen Menschen zu retten vermag (...). Und so ist dieser Roman von Léda Forgó ein Buch über Widerständigkeit und Glück geworden, ein einziges Trotzdem!» KATHARINA HACKER

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sprachgenaue Innenschau 10. Dezember 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wunderbar tiefgreifendes, echte Gefühle aufgreifendes Buch, eine Geschichte, die bewegt und Spuren hinterläßt. An diesem Buch kann man sehen und begreifen, wie schön sprachlicher Eigensinn ist. Das hat mit dem Vermögen der Autorin zu tun, mit ihrer Fähigkeit Sprache und Leben so dicht zu bündeln, dass man beim Lesen geradezu physisch daran teil hat.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es geht in Forgós Roman um Kompromisse. Solche, die keine sind, weil zu einem Kompromiss immer zwei dazu gehören. Zwei Beteiligte, zwei Meinungen. (Geht ums Scheitern.) Um Möglichkeiten, die in demselben Moment zu verschwinden scheinen, indem man sie erkannt hat. Es geht um Macht und Begierde. In Cottbus und Berlin.

Das Buch musste auch für nur zwei Stationen im Bus aus dem Rucksack gezerrt werden. Und doch ist nicht nur Positives zu sagen. Aber zuerst das Gute.

Großartig ist die Figur Lále - äußerst sympatisch in ihrer Vielgestaltigkeit. Naiv und mutig. Vertraut aber immer wieder befremdlich. Lále wirkt nie unberechenbar oder rebellisch - sie wankelmütig zu nennen, würde eine gewisse Leichtigkeit implizieren, die sich aber im Roman durch Abesenheit auszeichnet. Mal erlaubt Forgó den Leserinnen und Lesern tiefe Einblicke, die ihre Entscheidungen nachvollziehbar machen, um dann wieder eine quälende (teils Verachtung stiftende) Distanz zu schaffen. Es entsteht so der Eindruck, dass Lále sich selbst genauso fern ist, entfremdet und völlig orientierungslos. Und vielleicht ist sie dann auch selbst überrascht.

Stellenweise wirkte der Text auf mich gestelzt und zäh. Unpassend blumig und gekünstelt. Zu gewollt poetisch. -- Es entstand bei mir der Eindruck, dass Passagen unfertig sind und manche Absätze wirken zusammengestückelt, ohne dass es einen mir einleuchtenden Grund dafür gibt. -- Es werden teils lähmend bedrückende Ereignisse beschrieben, aber gleichzeitig wirkt z.B. der Anfang klischeehaft. Was so an einigen Stellen sprachlich daneben gegangen ist, wurde an anderen auch kompensiert; plötzlich wurde diese Welt mit allen Sinnen erfahrbar.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr kann ich mich mit der Idee abfinden, dass in der (von mir zT bemängelten) Form des Textes viele Analogien zur Protagonistin auftauchen. Auch diese ist irgendwie ein Konglomerat aus Fragmenten. Und nur momentan scheint es ihr zu gelingen alles das zu integrieren. Vielleicht ist das aber nur dem unbedingten Wille geschuldet, in jede (vermeintliche) Schwäche einen Sinn hinein zu interpretieren.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Glück nur im Traum 12. Juli 2011
Von Katerin
Format:Gebundene Ausgabe
Habe das Buch in Rekordgeschwindigkeit gelesen, es zieht einen wirklich in seinen Bann. Genau wie die Protagonistin Lále die Menschen in ihren Bann zieht, mit denen sie sich in kurze, realitätsferne Beziehungen verwickelt, um ihr quälendes Bedürfnis nach Intensität und Nähe zu stillen, was ihr jedoch immer nur kurzfristig gelingt, um dann mit regelmäßiger Gesetzmäßigkeit in schiere Katastrophen zu führen, die wiederum neue Katastrophen nach sich ziehen. Glück verhindert eben neues Glück, wie die Protagonistin an einer Stelle sagt. Ihr fragwürdiger Versuch, nach dem Ende einer Affäre mit einem verheirateten Mann selbst ein "normales" Leben mit Mann, Kind und Einfamilienhaus zu führen, scheitert, da die laue Nestwärme des Familienalltags bald bedrohlich abkühlt und in offene Feindseligkeit seitens der Familie ihres Mannes umkippt. Als Ungarin in Ostdeutschland wird sie nicht warm mit dieser brandenburgischen Familie, in die sie eingeheiratet hat und der sie wie ein unbegreiflicher Fremdkörper erscheint. Was Lále auch unternimmt, Glück bleibt aus, entzieht sich, stirbt vor ihren Augen, wird ihr einfach verwehrt. Kein Zugang für sie. Faszinierend ist die Spannung zwischen der ersehnten Nähe und dem immer drohenden Unheil, der gesetzmäßigen Kälte, die sich letztlich über alles stülpt. Lange habe ich das vielzitierte Wechselbad der Gefühle nicht so eindringlich beschrieben gefunden wie hier, tatsächlich physisch spürbar! Lále ist eine interessante Figur - irgendwie nicht gerade zimperlich mit sich selbst und anderen und dennoch tief verletzbar, haltlos, suchend. Dazu eine absolut treffsichere, durchdringende und dennoch genussvoll leichte Sprache - unbedingt lesen!
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