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Vom Atmen unter Wasser: Roman Taschenbuch – 7. Januar 2012


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (7. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833307897
  • ISBN-13: 978-3833307898
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,2 x 18,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 314.733 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein wunderschön geschriebenes Drama, das niemanden unberührt lassen wird.", emotion, Heike Rudloff, 01.03.2013

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Lisa-Marie Dickreiter, 1978 in Furth im Wald geboren, studierte an der Filmakademie in Ludwigsburg Drehbuch. Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie diverse Stipendien und Preise. Ihr gleichnamiges Drehbuch "Vom Atmen unter Wasser" wurde 2008 mit Andrea Sawatzki, Adrian Topol und Thorsten Merten verfilmt. Lisa-Marie Dickreiter lebt in Berlin. lisamariedickreiter.de

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gabriele Gérard am 6. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Zuerst war der Film: Vom Atmen unter Wasser" und Lisa-Marie Dickreiter schrieb das Drehbuch dazu. Dass sie parallel dazu aus derselben Geschichte auch einen Roman entstehen ließ, war eine beglückende Eingabe und Idee, denn das, was Filme auslassen, können Worte erreichen - die Einbeziehung der eigenen Phantasie, des selbst Erlebten: ein ganz besondere Buch.

Vom Atmen unter Wasser" erzählt in einer ungewohnt präzisen, fesselnden Sprache vom Auseinanderbrechen einer Familie, in die der Tod von Sarah, der 16jährigen Tochter, wie ein Erdbeben eingebrochen ist - und nichts mehr so sein lässt, wie es einmal war.
Jeder der drei Protagonisten erlebt dieses Verbrechen, das nur aus den Gedankenfetzen der Mutter Anne noch einmal rekonstruiert wird, völlig anders und abgetrennt vom anderen:
Anne begeht am 1. Todestag von Sarah einen Suizidversuch und soll nun, auf Wunsch des Vaters Jo, der der unstillbaren Trauer seiner Frau völlig hilflos gegenüber steht, von Simon, dem gemeinsam Sohn, der das Elternhaus bereits verlassen hatte, beschützt werden.

Simon, der immer im Schatten seiner kleineren Schwester stand, und - unglaublich schön erzählt auf den ersten Seiten des Romans - als Kind einen Versuch machte, sich dieser kleinen, ungeliebten Schwester zu entledigen - zieht in das Elternhaus zurück und versucht auf seine Weise, mit Anne in Kontakt zu treten, sich ihr in ihrer Trauer zu nähern.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Anni's Leselounge am 1. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Meine Meinung:
Erster Satz: Mit sieben Jahren beschloss ich, meine kleine Schwester für immer loszuwerden.

Dieser allererste Satz klang für mich sehr spannend und ich habe mich sehr gefreut dieses Buch zu lesen. Aber als ich dann die weiteren Seiten gelesen habe, war das Buch so öde geschrieben. Vorallem mit dem Schreibstil kam ich überhaupt nicht zurecht. Die Autorin schreibt so kurze Sätze, das man echt bei jedem Satz nachdenken muss, was sie dir eigentlich damit sagen will. An sich ist das eine schöne und traurige Geschichte, aber man hätte das viel weiter ausbauen können. Das Buch wird aus der Sicht des Sohnes, der Mutter und des Vater erzählt. Alle drei Charakter erzählen ihre Trauer und wie sie mit dem Tod von Sarah umgehen. In diesem Buch passiert nichts wirklich Überraschendes, darum habe ich auch schnell die Lust an dem Buch verloren. Ich habe mich dennoch durch das Buch gequält in der Hoffnung am Ende passiert noch etwas. Das Ende war dann doch ergreifend, aber nicht sonderlich überraschend. Ich denke mal das sich viele für solche Themen wie in diesem Buch interessieren, aber der Schreibstil ist einfach sehr anstrengend und langatmig.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Barbara am 11. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Über die Geschichte wurde schon viel gesagt: ein Jahr, nachdem die 16jährige Sarah ermordet wurde, suchen ihre Eltern Anne und Jo und ihr älterer Bruder Simon nach einem Weg, mit ihrer Trauer weiterzuleben. Bald wird deutlich, dass sie dabei nicht als Familie handeln, sondern dass sich jeder der drei etwas anderes wünscht. Anne möchte alles bewahren, was ihre Tochter in ihren Gedanken lebendig erhält, und reagiert mit Verzweiflung und Wut auf jeden, der ihr etwas wegzunehmen scheint. Jo kämpft darum, im Alltag so etwas wie Normalität aufrecht zu erhalten, hat sich innerlich aber schon weit zurückgezogen. Und Simon, der immer im Schatten der Schwester stand und die Familie eigentlich schon verlassen hatte, lässt sich von seinem Vater als Hüter seiner Mutter einspannen, findet tatsächlich Zugang zu ihr und ihrer Trauer und wird so immer stärker mit der Aggession konfrontiert, die sich in dieser Trauer verbirgt.

Was mich an "Vom Atmen unter Wasser" so fasziniert, ist die Sicherheit und Präzision, mit der Lisa-Marie Dickreiter diese drei Personen für uns zum Leben erweckt. Da gibt es keinen falschen Ton, keine unnötige Erklärung, keine einzige weichgespülte Kante - und vor allem: keine Parteinahme. Wir sehen die drei Personen agieren, wir erleben mit, wie sie sich gegenseitig verletzen; wir werden genau so unmittelbar mit ihrer Situation konfrontiert wie sie, so dass die Frage, wer von ihnen "im Recht" ist, sinnlos wird.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Susanne Ruitenberg am 6. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Nichts ist in Ordnung in der Familie Bergmann.

Vor einem Jahr ist die sechzehnjährige Sarah auf dem Heimweg von einer Party ermordet worden. Jetzt, als das Leben einigermaßen seinen Weg zu gehen scheint, schneidet Anne Bergmann sich die Pulsadern auf. Ihr Mann Jo, hilflos, bittet Sohn Simon, wieder zu Hause einzuziehen und seiner Mutter beizustehen. Und so unterbricht Simon sein Studium und kehrt ins Elternhaus zurück.
"Ach Mama ... Ich hab gedacht, es geht dir besser ..."
Das Haus, das seine Mutter, gefangen in ihrer Trauer, zu einem Schrein für Sarah gemacht; das Haus, in dem er seit der Geburt seiner Schwester die zweite Geige gespielt hat. Und während seine Eltern kaum zu normaler Kommunikation fähig sind, gelingt es ihm langsam, die Mauer aufzubrechen. Er, der Zwanzigjährige, geht dabei bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit und erweist sich als reifer als die, die ihn in ein erwachsenes Leben geleiten sollten.

Ein brutaler Mord, eine Familie, die lernen muss, damit weiterzuleben.
"Ich will so nicht weiterleben."
Kein schönes Thema, auf den ersten Blick.
Kein Buch, das man mal eben als Lesefutter vernascht.
Ein Coverbild, das Beklemmung erzeugt: Ein leeres Bett, die Falten des Lakens wirken wie Wellen; kaputte Stofftiere, glühende Augen im Dunkeln.
Ein Buch, das berührt, das unter die Haut geht. Sätze, die mit präzisem Werkzeug herausgemeißelt scheinen, jedes Wort an seinem Platz, kein Wort zu viel, der Text verdichtet, nichts wird aufgebläht.
Es gelingt der Autorin, uns die Protagonisten so nahe zu bringen, als wären wir selbst ein Teil der Familie.
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