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Vollkommen leblos, bestenfalls tot [Gebundene Ausgabe]

Antonia Baum
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. September 2011
Wie findet man im Labyrinth der Möglichkeiten den Weg ins eigene Leben? Antonia Baums junge Heldin erzählt in furiosem Stakkato von der Enge der Freiheit und der Bedrohlichkeit des Glücks.Eine junge Frau bricht auf, aus der Provinz in die Stadt, die Hoffnung auf Veränderung ist groß. Aber schnell stellt sie fest, dass sie nicht frei ist: nicht frei vom Unglück ihrer Eltern, nicht frei von der Angst, die sie in Ketten legt, nicht einmal frei in der Liebe, die sich als Farce entpuppt. Wer nur die Geborgenheit eines Gefängnisses kennt, dem erscheint jede Bewegung als Gefahr. Antonia Baums Heldin gibt jener Generation eine Stimme, die in den unendlichen Möglichkeiten des Glücks und der Selbstverwirklichung verloren ist. Ein erstaunliches Debüt, eine tragikomische Suada und ein ebenso emotionaler wie kühl sezierender Blick auf eine kaputte Gesellschaft.

Wird oft zusammen gekauft

Vollkommen leblos, bestenfalls tot + Heult doch: Über eine Generation und ihre Luxusprobleme + Wir haben keine Angst: Gruppentherapie einer Generation
Preis für alle drei: EUR 42,93

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 238 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (14. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455402968
  • ISBN-13: 978-3455402964
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 275.093 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Eine junge Frau bricht auf, aus der Provinz in die Stadt, die Hoffnung auf Veränderung ist groß. Aber schnell stellt sie fest, dass sie nicht frei ist: nicht frei vom Unglück ihrer Eltern, nicht frei von der Angst, die sie in Ketten legt, nicht einmal frei in der Liebe, die sich als Farce entpuppt. Wer nur die Geborgenheit eines Gefängnisses kennt, dem erscheint jede Bewegung als Gefahr. Antonia Baums Heldin gibt jener Generation eine Stimme, die in den unendlichen Möglichkeiten des Glücks und der Selbstverwirklichung verloren ist. Ein erstaunliches Debüt, eine tragikomische Suada und ein ebenso emotionaler wie kühl sezierender Blick auf eine kaputte Gesellschaft. End

Über den Autor

Antonia Baum, geboren 1984, hat Literaturwissenschaft und Geschichte studiert. Derzeit macht sie ihren Master in Kulturwissenschaft an der Universität der Künste in Berlin.

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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Frau Hegemann? So geht das! 15. Oktober 2011
Von verdachtsmoment VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Mit "Vollkommen leblos, bestenfalls tot" hat Antonia Baum ein experimentelles, ein wahres, ein glaubwürdiges Buch vorgelegt. Sie geht an Grenzen - an die Grenzen des guten Geschmacks, des Anstands, aber auch der Realität. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, erzählt von gescheiterten Beziehungen und Versagensängsten, von Sex und Mittelmäßigkeit, von Trostlosigkeit und dem verzweifelten Wunsch, sich an jemandem festhalten zu können. Ihre Heldin ist selbst gescheitert, dabei aber sehr reif und reflektiert. Wie sie das Leben beschreibt, zeugt von einem recht großen Abstand zu ihrem eigenen Leben, zu den Geschehnissen um sie herum. Baums Heldin verliert sich in ihrem eigenen Leben und schafft es dabei, bitterböse und mitreißend, emotional und manchmal fast augenzwinkernd, ein Abbild der Gesellschaft unserer Zeit zu karikieren.

Ich vergebe dreieinhalb Sterne, weil Baum mich zwar mit ihrem Erstling mitgerissen und unterhalten hat, ich manchmal aber dennoch Probleme hatte, mich voll und ganz auf ihren Erzählstil einzulassen. Manche Sätze oder Passagen wirkten zu konstruiert, mit zu viel Bedacht zusammengeschrieben. Man merkt, dass Baum zu bemüht war, mit ihrem Roman in eine Schublade zu passen - in die, der experimentellen, sagenumwobenen Jungschriftstellerin, die das Leben bereits verstanden hat.
Dennoch: Baum ist das gelungen, woran Helene Hegemann anderthalb Jahre vor ihr gescheitert ist - unserer Generation eine Stimme zu geben. Das, was diese Stimme herausschreit, mag unangenehm sein - und weil wir es als so unangenehm empfinden, ist es vermutlich vor allem eines: Entlarvend. Baum hält uns einen Spiegel vor und das Spiegelbild, dem wir uns gegenübersehen, ist irgendwie gar nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben; es ist nämlich vor allem: Unperfekt.
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Caramelle VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Ein Leben voller gescheiterter Beziehungen und Leistungsdruck, frei von Sinn und Werten, davor flieht eine junge Frau aus der Kleinstadt. Was sie findet, sind im Grunde die gleichen hohlen Fassaden und leeren Floskeln, denen sie entkommen wollte. Verzweifelt sucht sie das Wahre, das Echte, das gelingende Leben.

Mit Hilfe dieses Buches wollte ich das Lebensgefühl einer Generation verstehen, die gerade reihenweise in psychiatrischer Behandlung landet, weil sie ihren Platz im Leben nicht findet, zwar jede Menge Spaß und facebook-Freunde haben kann, sich aber nicht erwünscht, nicht unabhängig von ihrer Leistung gesehen und angenommen, sich ohne sinnvolle Aufgabe fühlt.

Ich muß gestehen, in einer Buchhandlung hätte ich das Buch schon nach der Einleitung weggelegt, zu obszön, zu widerlich. Warum sollt man sich so eine Lektüre antun?

Dann beginnt Kapitel 1 mit der Beschreibung der Ehe ihrer Eltern, und ich war sofort gefesselt. Das ist es! Mein Sohn, der zu eben dieser Generation gehört, bestätigte, dass es genau deren Erleben wiedergibt.Die Sprache ist ungewöhnlich, die Autorin spielt damit, zerpflückt sie, setzt sie zu neuen, ausdrucksvollen Gebilden zusammen. Sprache ist aber nicht Selbstzweck, sondern präzisiert ihre Gedanken und Analysen. Anfangs zweifelte ich noch, ob ich diesen Stil wirklich über die Länge des Buches durchhalten würde, ob er nicht doch irgendwann eintönig und anstrengend würde, aber je mehr ich mich einlas, desto amüsanter und treffender fand ich ihn. Während ich am Anfang noch eine Aneinanderreihung diverser Lamentos befürchtete, schaffte es das Buch tatsächlich, sich zu steigern und einen gewissen Spannungsbogen reinzubringen.

Allerdings gibt es zwei Gründe, warum ich einen Stern abgezogen habe: zum einen stößt der Leser immer wieder auf widerlich gewalttätige Phantasien. Ein kleiner Amoklauf im weißen, hellerleuchteten Flur eines Bürohauses mag noch ganz lustig sein, in allen Einzelheiten ausgemalte Szenen mit abgeschnittenen Geschlechtsteilen und geplatzten Augäpfeln überschreiten meinen Bespaßungsbedarf bei weitem. Zum anderen finde ich das Buch schön für jemanden, der schlicht angenervt ist von dem, wie sich im Moment die Arbeitswelt, menschliche Beziehungen, die Gesellschaft im allgemeinen entwickeln. Man hat das Gefühl, Dinge werden endlich mal teils drastisch ausgesprochen, man fühlt sich nicht alleine und verrückt in seiner Wahrnehmung, erkennt Muster und ihre Ursachen. Jemand, der allerdings schon jenseits von angenervt wirklich psychisch instabil, deprimiert, negativ ist, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen. Die Autorin liefert kein Gegenmodell zu ihrer wenig lebenswerten Welt, wer dieses nicht in sich selbst trägt, läuft Gefahr, wirklich in tiefste Abgründe hinuntergezogen zu werden und bei dem Lebensgefühl des Titels zu enden.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eysa
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Debütroman von Antonia Baum ist im eigentlichen Sinne kein Lesevergnügen. Wer das Buch mit der Erwartung liest, das sich der Horrorfilm irgendwie in irgendeinem Kapitel in eine Liebeskomödie mit Heimatfilmcharakter verwandelt, muss zwangsläufig enttäuscht werden!
Ein Buch, das Emotionen heraufbeschwört ist ein gutes Buch!! Wir fühlen vor Abstumpfung so viel nicht mehr. Wem nützt ein Buch, bei dem der Leser nichts mehr empfindet, weil es sich so rund und flutschig wegliest?

Die Protagonistin Julia konfrontiert den Leser mit unangenehmen Emotionen. Wie ein Seiltänzer balanciert sie hin und her zwischen Weiterleben, um weiterzumachen oder Aufgeben und sterben, um den Irrsinn für sich zu beenden.
Der Roman beginnt mit dem Satz: "Meine Eltern hätten sich nie kennenlernen dürfen." und der Roman endet oben auf dem Hochhaus mit der Erkenntnis, dass die Protagonistin nach allen aggressiven Reflektionen ihre Eltern versteht. Am Ende weiß man nicht wirklich, ob Julia ihr Leben tatsächlich ein Ende setzen wird. Immerhin hat sie vorher noch ihre Orchidee versorgt. Fühlt eine suizid gefährdete Person im Augenblick ihrer Entscheidung Selbstmord zu begehen tatsächlich noch Fürsorge für irgendwas und -wen?

Der Leser wird Zeuge der inneren unbarmherzigen, harten Kämpfe der Protagonistin. Obzessive Wiederholungen endloser Gedankenschleifen in Monologform, die aggressiv gegen jeden, aber auch schonungslos gegen sich selbst gerichtet werden. Konsequent gesellschaftsverneinend wirkt das Buch depressiv, weil Familie, Freunde, Ehe, ein Kind, ein Liebhaber keinen wirklichen Platz bei ihr finden können. Sie stellt alles in Frage und am meisten sich selbst.
Sie findet keinen Hafen der Ruhe und bleibt konsequenterweise allein. Sie ist immer allein, umgeben von vielen Menschen begreift die Protagonistin, wie sehr ein jeder eigentlich alles mit sich allein ausmachen muss.

Aber ist dieses Buch konstruiert böse, wie es in einer anderen Rezension Antonia Baum vorgeworfen wird?
Wie lebt es sich in einer gescheiterten Familie, bei denen die Eltern neue Partner finden, die aber so gar nicht zur gebrochenen Familie passen?
Wie lebt es sich mit einem Freund, der nach Zeugung seines Kindes einfach nach Italien abhaut und die Frau mit dem Problem allein lässt?
Wie lebt es sich in einer durchgedrehten, hastigen und verlogenen Arbeitswelt, in der man Demütigungen ertragen muss aber nicht Selbstverwirklichung erfährt?
Wie lebt es sich ohne Lebenskonzept, das einem einfach nicht gelingen will ihn zu entwickeln, eben weil man umgeben ist von so viel Schein, Verlogenheit und Stumpfsinn der Mitmenschen, die längst aufgegeben haben zu sein, zu fühlen, zu verändern, zu hinterfragen?
Ist das wirklich "konstruiert" böse oder nicht etwa tatsächliche und für jedermann erfahrbare Bosheit?
Will man da wirklich ein Kind in die Welt setzen? Will man wirklich immer so weiter machen und so tun, als wäre alles in Ordnung, nur man selbst ist nicht in Ordnung?
Es geht nicht um die Frage, ob die Welt wirklich so übel ist, wie Antonia Baum uns über die Protagonistin glauben lassen will. Es geht darum, wie sehr jeder einzelne mit der derzeitigen Gesellschaft einverstanden ist, sich arrangiert und sogar mitmacht und die Gesellschaftsmaschenerie auch noch am Leben erhält oder es fertig bringt, alles schön und tutti zu empfinden.

Es liest sich durchaus seitenweise quälend. Ja, ich habe mich gequält und es machte mich währenddessen nicht unbedingt froh.
UND... ich habe es fertig gebracht, eine für mich wichtige Erkenntnis daraus ziehen zu können:
Ich bin mit meinen Beobachtungen nicht allein! Das tut mir gut!
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2.0 von 5 Sternen Was soll man dazu schreiben?
Ich stieß in einer Zeitschrift, die in meiner Uni auslag, auf eine Rezension dieses Buches. Ich hatte das Gefühl, das Buch könnte etwas für mich sein. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von flyingstella veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Untauglicher Versuch
..anspuchsvolle Literatur zu schreiben. Es ist beim Versuchsstadium geblieben, denn es wirkt alles so anbiedernd und gewollt, derweil ist oft erzählerische Leichtigkeit Kunst. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Criticz veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen totaler schwachsinn
Ich gebe für dieses Buch absolut keine Kaufempfehlung! Ich musste mich regelrecht zwingen, das Buch Kapitel für Kapitel zu lesen, mit der Hoffnung es kommt entlich mal... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Madlen Kubitz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Stück Literatur...
Dass dieses Buch anders ist, lassen schon die vielen gegensätzlichen Bewertungen erkennen. An einem so extremen Buch, mit seinem außergewöhnlichen Stil scheiden... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von MB veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen "Anspruchsvoll, ja anspruchsvoll...
oh mann, was sind wir alle anspruchsvoll..."

Warum nur ging mir bei der Lektüre dieses Buches nur das alte, aber immer wieder gute Lied von Reinhard Mey nicht aus... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Mata Hari veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Möööönsch, Antonia, mach doch mal einen Punkt!...
Antonia Baum heißt die Autorin, studiert hat die Autorin Literaturwissenschaft und Geschichte, geboren ist sie, die Autorin, 1984, und ein Buch hat sie geschrieben, ach was,... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Udo Erhart veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Etwas bedeutungsschwanger aber vielversprechende Autorin
Postpubertärer innerer Monolog, misanthropische Weltsicht, Schachtelsätze
teilweise tiefschwarzer Humor. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von RockBrasiliano veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Sorry, ich verstehe es nicht.
Bei diesem Buch kann ich leider nur den Kopf schütteln. Dies ist einer der wenigen Romane (oder was auch immer dies darstellen soll), die ich nicht zu Ende gelesen haben, weil... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Gandariel veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Hin- und hergerissen
Bei der Lektüre dieses Buches schwankte ich dauernd zwischen "Was für ein Debüt!" und "Oje, jetzt könnte sie aber wieder einen Gang runterfahren... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Biene Maya 2013 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen ich war noch nie von einem Buch so genervt.
Dieses Buch hätte auch ein Tagebuch eines jungen Mädchens sein können,dass mit ihrem Leben nicht zufrieden ist. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Sabrina Büttgenbach veröffentlicht
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Vollkommen leblos, bestenfalls tot von Antonia Baum 0 20.07.2011
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