"Voll im Bilde", wie eine Filmproduktionsgesellschaft auf der bizarren Scheibenwelt entsteht, funktioniert und sich verselbständigt, ist man, liest man diesen Band von Terry Pratchett. Skurril verdreht, karrikiert der Band so manchen irdischen Mythos und läßt den Leser "hinter die Kulissen" schauen. Klar, daß Pratchett den Leser auch über die wahren Wesenszüge des Wunderhundes "Laddie" nicht im Unklaren läßt. Eine Story, wie eine Hintergrundgeschichte. Und auch in Holy Wood bleibt die Frage bis zum Schluß noch offen: "Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht?"
"Alles Sense" - was macht Gevatter Tod, wenn ihm selbst die Lebensuhr vor die Kapuze gehalten wird? Er sucht sich einen anderen Job. Nicht das er den Zustand einfach so hinnehmen würde, zumal die Gefahr besteht, daß sein neuer Job durch die zunehmende Technisierung auf der Scheibenwelt bereits in Gefahr ist. Zudem warten nun zahlreiche Verstorbene darauf, von Gevatter Tod nach dem Ableben abgeholt zu werden...doch der ist ja nicht mehr in Amt und Würden. Und was eine zunehmende Zahl "Untoter" und eine überschüssige Lebensenergie in Ankh-Morpok bewirken kann, das bringt nicht nur Frau Kuchen, sondern auch die gesamte Zaubererschaft der Unsichtbaren Universität ganz gewaltig ins Schwitzen.
Das merkwürdige ist, daß ich mich jedesmal, wenn ich Pratchett lese, frage, ob die Erde nicht tatsächlich noch eine Scheibe ist?! Ähnlichkeiten mit Lebenden, Verstorbenen oder irgendwelchen Begebenheiten irdischer Existenz sind selbstverständlich auch in den Scheibenweltromanen "rein zufällig und unbeabsichtigt" - aber sie erscheinen seltsam vertraut.