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Wie immer ist die Gästeliste voll und hochkarätig: Mit PJ Harvey, Twiggy Ramirez (Marilyn Manson), Joey Castillo (auch Queens Of The Stone Age), Dean Ween, Chris Goss (Masters Of Reality) und vielen anderen hat Josh, oder in diesem Zusammenhang auch gerne "J.Ho" genannt, ein vielseitiges und ungewöhnliches Album aufgenommen. Da die Tracks alle sehr verschieden sind, gehe ich mal auf jeden einzeln ein:
1. Dead In Love (4:42)
-> Schöner Song, musikalisch nicht sehr weit von den Queens entfernt.
2. I Wanna Make It Wit Chu (3:41)
-> Ziemlich lustig. Begleitet von Klavier und einem albernem Gesang. Ähnelt ein wenig dem Song "I Was A Teenage Hand Model" vom Queens-Debut. Hier hört man den Spaß richtig raus.
3. Covered In Punks Blood (1:43)
->Kurzer Einschub, instrumentale Punknummer. Nicht auffallend.
4. There Will Never Be A Better Time (4:08)
-> Nachdem Josh Homme die ersten beiden Songs am Mikro verbracht hat, singt jetzt PJ Harvey. Nach einem langsamen Einsteig mit sirenenartigem Gesang kommt eine Gitarre ins Spiel, die einen treibenden Rhythmus hat. Sehr atmosphärisch, klingt wirklich nach Wüste, allerdings in der Nacht.
5. Crawl Home (3:00)
-> Erinnert wieder ein bisschen an die Queens, allerdings läuft es ein wenig langsamer und "wüstenorientierter" ab, die Gitarren haben klanglich mehr Atmosphäre. PJ Harvey singt hier die Strophen, Josh Homme singt eher leise und zurückhaltend den Refrain.
6. I'm Here For Your Daughter (0:45)
-> Jaja. Ein bisschen Quatsch muss sein.
7. Powdered Wig Machine (2:40)
-> Der Einstieg zum ersten Stück der "Vol. 10" ist elektronisch, das Stück schleppt sich träge, PJ Harvey ist wieder am Mikro. Nach und nach kommen dann auch ein paar Zupfer ins Spiel.
8. In My Head...Or Something (4:39)
-> Nach so vielen Experimenten tut ein schöner potenzieller Queens-Song richtig gut. Ein Ohrwurm nach Hommscher Art. Kann als Höhepunkt des Albums betrachtet werden.
9. Holey Dime (3:33)
-> Die Bässe wummern hier majestätisch, während sich Alain Johannes mit ein dumpf verzerrten Stimme im Vordergrund bewegt. Nicht schlecht, aber doch unauffällig.
10. A Girl Like Me (3:07)
-> PJ Harvey singt dieses düstere Stück. Wirkt eher pychopatisch, gefährlich, aber doch eingängig. Was fehlt, ist ein wenig Variation.
11. Creosote (2:32)
-> Instrumental, auf diversen Gitarren gespielt. Ungewöhnlich, aber hübsch.
12. Subcontaneous Phat (3:49)
-> Wieder instrumental, diesmal mit etwas Chor. Klingt sehr Kyuss-mäßig.
13. Bring It Back Gentle (5:48)
-> Guter Rausschmeißer, mit sich einhämmerndem Chorus. Etwas zu lang, aber als Schlusstrack absolut tauglich.
Die "Desert Sessions Vol. 9 & 10" ist unterm Strich weniger experimentell und spontan als die Vorgänger, aber die Idee, dass sich ein paar Musiker zusammensetzen, Spaß haben und dabei Musik machen, kommt immer noch durch. Außergewöhnlich, und dennoch unverschämt eingängig.
Highlights: Dead In Love; I Wanna Make It Wit Chu; There Will Never Be A Better Time; In My Head...Or Something
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