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Die Blumen des Bösen / Les Fleurs du Mal. Vollständige zweisprachige Ausgabe Deutsch / Französisch. Taschenbuch – 1. Mai 1997


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 520 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Vollständige zweisprachige Ausgabe Deutsch / Französisch. (1. Mai 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423123494
  • ISBN-13: 978-3423123495
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Charles Baudelaire wurde am 9. April 1821 in Paris geboren und starb ebenda am 31. August 1867. Seine Kindheit war durch den frühen Tod des Vaters und die neue Heirat der Mutter sehr unglücklich. Kaum volljährig, verprasste er das väterliche Vermögen als großstädtischer Dandy und war seither ständig in Geldnöten. Ab 1845 übersetzte er als Kunstkritiker mit zukunftsweisendem Gespür Poe und De Quincey. Außerdem entdeckte Baudelaire die Musik Richard Wagners für Frankreich.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Moulin am 1. Februar 2009
Format: Taschenbuch
Allen Schmähungen und Aufblähungen zum Trotz: Für mich war dieses Buch (die Übersetztung) eine Offenbarung und Zeugnis dafür, dass es denkende Übersetzter und Herausgeber gibt. Ich halte Lyrik grundsätzlich für unübersetztbar und Übertragungen demnach als geistige Zumutung, ganz abgesehen davon, dass es auch gelungene Übertragungen gibt. Sie sollten aber lediglich als Krücke für Leser dienen, die die Originalsprache nicht beherrschen. Eine Nachdichtung kann nur ein eigenständiges Werk (z.B. im Sinne Paul Zechs) sein und sollte an erster Stelle den Namen des Übersetzters tragen, oder aber als Dolmetscher funktionieren, d.h. als synchroner Paralleltext, sozusagen als "Untertitel", nicht als "Synchronfassung". Lyrik lesen heißt, in der Originalsprache lesen, laut lesen und hören, und folglich die Wörter, die man nicht versteht, in der Übertragung nachschlagen, weshalb es mir persönlich entgegenkommt, Sinn und Inhalt in Prosa zusammengefasst zu erhalten. Nachdichungen sind Verkrümmungen, Verfälschungen und Eitelkeiten, im Schlimmsten Fall Enteignungen, und können meistens nur unpräzise sein. Deswegen ist eine Prosaübersetzung keine "Vernichtung des Versmaßes" sondern eine noch viel präzisere Annäherung an den originalen Inhalt, da auf inhaltliche Verkrümmungen zugunsten formaler Analogie verzichtet wird.

Prosadichtungen sind ein geistiges Geschenk, bescheiden und demütig dem Originalwerk gegenüber. Schade, dass kaum einem Dichter diese Ehre erwiesen wird.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von daphne am 30. Oktober 2009
Format: Taschenbuch
Friedhelm Kemp entscheidet sich bei seiner Übersetzung auf die Versform zu verzichten, um dadurch näher am Originaltext bleiben zu können und Inhalte nicht zugunsten eines Reimes verfälschen zu müssen. Im Anhang beruft er sich zur Verteidigung dieser Herangehensweise auf Baudelaire selbst, der - als Übersetzer Poes - sich ebenfalls gegen die "gereimte Nachäfferei" aussprach.

Kemp liefert also keine Reime, aber fließende Absätze, die versuchen, dem Rhytmus des Originals zumindest zum Teil gerecht zu werden.

Positiv ist der fast 100-seitige Anhang, der kurz die Geschichte der Ausgaben von 1857, 1861 und 1868 umreisst und dann zu jedem Gedicht Hinweise zur Datierug liefert, die Publikationsgeschichte, etwaige klare Vorbilder und Zitate aus relevanten Briefen anführt. Darüber hinaus werden unbekanntere Begriffe und Phrasen sowie historische Ereignisse erklärt, die mit dem jeweiligen Gedicht in Zusammenhang stehen. Letzteres ist hier sicher nicht so wichtig wie bei Dantes Göttlicher Komödie, aber trotzdem hilfreich und z.t. erhellend.

Letzendlich ist die Entscheidung ob Prosa- oder Versübersetzung eine des persönlichen Geschmacks. Für alle, die sich aber ernsthaft mit dem Werk auseinandersetzen wollen, ist diese zweisprachige Ausgabe sicher nicht der schlechteste Beginn.
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58 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fernand Guelf am 7. Januar 2007
Format: Taschenbuch
Diese 'Übersetzung' von Friedhelm Kemp ist eine einzige Zumutung. Nicht nur die Tatsache, dass der eigentlichen Rhythmik der Sprache Baudelaires an keiner Stelle Rechnung getragen wurde, aber vor allem die meist fehlerhafte, sinnentstellende Übersetzung sind eine Frechheit für jeden halbwegs Baudelaire Interessierten. Die plumpen, hilflosen Versuche den Text einigermaßen verständlich zu übertragen, entstellen oft nicht nur den Inhalt, klingen nicht nur hohl, sie sind an vielen Stellen einfach nur falsch. Beispiel:Le Soleil / Die Sonne. Hier vergisst der vermeintliche Übersetzer einfach, dass die Sonne im Französischen männlich ist. So wird

'quand, ainsi qu'un poëte (poète!!!), il (soleil) descend dans les villes" zu

"Steigt er gleich einem Dichter in die Städte nieder,....".

Oder bei dem bekannten Sonett 'A une passante' (hier übersetzt mit:'An Eine, die vorüberging'!!!!)erlaubt sich die Übersetzung 'Une femme passa [...]agile et noble, avec sa jambe de statue' mit 'Ging eine Frau vorüber [...]Leicht und edel setzte sie wie eine Statue das Bein.' (Fehlt nur noch, dass sie es einem Hund gleich gehoben hätte).

Die Reihe ähnlicher Fehltritte ist endlos. Fragt sich nur, wie unkritisch die Leser sind, erschien doch im November 2004 die immerhin 10. Auflage dieser Verunstaltung der Poesie Baudelaires. Dass gerade der einfühlsame Baudelairekenner und -übersetzer Walter Benjamin auf der Rückseite des Einbandes zitiert wird, entbehrt nicht einer gewissen bitteren Ironie.

Ich jedenfalls empfinde dieses Machwerk als eine einzige Frechheit und eine tiefe Missachtung sowohl des Dichters wie auch des Lesers.

Fernand Guelf
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von E.B. am 4. März 2009
Format: Broschiert
Die hier vorliegende Übersetzung hat keineswegs den Anspruch eine Übertragung der poetischen Ausdrucksfähigkeit Baudelaires zu sein. Friedhelm Kemp (der Übersetzer) ist sich sehr bewusst, dass bei der Übersetzung von Gedichten immer einiges auf der strecke bleibt und sich ein vernünftiger Übersetzer entscheiden muss was er als wichtig erachtet, um diese Aspekte bei der Übertragung zu erhalten. Das Anliegen, das dieser Übertragung zugrunde liegt ist (wie er im Nachwort zu Band 3 seiner Übersetzung der gesamten Werke Baudelaires schreibt)die erhaltung der semantischen Aussage und der Bildhaftigkeit Baudelaires. Er überträgt die Fleur du Mal bewusst in Prosa, um eine wortgetreuere Übersetzung zu ermöglichen. Auch wenn diese, zugegeben, nicht immer so exakt ist wie er vorgibt.
Wer sich also an wirklichen Gedichten berauschen will ist bei dieser Übersetzung nicht nicht am richtigen Platze. wer sich genauer mit der Thematik der Baudelaireschen Dichtung beschäftigen will aber sehr wohl. Die Übersetzung folgt der französischen Werkausgabe von Claude Pichois, der auch Mitherausgeber der dutschen Werkausgabe von Friedhelm Kemp ist, der dieses buch entnommen ist.
Wer die Schönheit der Baudelairschen Lyrik erfahren will, dem empfehle ich die zweisprachige Ausgabe mit der Übersetzung von Monika Fahrenbach-Wachendorff die bei Reclam verlegt ist, oder die Nachdichtungen von Georg Trakl, die jedoch weiter vom Orginal abweichen und mit seinem eigenen Stil vermischt sind.
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