Aus nachvollziehbarem Frust und Eintoenigkeit bei Ihrer Arbeit beschliesst Lois Pryce mit einem Motorrad von Nord nach Sued durch ganz Amerika zu reisen. Ihre naive Art und die Bekanntschaft mit einem Weltenbummler schliesslich laesst sie alle Zweifel und Aengste ueber Bord werfen und so geht sie mit einem kleinen Motorrad auf die ganz grosse Tour. Zunaechst wird sie nur belaechelt und nicht fuer ernst genommen, was sie selber als Zustimmung wertet. Ihre absolut unkomplizierte Art und vor allem dieses Abenteuer aus der Sicht einer Frau miterleben zu duerfen, die ueber ihre eigene Groesse hinauswaechst, ist schlicht und ergreifend toll! Sie teilt authentisch alle ihre Erfahrungen - ob Lust oder Leid, ob Angst oder Mut - dem Leser in amuesanter aber auch tragischer Weise mit. Ihre Weltoffenheit, ihr ausgepraegter Sinn, das Schoene in allem zu sehen und somit Optimismus zu verbreiten, weckt instinktiv die Reiselust. Sie ist der Typ Frau, die sich schnell zurechtfindet und die schnell "Anschluss" bekommt. Punktuell schreibt Sie ueber ihre Stationen, die ihr am meisten in Erinnerung geblieben sind und ihr Abenteuer am meisten gepraegt haben. Wunderschoen leicht zu lesen, lediglich der Schluss ist nach meinem Geschmack abruppt. Doch irgendwann geht jedes Abenteuer mal zu Ende.
Lest dieses Buch, verschenkt es an Freunde, nehmt es als Ansporn fuer das eigene Abenteuer mit dem Motorrad. Wuerde mich nicht wundern, bald mehr von Lois zu hoeren.
Grossartig, spannend, amuesant - absolut empfehlenswert!