Ich schreibe Film-Rezensionen, wenn mich Filme wirklich aufwühlen. Das ist eigentlich selten. Hier ist es aber so. Der Film wurde günstig angeboten, die Geschichte klang interessant und ich dachte bei ARTHAUS könne man nichts falsch machen. Schade. Ein Irrtum.
Dieser schweizer Film plätschert in seinen 119 Minuten so dermaßen belang-, inhaltslos und unlogisch dahin, dass man sich zwingen muss, nicht abzuschalten. Im Nachhinein kommt es einem vor, als hätte der Regisseur zuerst einen Kurzfilm gedreht und ihn dann mit banalen Szenen auf Kinolänge gestreckt.
Zum Plot: Ein lustloser Kommisar reist zu ein paar Eltern, die ihr Kind vermissen, geht eigentlich lieber angeln und hängt seinen Job dann auch später an den Nagel. Es zeigt sich, dass die Kinder keinem Verbrechen zum Opfer gefallen sind, sondern ihre Zeit mit ihrem Anführer, einem kleinen schwarzen Jungen, auf einem Berg verbringen (und nachts um ein Feuer tanzen). Dies veranstalten sie, weil die Eltern sich (umweltgerecht) verhalten sollen. Aber was sollen sie tun? Diese Kernfrage bleibt den Eltern und auch den Zuschauern des Films verborgen.
Soll dies vielleicht eine Esoterik-Satire sein? Man weiß es nicht. Wer sich für moderne Märchen interessiert, wähle besser einen anderen Film.